The Black Dahlia (2006)
The Black Dahlia (2006)

Eine Musik, die wegen des mässigen Erfolgs des Films fast untergegangen wäre, ist Mark Ishams schwüle und gleichzeitig derbe Komposition zu The Black Dahlia. Für diesen Film ist die Besetzung Ishams mehr als passend, das hier einfliessende Jazzidiom beherrscht der Amerikaner aus dem ff und er lässt es sich nicht nehmen die Trompetensoli gleich selber zu spielen, wie oft in seinen Filmusiken.
The Black Dahlia reiht sich ein in legendäre Musiken zu zeitlich und thematisch ähnlich gelagerten Filmen wie Chinatown und L.A. Confidential. Verwandschaften zu diesen Scores sind hier absolut nicht zu verleugnen, sei es mit dem warmen, fast einsamen Klang der Solotrompete oder den harschen, perkussiv verstärkten Orchestereinsätzen, die die brutale Seite der Geschichte mit Wucht und Action untermalen. Das Konzept hat Isham aufgenommen und fantastisch umgesetzt, auch ein feines, dahin schmelzendes Liebesthema ("Madeleine", "Super Cops") findet Platz. Isham trifft den Nerv des Films genau, eine gelungene Addiation zum bildlich starken Film. Der Komponist lässt seinen Melodien und Motiven Zeit und gibt ihnen den nötigen Raum um als Statements stark genug zu sein und nicht zu langweilen. In Hollywood allzu rar dieser Tage.
Der Film spaltet, wie so oft bei Brian De Palma die Zuschauer, doch die CD dürfte das Trommelfell eines jeden Filmmusikfans mit einem Faible für ein bisschen Nostalgie, Jazz und einer sauber ausgearbeiteten Partitur kaum verfehlen.
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