Barnyard: The Original Party Animals (2006)
Der tierisch verrückte Bauernhof
Barnyard: The Original Party Animals (2006) Der tierisch verrückte Bauernhof
Oder: Echt verrückte Party Animals
Hinter dem Rücken der Menschen ist einiges los. Denn wenn die Zweibeiner nicht hingucken, dann steppt die Tierwelt. Die Farmtiere, zum Beispiel, sind ein einzig Volk von Partyviechern, die regelmässig den Bären tanzen lassen, wenn der Bauer das Licht löscht. Die grösste Rampensau ist Otis (Stimme von Kevin James), der Bulle.
Eigentlich sollte Otis zusammen mit seinem Dad Ben (coole, grummlige Stimme von Sam Elliott) die Wache übernehmen, damit den Tieren auf dem Bauernhof nichts passiert. Doch so verantwortungsvoll ist unsere Kuh noch nicht. Otis quatscht Ben voll und verzieht sich lieber in die Disco-Scheune. Und da passierts. Die Kojoten kommen. Auf der Jagd nach feinem Hühnchenfleisch lassen sie sich auch von Ben nicht davon abbringen. Der Kampf endet eindeutig. Ben stirbt.
Sohnemann Otis muss nun die Zügel in die Hand nehmen und Verantwortung für die Tiere tragen. Doch eine Partykuh wie Otis hat ganz anderes im Kopf. Da müssen Maus, Gockel, Esel und vor allem die hübsche Kuh Daisy (Stimme von Courtney Cox) schon ganze Arbeit leisten, damit aus dem Partytiger eine Wachkuh wird. Denn die Kojoten sind bereits wieder auf dem Weg. Und dieses Mal werden sie nicht ohne Beute wieder abziehen.
Kinofilm-Rating
Nein, es ist nicht Animal Farm - die Tiere sind den Menschen friedlich gesinnt und wollen einfach nur... Spass. Ganz wie ich als Kinobesucher also. Doch trotz einigen witzigen Sequenzen bleibt die Unterhaltung bald mal auf der Strecke. Das fängt mit kleinen Dingen an (seit wann schleppen männliche Kühe grosse Euter vor sich hin?) und hört bei der viel zu simplen Story auf: Erwachsenwerden eines kleinen Strolches.
Der Animationsfilm zielt zweifelsohne auf das junge Publikum. Die Tiere verhalten sich entsprechend vermeintlich cool und hipp, doch auf eine viel zu banale Weise. Während andere Filme auch für das etwas ältere Publikum gute Unterhaltung bieten, ist hier leider viel zu schnell klar, wie der Hase läuft. Spätestens wenn dann aber eine Handvoll Kühe ein Auto entführt und Milch-betrunken eine Spritzfahrt macht, muss dem Film jedeglicher erzieherischer Wert abgesprochen werden.
Den Charakteren fehlt der nötige Charme. Mitschuld daran trägt sicher auch die technische Machart: Das Rendering der Körper erinnert stark an die Anfänge der 3D-Animationsfilme wie beispielsweise in der Toy Story. Auch wenn der Effekt sicherlich gewollt ist, kommt unweigerlich das Gefühl auf, dass hier Budgetmässig gespart wurde. Hingegen sind einige Kamerafahrten wirklich toll gemacht, besonders in den letzten Filmminuten.
Für einmal empfehle ich den Blick in die Trailers. Wer sich von diesen angesprochen fühlt, wird vergnügliche anderthalb Stunden auf dem verrückten Bauernhof erleben.
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3.2 Sterne (11 Bewertungen) | 2 Kommentare



