The Zodiac (2005)

Der Zodiac Killer

The Zodiac (2005) Der Zodiac Killer

Oder: alleine im Dunkeln sein, wird dein Verderben sein...

The Zodiac

*seufts*, so schön will ich auch mal sein

Im Dezember 1968 begann für die Kleinstadt Vallejo, südlich von San Francisco gelegen, ein Alptraum. Der brutale Mord an einem Liebespärchen zerstörte jegliche Unschuld des ländlichen Dörfchens. Die Tat wurde von einem psychopathischen Killer durchgeführt, der nicht nur eine sehr tödliche, sondern auch eine raffinierte Methode hatte, die Polizisten in die Irre zu führen. Noch während er sie mit Briefen und Rätseln beschäftigte, mordete er unaufhaltsam weiter.

The Zodiac

Prost

Polizist Matt Parish (Justin Chambers) wird auf den Fall angesetzt. Er versucht verzweifelt gegen die stetig wachsende Angst in der Bevölkerung anzukämpfen, welche von sensationsgeilen Journalistenberichten nur noch weiter angeheizt wird. Das bisher recht unschuldige Kaff wird von Angst regiert: der Killer geht nach keinem erkennbaren Schema vor und schlägt völlig zufällig dort zu, wo es ihm gerade passt. Die Polizei tappt im Dunkeln und muss sich weiter vom Killer verhöhnen lassen.

Es reiht sich Mord an Mord. Matt versinkt langsam im Alkoholsumpf, während sein Sohn immer mehr vom Killer fasziniert ist. Seine Familie bricht mehr und mehr auseinander und wendet sich von Matt ab. Wird Matt den Killer schnappen können, bevor sein eigenes Leben völlig zerstört ist?


DVD-Rating

Jeder Fall beginnt mit einem Mord und jeder Mord braucht einen Killer. In diesem Falle war es ein Mann, der in seiner Laufbahn angeblich 37 Personen umgebracht haben soll. Der Killer, der sich selber Zodiac nannte, ist bis zum heutigen Tage auf freiem Fuss und in seinem letzten Brief an die Presse hat er noch geschrieben: "Ich warte auf ein Film über mich. Wer wird mich spielen?" Der Film wurde gedreht und eine Person verkörperte auch den Killer, doch beides fällt gleich enttäuschend aus.

Killerbiographien, erfundene wie auch reale, gibt es viele. Beginnend bei Hannibal über Ted Bundy bis hin zu Jigsaw und alle haben gewisse Eigenschaften. Sie haben einen charismatischen Killer, eine packende Atmosphäre und einige recht intensive und bösartige Szenen. All dies sucht man in The Zodiac vergebens, denn der Film bietet neben einem nervenden Cop mit seinen klassischen Familienproblemen nur sehr wenig.

Eines der grossen Probleme von The Zodiac ist, dass die Geschichte nicht wie bei Se7en einen krönenden und genialen Abschluss hat. Die Handlung schläft vielmehr gegen Ende ein und vermag trotz des regen Opferverschleisses kaum mitzureissen. So sucht man vergebens nach etwas, mit dem man sich beschäftigen kann und ein "wer ist der Täter" fällt sowieso weg, was den Streifen noch einigermassen interessant gemacht hätte.

Fazit: Eine gut produzierte aber schlecht besetzte und langweilige Killerbiographie, die weder eine Atmosphäre schaffen, noch wirklich eine packende Handlung bieten kann. Enttäuschend, was aus der speziellen Ausgangslage gemacht wurde. Wer sich nicht absolut für das Thema interessiert, dem seien lieber Se7en oder die Silence of the Lamps-Trilogie empfohlen, die haben das wüste Thema viel eindrücklicher verarbeitet.

Die DVD beschränkt sich mit allem auf ein Minimum und bietet neben dem obligatorischen Trailer nur ein mageres Making Of, das einen kurzen Einblick in die Dreharbeiten gibt. Da hätte man noch viel mehr Infos über die tatsächlichen Geschehnisse hineinpacken können, was alles auf das Konto des Killers geht. Der Film wird mit einem scharfen Bild geboten, obwohl die Farben oft schlecht sind. Der Ton untermalt die Bilder gut, fällt aber sonst eher dünn aus.

2.6 Sterne 2.6 Sterne
2.6 Sterne (6 Bewertungen) | 0 Kommentare

2.5 Sterne2.5 von 0.0-6.0
27.10.2006 / db


DVD-Infos

DVD erschienen am 12.10.2006

  • Bildformat: Widescreen 1.78:1 (Anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (DD 5.1 / DTS 5.1) / Englsich (DD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Hinter den Kulissen von Zodiac / Trailer