24, Season 5 (2006)
24 - Twenty Four
24, Season 5 (2006) 24 - Twenty Four
Oder: Der wohl nervendste Tote der Nation
18 Monate sind vergangen, seit Jack Bauer (Kiefer Sutherland) seinen eigenen Tod vorgetäuscht hat und untergetaucht ist. In der Zeit hat er einen Job als Ölarbeiter gefunden und sich in bei einer allein stehenden Mutter und ihrem Sohn eingemietet. So hat er nach jahrelangen Entbehrungen wieder eine Familie gefunden und ist langsam wieder auf den Geschmack eines normalen und unbekümmerten Lebens gekommen. Doch dies wird ihm nicht gewährt bleiben. Zum Schock von allen wird der ehemalige Präsident David Palmer (Dennis Haysbert) in seinem Penthouse erschossen, und wie auf einer Videoaufnahme zu sehen ist, war Jack zu der Zeit am Tatort. So erfährt nicht nur Audrey Raines (Kim Raver) - Jacks grosse Liebe vor seinem "Tod" - sondern auch die ganze CTU, dass Jack noch am Leben ist, und ihnen bleibt nichts anderes übrig als die Jagd auf ihn zu eröffnen.
Eine Jagd, die sehr schnell Resultate liefern muss, denn der russische Präsident Suvarov (Nick Jameson) ist bei seinem amerikanischen Pendant Charles Logan (Gregory Itzin) zu Besuch, um mit ihm einen Vertrag zu unterschreiben, der die beiden Supermächte zu Alliierten im Kampf gegen den Terrorismus macht. Zu alldem besetzen auch noch russische Separatisten den Flughafen und drohen damit, alle Geiseln zu töten, wenn der Vertrag unterschrieben wird. Die Gefahr wächst. Während CTU alles daran setzt, diese zu stoppen, muss Jack sehr schnell herauszufinden, wer ihn als Sündenbock benützen will und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt...
DVD-Rating
Die einst so revolutionäre Serie begleitet auch in der fünften Staffel ein weiteres Mal Kiefer Sutherland durch einen ganzen Tag und zeigt, was der ehemalige und schon mehrfach tot geschriebene CTU-Agent so alles erlebt. Nachdem Season 4 den Übergang ankündigte, hat jetzt Charles Logan das Präsidentenamt inne, die Palmer-Brüder sind nahezu komplett aus der Geschichte gestrichen, und nachdem die letzten drei Staffeln schon eine konstant sinkende Qualität gezeigt haben, hat die Serie mit der fünften Staffel ihren Tiefpunkt erreicht.
Nachdem die Zuschauer in den ersten Minuten mit der gezielten Ermordung von David Palmer schockiert wurden, kommt die 24-Maschine leider nicht mehr aus dem Durchschnitt heraus. Jack rennt wie immer unter Lebensgefahr durch die Gegend, CTU kämpft mit internen Intrigen, und der Präsident ist wieder einmal arg unter Druck. Leider rutscht das Ganze jedoch immer mehr ins Lächerliche ab und will bei bestem Willen nicht mehr überzeugen. Der stämpfelnde Trotzkopf Charles Logan hat nicht einmal einen Bruchteil von David Palmers Präsenz und wirkt nicht nur wankelmütig, sondern schlichtweg unfähig. Dem kann auch seine Frau keine Abhilfe leisten, denn diese ist permanent kurz vor einem Nervenzusammenbruch und kratzt grauenhaft an den Nerven. Wenigstens können alte Hasen wie Mike Novick noch etwas Routine in die Regierung hineinbringen.
Bei CTU ist die Situation leider nicht viel besser. Bekannte Gesichter gibt es nur noch wenige. Teddybär Edgar trottet immer noch unbeholfen durch alle Szenen, Breitmaulfrosch Chloe rotzt jeden an, und Bill wie auch Audrey erhalten von weiter oben kaum Unterstützung. Wie schon in den vergangenen Staffeln finden sich auch dieses Mal Maulwürfe in den Reihen der CTU, irgendwelche unfähigen/überforderten Hobbits (Sean Astin) werden importiert, um für Ruhe zu sorgen, und andere Agenturen versuchen, die eigenwillige CTU zu übernehmen. Alles schon mehrfach gesehen, und am Ende ziehen solche Eindringlinge sowieso mit eingezogenem Schwanz wieder ab.
Das Szenario selber wirkt bei der fünften Staffel wie ein zusammengewürfelter Aufguss der Vorgänger, bei dem einige Parameter etwas angepasst und ein grosser Schlusstwist eingebaut wurde, der das Ganze komplett unglaubwürdig macht. Geboten wird praktisch nichts Neues, und selbst wenn das Ganze wie die bisherigen Staffeln sehr kurzweilig und auch reisserisch inszeniert ist, es reicht nicht einmal ansatzweise an die erste Staffel und deren Intensität heran.
Fazit: Die fünfte Staffel liefert kaum mehr als ausgelutschte Routine ab und wärmt handlungsmässig ohne grosse Innovationen die bisherigen Szenarios nochmals auf, die trotz einer etwas neuen (und der bislang wohl unglaubwürdigsten) Ausgangslage schlichtweg nicht überzeugen. Da kann Kampfmaschine Jack noch so reisserisch inszeniert durch LA rollen, weil es kaum noch bekannte Gesichter gibt und diese auch noch regelrecht verheizt werden, wirkt alles mehr wie eine Pflichtübung als eine wirkliche Weiterentwicklung der Serie.
Die DVD wird wie in den bisherigen Staffeln in einer guten Qualität geliefert und kann mit einer soliden Bild- und Tonqualität überzeugen. Als Bonusmaterial gibts zum einen Audiokommentare und entfallene Szenen, welche über die Episoden verteilt sind, und zum anderen mehrere Dokumentationen auf der Zusatz-DVD. Diese Dokumentationen lassen die beteiligten Schauspieler zu Wort kommen und geben auch Einblick in die Entstehung der Musik. Durchwegs interessant, etwas kurz gehalten, aber ansonsten gelungen.
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4.1 Sterne (12 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 10.12.2007
- Bildformat: Widescreen 1.78:1 (Anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1); Deutsch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch; Englisch
- Extras: Audiokommentare; „Vorläufer Season 6“; 4 Featurettes; Die 100ste Episode; 24 „Kostproben“ von „Hinter-den-Kulissen; 23 unveröffentlichte Szenen



