Agua (2006)
Agua (2006)
Oder: Schwimm oder schluck Güllewasser
Wüste. Pampa. Nichts. Irgendwo mittendrin ein kleiner Wohnwagen und ein Mann. Es ist der 34-jährige Goyo (Rafael Ferro), ein ehemaliger Champion im Schwimmen in offenen Gewässern. Nachdem er fälschlicherweise des Dopings beschuldigt wurde, hat er seine Siebensachen gepackt und ist ins Exil in die Wüste geflohen. Dort bleibt er erstmal acht Jahre lang, bevor er sich in die Zivilisation zurück traut.
Dann kehrt er nach Santa Fe zurück, um erneut am gleichen Schwimmwettbewerb teilzunehmen und seine Sportlerwürde zurück zu erlangen. Bei dieser Gelegenheit lernt er den jungen Chino (Nicolás Mateo) kennen, einen sturen und disziplinierten Poolschwimmer, der es unbedingt in die Nationalauswahl schaffen will, aber im richtigen Augenblick immer versagt. Goyo bietet ihm deshalb an, als sein Trainer zu fungieren. Ein Angebot, von dem beide Schwimmer profitieren sollen. Werden dadurch ihre Träume wahr, oder wird sie die Realität auf den Boden der Tatsachen zurückziehen?
Kinofilm-Rating
Nachdem die ersten zehn Minuten völlig ohne Dialog oder Monolog auskommen (Der Stummfilm lässt grüssen), dachte ich schon, es würde mich ein äusserst langweiliger Schinken erwarten, bei dem ich nach einer halben Stunde einschlafen würde. Aber es wendet sich ja alles zum Besseren. Die Schauspieler spielen klasse und man kann sich sofort in die Geschichte hineinversetzen und mitfiebern. Das Einzige was stört, ist der Fettansatz und Schwabbelbauch von Goyo-Darsteller Rafael Ferro. Da kann man einfach nicht ganz ernst nehmen, dass dieser Mann 57 Kilometer lange Strecken schwimmen soll und in der Wüste täglich herumgejoggt ist. Ansonsten ist es schön, einen argentinischen Film zu sehen, der so herrlich anders und erfrischend ist. Trotz seiner teilweise ernsthaften Synopsis vermag Agua zu unterhalten, und lastet nicht so schwer auf dem Gemüt wie das Argentinierstreifen sonst zu tun pflegen. Danke der Regisseurin dafür.
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3.5 Sterne (3 Bewertungen) | 0 Kommentare


