The Promise - Wu ji (2005)
Wu ji - Die Reiter der Winde
The Promise - Wu ji (2005) Wu ji - Die Reiter der Winde
Oder: Es war einmal....
Auf der Suche nach etwas Essbaren durchkämmt die kleine Qingchen (erwachsen: Cecilia Cheung) die toten Soldaten auf dem Schlachtfeld, als sie von einem kleinen Jungen in Rüstung gefangen wird. Er bietet ihr an, sie laufen zu lassen, falls sie im Gegenzug ein Leben lang seine Sklavin wird. Sie willigt ein, flieht dann aber. Am Ufer des nahegelegenen Sees verliert sie das Brot - sollte nun alles umsonst sein? Da erscheint die Göttin Manshen (Chen Hong) und bietet ihr einen Deal an: Immerwährende Schönheit im Tausch dafür, dass sie künftig jeden Mann verlieren würde, den sie liebt. Sie willigt ein...
Zwanzig Jahre später: wieder ist Krieg. Der mächtige General Guangming (Hiroyuki Sanada) steht vor einer entscheidenden Schlacht gegen Barbaren. Er kauft 131 Sklaven und lässt diese als Ablenkung von den Angreiffern abschlachten. Nur einer der Sklaven überlebt: Kunlun (Jang Dong-Kun), der "schneller als der Wind" laufen kann. Der General nimmt den Sklaven unter seine Obhut und will mit ihm in die Kaiserstadt, um den dort eingekesselten König zu befreien. Doch als der General durch eine mysteriöse schwarze Gestalt Guilang (Liu Ye) schwer verwundet wird, lässt er Kunlun seine Rüstung anziehen und den König befreien gehen.
In der Kaiserstadt jedoch tötet Kunlun den König, als dieser die hübsche Prinzessin - die nun erwachsene bildhübsche Qingchen - dem angreifenden Fürst des Nordens Wuhuan (Nicholas Tse) verrät. "Schneller als der Wind" flüchtet in einer spektakulären Flucht vor den Häschern des Fürsten. Erst am Rande eines Wasserfalles werden die beide gestellt. Der Fürst will das Mädchen verschonen, falls sich der vermeintliche General in die Wassermassen stürzt. Ohne zu zögern springt Kunlun.
Des Fürsten vermeintlicher Triumph über den General währt nicht lange. Kunlun überlebte den Sturz und ist auch weiterhin dem General loyal untergeben. Dieser befiehlt ihm, die Prinzessin aus den Fängen von Wuhuan zu befreien, welche in einem grossen goldenen Käfig gefangen gehalten wird. Das Spiel um Ehrlichkeit, Versprechen und Liebe beginnt...
DVD-Rating
Märchenstunde ist angesagt. Böse Fürsten, schöne Frauen, leidende Sklaven und herrlich kitschige Bilder begleiten durch die teilweise traumhaftschönen Aufnahmen von The Promise. Angereichert wird die Geschichte durch farbenprächtige Kostüme, die an Filme wie Hero erinnern und Special-Effects bis zum Umfallen. Dass aber genau diese penetrante Demonstration von fliegenden Schwertkämpfern, schlecht animierten Büffeln und technischen Makeln den Film derart beeinflussen, hätte ich nicht gedacht.
Ja, es ist glatt, wenn der Sklave an Felswänden entlang spurtet. Ja, es ist klasse, wenn im leichten Schneefall ein Duell zweier fantastischer Schwertkämpfer stattfindet. Es ist aber eine Unart, die Büffelherde als lahm trottende Kuherde zu entlarven und im Wind wehende Tücher sogar ohne Kontaktlinsen als Special-Effects identifizieren zu können. Es ist des Guten zuviel in The Promise und das lässt die eigentlich schöne und fantastische Geschichte unerfüllter Liebe recht in den Hintergrund rücken.
Eher unbekannt kommt der Cast daher, der sich aber tapfer durch die Effekte, farbigen Bilder und zeitweise verwirrenden Handlungen schlägt. Die Kostüme sind prachtvoll und lassen in den Schlachten jeweils die Guten von den Bösen ohne Probleme unterscheiden. Der Witz fehlt fast völlig und der Kämpfer im schwarzen Umhang (derjenige, der zu Nichts wird, wenn er den Umhang ablegt) ist doch tatsächlich auch charakterlich ein bisschen interessant.
Fazit: The Promise ist ein farbiger, bunter und aufwändig produzierter Special-Effects-Reigen, der die eigentliche Story leider in den Hintergrund drückt. Wer sich vor Kitsch nicht fürchtet und Gefallen an dieser Art von Film findet, darf sich den Film unbedenklich angucken. Alle anderen seien hiermit gewarnt.
Trailer (u.a. Fast Food Nation und Apocalypto), eine Slideshow und ein kurzes Interview mit Regisseur Chen Kaige sind die gesamten Extras der DVD. Die Fragen beim Letzterem sind natürlich rein werbetechnisch gestellt und so kommen auch keine grossen Neuigkeiten zu Tage. Sprachlich wird solides geboten und auch die Bilder vermögen in ihrer Farbenpracht zu überzeugen. Wie immer bei solchen Filmen, ist die deutsche Synchro zwar ein Muss, wenn man nicht immer Untertitel lesen will, jedoch ist diese gewöhnungsbedürftig, macht aber schlussendlich eine gute Falle.
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2.9 Sterne (15 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 29.09.2006
- Bildformat: 1:2,35 (16:9 anam.)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DD 2.0), Mandarin (DD 5.1), Mandarin (DD 2.0)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Interview Regisseur, Trailer, Making-Of, Slideshow, Trailershow




