All the Boys Love Mandy Lane (2006)
All the Boys Love Mandy Lane (2006)
Oder: Zum Sterben schön
Sie bringt jedes Herz zum pochen, verdreht allen Jungs den Kopf und ist der absolute Liebling der High-School. Die Jungs wollen ihr an die Wäsche, die Mädels möchten so sein wie sie. Doch Mandy Lane (Amber Heard) lässt alle Kerle abblitzen und hängt lieber mit ihrem Kumpel Emmet (Michael Welch) rum. Als aber auf einer Party einer der Jungs zu Tode kommt, zerbricht auch diese Freundschaft. Mandy mag nicht mehr und isoliert sich.
Neun Monate später. Eine Gruppe High-School-Schüler plant einen Ausflug aufs Land. Mit dabei ist auch Mandy, die Mühe hat, Freunde zu finden, der aber die Kerle noch immer scharenweise hinterherlaufen. So dauert es dann auch nicht lange, bis der erste Typ auf diesem Ausflug versucht, bei Mandy zu landen. Zwar erfolglos, aber das Weekend ist ja noch lang. Ausserdem sind auch noch zwei andere Mädels dabei und von denen wird sich ja sicher eine mal für ein Nümmerchen hinlegen.
Das Wochenende nimmt seinen Lauf, der Alkohol macht die Runde, und auch vor Einnahme von Drogen schrecken die jungen Menschen nicht zurück. Und wäre da nicht der geheimnisvolle Fremde, der plötzlich auftaucht und zu meucheln anfängt, vielleicht wäre Mandy Lane an diesem Wochenende fällig gewesen. So geht das grosse Rennen los, das von Todesschreien begleitet wird. Doch wer ist der Kerl im Kapuzenpulli, der das Grüppchen langsam dezimiert? Und was will er genau?
Kinofilm-Rating
Bereits 2006 wurde All the Boys love Mandy Lane veröffentlicht und schafft den Sprung in unsere Kinos knapp zwei Jahre später doch noch. Auf den ersten Blick hat dieser Film grad gar nichts Aussergewöhnliches zu bieten und reiht sich ein, in die Riege der Teenieslashers, die sich inzwischen so dermassen zu Tode gelaufen haben. Und trotzdem, All the Boys love Mandy Lane wird gelobt, bekommt gute Kritiken und entpuppt sich als recht erfolgreicher Film. Warum bloss?
Überraschenderweise lässt sich der Film recht viel Zeit, um die Charaktere ein bisschen näher vorzustellen. So ist dann auch die erste Dreiviertelstunde dem Grüppchen gewidmet, das sich irgendwo in der Provinz ein schönes Wochenende machen will. Wir lernen den Macho kennen, der sich zwar gerne einen blasen lässt, aber bei der Revanche lieber kneift. Oder das Mädel, das gerne ein bisschen beliebter wäre und dies durch freizügige Auftritte zu beschleunigen versucht. Ausserdem taucht ein Farmarbeiter, der das Wochenendhaus verwaltet und den Schülern zu Hilfe eilt.
Nach dieser, für einmal etwas längeren, Einführung geht das Metzeln los. Eine Person mit Kapuzenpulli taucht auf und dezimiert die Gruppe relativ zügig. Das macht er teilweise recht brutal und blutig, ist sich aber auch nicht zu schade, einfach nur das Gewehr zu brauchen, um jemanden in den Bauch zu schiessen. Überraschenderweise wird die Identität des Kapuzenmannes bald gelöst, was den Zuschauer zu der Frage hinreissen lassen könnte, was denn genau der Sinn dieses Filmes sein könnte.
Diese Frage wird mit einem recht überraschenden Schlusstwist beantwortet. Das verleiht dem dem bislang recht durchschnittlichen, aber recht blutigen Thriller einen Hauch von Unerwartetem und lässt den Kinobesucher auch nach dem Abspann noch über das Geschehende diskutieren.
Die Darsteller, allen voran natürlich die schöne Amber Heard, machen ihre Sache recht anständig, allerdings ohne grosse Stricke zu zerreissen. In einem solchen Film darf auch gern mal über irgendwelche schauspielerische Schwächen hinweg geschaut werden. Hauptsache der Bodycount stimmt und die Mordarten sind ausgeklügelt. Hier punktet der Film aber auch nur beschränkt.
Fazit: All the Boys love Mandy Lane hat ausser dem unerwarteten Ende nicht viel Neues zu bieten. Die Geschichte wird für einmal langsam und ausführlich erzählt, die Charaktere gehen ein bisschen tiefer als in Genrekollegen und die blutigen Szenen passieren auch mal im hellen Sonnenlicht. Für Fans von Mord und Totschlag sicherlich einen Blick wert. Für diejenigen, die etwas ganz Revolutionäres erwarten, dürfte der Film, trotz der Vorschusslorbeeren, eine kleine Enttäuschung sein.
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3.5 Sterne (55 Bewertungen) | 9 Kommentare



