18.15 Uhr ab Ostkreuz (2006)

18.15 Uhr ab Ostkreuz (2006)

Oder: In Berlin ist immer Karneval

18.15 Uhr ab Ostkreuz

"Das wird mir zu bunt!"

Die Ex-Primarlehrerin Karin Hoehne (Ades Zabel) stöckselt gerade in der Berliner S-Bahn, als im Zug auf dem Nebengleise eine junge Frau geköpft wird. Da keine Leiche gefunden wird, glaubt der schicke britische Kommissar Milchester (Dieter Bach), die Frau Höhne sei senil und der Fall wird schnell zu den Akten gelegt. Doch Karin agiert nach dem Motto "Selbst ist die Transe" und forscht der Sache selber nach. Die Spur führt in den Friseursalon von Horst Brüller (Pedro Sobisch), wo sich Frau Hoehne als Praktikantin anheuern lässt, um das wild(Gastauftritt von Pornostar Matthew Rush) Treiben um vergiftete Perücken und nachtaktive Gestalten aus der Nähe zu betrachten.


Kinofilm-Rating

Nichts gegen als Frauen verkleidete Männer. Wenn sie jedoch in Filmen auftreten, sollte doch ein gewisses Mass an Schauspielkunst vorhanden sein. Wenn es sich um eine Komödie handelt, wäre auch ein bisschen Witz nicht schlecht. Jörn Hartmanns ultra-trashige Verulkung eines Miss Marple-Stoffes kann beides leider nicht bieten. Margaret Rutherford, die damals den Zug um 16 Uhr 50 ab Paddington bestieg, würde sich im Grab umdrehen, beim Anblick der angeklebten Tränensäcke von Hauptdarsteller Ades Zabel. Das Arsenal an strunzdummen Figuren in diesem Film ist teilweise schlicht rassistisch. Ausser Fräulein Tausendschön (der passende Name für Sandra Leonhard) nervt in diesem derben Mix aus Bis in die Spitzen und Der Wixxer so ziemlich alles. Eine Qual in schwarz-weiss.

1.0 Stern
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26.05.2006 / rm