13 Beloved - 13 game sayawng (2006)

13 Beloved - 13 game sayawng (2006)

Oder: Not macht spielerisch

13 Beloved - 13 game sayawng

Hei Jigsaw, ich will nicht mehr spielen...

Phuchit (Krissada Terrence) geht es nicht gut. Gerade eben hat ihm sein Chef mitgeteilt, dass er wegen niedriger Verkaufszahlen bald seinen Job verlieren soll. Sein Auto wird abgeschleppt, und die Mutter fragt ihn schon wieder um Geld an, obwohl er bereits über beide Ohren in Schulden steckt. Als er völlig deprimiert im Treppenhaus sitzt, erhält er einen mysteriösen Anruf, der ihn einlädt, ein Spiel zu spielen, bei dem er 100 Millionen Bath gewinnen kann. Dazu muss er lediglich dreizehn Aufgaben lösen.

Obwohl Phuchit Bedenken hat, ob das ein legales Spiel ist, macht er mit, und die erste Aufgabe ist dann auch einfach: Er muss eine Fliege im Treppenhaus töten. Doch je mehr Aufträge er abschliesst, umso härter werden sie, und schon sehr bald kommt er nicht nur mit seinem Gewissen, sondern auch mit dem Gesetz in den Konflikt. Aber er muss alle dreizehn Aufgaben lösen, um die 100 Millionen zu erhalten. Er gerät in einen tödlichen Teufelskreis, aus dem es kaum ein Entkommen mehr gibt.


Kinofilm-Rating

Die Brutalität und die Gewaltdarstellung hat sich in den letzten Jahren exponentiell gesteigert. Während vor rund dreissig Jahren die Zuschauer noch aus dem Kino rannten, als das Alien den Brustkorb durchbrach, müssen heute in Filmen wie Saw 3 minutenlange Folterszenen zelebriert werden, um das gleiche Resultat zu erreichen. Trotz allem, solche Filme haben immer noch Erfolg, und inzwischen wird das Phänomen dieser Gewaltspirale sogar Mittel zum Zweck. Sei es jetzt Running Man, The Condemned, Feed oder Untraceable alle thematisieren die Gier des Menschen nach Gewalt, stützen ihre Handlung mehr oder weniger darauf oder prangern sie auch an.

Bei 13 Beloved wird dies ebenfalls thematisiert, doch in erster Linie geht es um die Geschichte von Puchit. Wir treffen ihn zu beginn als unsicheren Büroangestellten, dem das Wasser bis zum Hals steht und der überhaupt keinen Ausweg mehr sieht. Das macht Puchit sofort sympathisch, und man hat auch Verständnis dafür, weshalb er an einem Spiel interessiert ist, welches ihm 100 Millionen Bath in die Kasse spülen könnte. Deshalb hat er auch - wenigstens am Anfang - keine Skrupel und spielt fasziniert mit. Wer jedoch Filme wie The Game oder the House of 9 gesehen hat, der weiss, dass vieles selten so ist, wie es scheint und der Mensch alles tut, wenn er genügend Nullen hinter einer Zahl sieht. Deshalb steigert sich das Spiel von Aufgabe zu Aufgabe. Was sehr harmlos mit Kinder erschrecken und Fliegen töten anfängt, nimmt immer mehr absolut gnadenlose und sadistische Formen an.

Wer jetzt meint, dass 13 Beloved eine Blutorgie wäre, den muss ich enttäuschen. 13 Beloved setzt ganz andere Schwerpunkte. Obwohl im Verlauf des Filmes natürlich auch Blut fliesst, wird dies nicht zelebriert, sondern nur als Basis genutzt, um einige äusserst makabere und grossartige Szenen abzuliefern. Überhaupt, so grotesk einige Aufgaben auch sind, bietet 13 Beloved vor allem auch wegen dem guten Schauspiel von Krissada Terrence, gepaart mit der Kameraführung und dem Soundtrack beste Situationskomik und kurzweilige Unterhaltung. Grosse Adjektive, welche hier durchaus angebracht sind - wenigstens bei ¾ des Filmes. Gegen Schluss kann das hohe Niveau leider nicht aufrechterhalten werden. Obwohl die Aufgaben immer brutaler werden, bleibt der Spass nach und nach auf der Strecke und 13 Beloved treibt mehr und mehr ins Surreale ab. Möglicherweise ist das eine logische Entwicklung, wenn man den inzwischen mit Blut besudelten Puchit betrachtet, doch wirklich funktionieren will es nicht. Genau so wenig, wie der Blick hinter die Kulissen des mysteriösen Spieles, der doch arg unmotiviert daherkommt. Jedenfalls hätten sie sich doch etwas mehr bemühen können, als einfach das Treffen mit dem Architekten aus Matrix Reloaded zu klauen und dies in eine Moralpredigt zu packen.

Fazit: 13 Beloved vereinigt viele Elemente in einem Film zusammen und gibt einige subtile und auch offensichtliche Botschaften ab. Primär ist 13 Beloved aber einfach beste Unterhaltung. So bizarr und sadistisch vieles, was auf der Leinwand abläuft, auch ist, es macht einen Heidenspass. Obwohl es gegen Ende doch etwas ernster wird und die Moralpredigt auch nicht wirklich funktioniert, trübt das den positiven Eindruck kaum. Wer also gerne Michael Douglas bei The Game zugeschaut und nichts gegen sadistische Spiele oder etwas Blut hat, der ist bei 13 Beloved genau richtig.

4.8 Sterne
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03.07.2008 / db

13 Beloved - 13 game sayawng (2006)
Bewertung: 4.8 (4 Bewertungen)
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