16 Blocks (2006)
16 Blocks (2006)
Oder: You can't be lucky all the time
Jack Mosley (Bruce Willis) ist ein abgehalfteter Cop, sein Bein schmerzt, seine Pumpe macht nicht mehr so richtig mit und die beste Zeit hat er definitive hinter sich. Die allabendliche Pulle Alkohol gehört inzwischen zu seinem Leben und er hangelt sich von einem Tag zum nächsten. Als ihm sein Chef einen "Laufburschen-Auftrag" in die Hand drückt, versucht sich Jack zu drücken. Erfolglos. Er soll den kleinen Kriminellen Eddie (Mos Def) zum Gericht bringen, wo dieser in 118 Minuten eine Aussage machen muss. Die Distanz ist 16 Blocks, was normalerweise in kürzester Zeit zu schaffen ist.
Als der morgendliche Durst ruft, parkiert Jack den Wagen mit dem Gefangenen vor einem Schnapsladen, um sich eine Flasche Alkoholisches zu kaufen. In der Zwischenzeit stirbt Eddie tausend Tode, denn man hats auf ihn abgesehen. Ein Mordanschlag wird verübt und Jack kann in letzter Sekunde das Schlimmste vereiteln. Das Duo findet Zuflucht in einer Bar, wo die Kollegen verständigt werden. Franks Ex-Partner, Frank Nugent (David Morse) will übernehmen und informiert Jack, dass die Aussage des Zeugen sie allesamt in grosse Probleme bringen würde. Der Mann muss beseitigt werden.
Jack kennt nun also seine Gegner. Ausserdem bekommt er von Frank Optionen geboten. Entweder spielt er mit und hält die Klappe oder Jack geht mit dem Zeugen unter. Wie nicht anders zu erwarten, entscheidet sich Jack für eine alternative Variante und stellt sich gegen seine "Kollegen". Nun, auf sich allein gestellt und mit einem wichtigen Zeugen im Schlepptau, muss Jack in den Schluchten von New York gegen die eigenen Berufskollegen antreten, während die Uhr unwiderruflich tickt. Denn die Cops tun alles erdenklich mögliche, um den Zeugen daran zu hindern, gegen sie auszusagen. Dass ein alternder Cop dabei Schaden nehmen kann, ist nicht mehr als Collateral Damage.
DVD-Rating
Regisseur Richard Donner hat eine eindrucksvolle Liste an Filmen vorzuzeigen, die im Actiongenre zu den sehenswerten Werken gehören. Die Serie um Lethal Weapon, den Original Superman oder auch Conspiracy Theory. Mit 16 Blocks, der leider nie in den Schweizer Kinos lief, wurde mit einem für Hollywood-Verhältnisse bescheidenem Budget gedreht und brachte ein ansprechendes Resultat in die Kassen. Dazu zeigt Bruce Willis sich mal wieder von seiner "anderen" Seite und beweist, dass er einer der wenigen Schauspieler ist, die sowohl im weissen Unterhemd, als auch mit Bauch und Halbglatze überzeugende Vorstellungen bieten.
Die Story gibt erfreulicherweise schon bald nach dem Vorspann schön Gas. Die Positionen werden bezogen und obwohl der Zuschauer noch nicht so recht weiss, wie sehr er denn auf der Seite von Bruce Willis stehen soll, zeigt sich dieser als Mann mit Gewissen und Verantwortungsgefühl. Sein Kampf gegen die eigenen Kollegen wird lebensecht und deswegen nur bedingt spektakulär geführt. Das Zusammenspiel mit Filmpartner Mos Def (der Stöppler aus The Hitchhikers Guide to the Galaxy) braucht eine Weile der Entwicklung, kommt dann aber hervorragend rüber. Sowieso hat sich Mos Def zu einem hervorragenden Schauspieler entwickelt.
Als böser Bube wurde David Morse (der böse Rösslimanager aus Dreamer) engagiert, der seinen Charakter als eine Mischung zwischen nettem Cop und Dreckschwein gibt. Ebenfalls sehr gut gelungen, diese Darstellung.
Was 16 Blocks ausserdem auszeichnet ist die Intensität des Films. Man rennt (geistig) mit, bei den (vielen) Schiessereien zittert die eigene Hand und wenn sich die Story dann am Schluss aufklärt, darf ein kleines, aber feines "Aha" nicht fehlen. Einzig das Ende, das Finale, der Showdown mag da nicht so recht mithalten. Auf der DVD kriegt man ein alternatives Ende zu sehen, welches eigentlich die offizielle Version war. Die hätte dann auch entsprechend besser zum Film gepasst, als der nun im Film gezeigte, doch recht Hollywood-typische, Schluss.
Fazit: 16 Blocks ist ein mehr als nur gelungener Krimi über einen alten Cop, einen jungen Zeugen und deren Kampf gegen die Gesetzeshüter von New York, welche dieses Mal auf der falschen Seite stehen. Eindrucksvolle Schauspieler, sehr gute Performances und eine gute Geschichte mit schöne Actionmomenten, machen aus dem Film einen richtig Guten seiner Gattung.
Die DVD bringt das angesprochene alternative Ende, ein paar zusätzliche Szenen und den offiziellen Trailer. Also das Normalprogramm. Das Bild ist so scharf, dass jede Runzel von Bruce Willis in Naheinstellungen klar zu sehen ist und der Ton lässt das Pistolenfeuer zuhause mächtig im Wohnzimmer erhallen. Mit anderen Worten, auch hier die erwartete Qualität.
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4.0 Sterne (63 Bewertungen) | 14 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 06.10.2006
- Bildformat: 2.40:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Das alternative Ende, Trailer, Deleted Scenes



