Submerged (2005)
Submerged (2005)
Oder: Ist der dick Mann....
In Südamerika geschieht unglaubliches. Ein Agent des Secret Service knallt einen Botschafter über den Haufen und ein Blutbad ist die Folge. Bei der CIA macht man sich Gedanken. Warum? Wie? Und überhaupt...
Man kommt einer Verschwörung auf die Spur, die von dem genialen, aber natürlich teuflisch bösen und vom Geld besessenen Arian Lehder (Nick Brimble) angeführt wird. Manipulationen mit Gehirnströmen und Hirnwäscherei ist das Zauberwort, das die eigentlich auf der guten Seite stehenden Agenten durchdrehen lässt. Und um diesen bösen, bösen Mann zu bekämpfen, brauchts natürlich den besten Fighter, den Gottes grüne Erde zu bieten hat.
Dass Chris Cody (Steven Seagal) in Knast sitzt, macht die Sache nicht einfacher. Doch wer kann schon dem Löschen sämtlicher Straftaten und der Aussicht auf Freiheit widerstehen.
Zusammen mit seinem Team, das aus Spezialisten für jegliche Art von Waffen, Fahrzeug oder Taktik besteht (und in dem Vinnie Jones einen sprücheklopfenden, englischen Sprengstoffspezialisten gibt), macht man sich auf die Jagd nach den bösen Gehirnwäschern und deren bereits geturnten Opfern. Dass vermeintliche Erfolge und Beseitigungen von gesteuerten Terroristen in Opern oder unter Wasser im U-Boot natürlich mit grossem Knall vor sich gehen, ist zu erwarten. Aber als Cody entdeckt, was es der üble Professor wirklich geplant hat, spitzt sich die Lage zu und in Montevideo kommts zum grossen, brutalen, lauten und explosiven Showdown.
DVD-Rating
Under Siege ist für mich der beste Film, den Steven Seagal gedreht hat. Seine Anfangsfilme wie Nico oder Hard to Kill katapultierten den Kampfspezialisten zwar in die finanziell einträchtigen Höhen von Hollywood, machten aber auch bald klar, dass er halt "nur" die eine Rolle des schweigsamen und prügelnden Zopfträgers spielen kann. Nichts desto Trotz werden weiterhin Filme dieser Art produziert, die zwar nicht mehr in den unsrigen Kinos laufen, aber auf DVD regelmässig in den Charts landen. Wie auch Submerged, der zwar spektakulär und lautstark präsentiert wird, auf den zweiten Blick jedoch gar nichts spezielles zu bieten hat.
Viele Explosionen, Schiessereien, sogar ein U-Boot und natürlich eine Geschichte, in der die wahren Helden im Gefängnis sitzen, da sie einmal einen Befehl missachtet haben und somit "unkontrollierbar" sind. Kennen wir aus diversen anderen Filmen und somit kann man die Geschichte an und für sich grundsätzlich vergessen. Die Stunts und Actionsequenzen sind solide gemacht, spielen sich aber vielfach in Dunkelheit ab, so dass man eigentlich von den Aktionen recht wenig mitbekommt. An Humor fehlts praktisch den ganzen Film durch, auch wenn Vinnie Jones den einen oder anderen witzigen Spruch liegen lässt.
Wie man Filme drehen kann, auch wenn man in der heutigen Zeit kein Sixpack und durchtrainierten Hintern hat, beweist uns dann der Hauptdarsteller Steven Seagal persönlich. Ich gebs zu, ich bin ein bisschen erschrocken, als er das erste Mal ins Bild kommt. Aufgedunsen und definitiv ausser Form, zeigt er sein Doppelkinn und kaschiert das durchaus vorhandene Bäuchlein mit dem obligaten schwarzen Mantel oder einem Pullover. Kämpfen muss er zwar immer noch, jedoch hält sich die Anzahl Fights erstaunlicherweise in Grenzen. Was bei Steven Seagal nicht unbedingt schlechtes zu bedeuten hat. Ausserdem nuschelt er gewaltig, hält sich dafür mit der Präsenz dezent im Hintergrund, was dem Film ebenfalls nicht schadet.
Fazit: Submerged ist ein typischer Videotheken-Film, der solide produziert daherkommt und natürlich hauptsächlich Fans des Hauptdarstellers, sowie Männer im Allgemeinen ansprechen will. Die Action ist okay, der Witz fehlt und die Geschichte kennt man. Zwischendurch darf man sogar ein Bier aus dem Kühlschrank holen, denn verpassen wird man nichts. Submerged ist eins unter vielen Werken von Steven Seagal, die man nicht gesehen haben muss.
Die DVD enthält den Trailer, ein solides Making of (inklusive nuschelndem Steven Seagal, sowie ein paar weitere Trailer von mehr oder weniger bekannten Filmen. Der Ton ist okay und wenn der Film nicht lange Zeit im Dunkeln spielen würde, könnte man das auch von der Bildqualität her sagen. Aber es sind halt die helleren Szenen, die so manches Doppelkinn ans Tageslicht bringen...
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2.0 Sterne (11 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
FSK 18, erschienen am 23.08.2005
- Bildformat: 1,85:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Making, offizieller Trailer zum Film, Trailershow



