White Noise (2005)

White Noise (2005)

Oder: Turn your radio on

Der erfolgreiche Architekt Jonathan Rivers (Michael Keaton) führt ein glückliches Leben mit seiner Frau Anna (Chandra West), einer berühmten Romanautorin. Eines Morgens teilt sie ihm mit, dass sie schwanger ist. Beide sind überglücklich und fahren zu ihren Arbeitsstellen. Abends ruft Anna Jonathan an, um ihm mitzuteilen, dass sie noch mit einer Freundin feiern geht. Doch sie taucht die ganze Nacht nicht auf. Einige Tage später findet man ihre Leiche im Fluss, offenbar ein tragischer Unfall.

White Noise

Bist du ein Geist?

Ein mysteriöser Fremder, Raymond Price (Ian McNeice) taucht bei Jonathan auf und teilt ihm mit, dass dessen verstorbene Ehefrau Kontakt zu ihm aufgenommen habe. Erst will der Witwer nichts davon hören, doch als Anna offenbar Botschaften aus dem Jenseits über das Handy schickt, ist seine Neugier geweckt.

Raymond weiht ihn ein in die Geheimnisse von EVP, dem Electronic Voice Phenomenon. Jonathan ist fasziniert und schleppt Fernseher und Kassettengeräte nach Hause, besessen von der Hoffnung auf eine Nachricht von Anna. Doch als er Raymond tot auffindet, wird ihm klar, dass nicht alle nett sind, die aus dem Jenseits kommunizieren...


DVD-Rating

Ich muss gestehen, ich bin eigentlich nicht für Horrorfilme geschaffen. Mir liefen schon kalte Schauer über den Rücken, als ich die gruselige Anfangsmusik hörte. Und als dann die ersten Botschaften aus dem Jenseits kamen... *grusel* Wenn man es aber genau nimmt, sind die ersten 45 Minuten ziemlich langweilig. Es passiert nicht viel, nur die Musik ist immer schön dramatisch. Danach folgen ein paar nette Schockeffekte, doch die Geschichte bleibt ein bisschen wirr. Zwischendurch starrt Rivers immer mal wieder in seine Fernseher, was auf mich doch recht einschläfernd wirkt. Gestandene Horrorfan hätten sicher keine Freude an dem Film.

Auch die Schauspieler haben mich nicht überzeugt. Michael Keatons Hauptbeschäftigung scheint es zu sein, besorgt zu gucken. Ian McNeice stirbt meiner Meinung nach viel zu früh, aus der Figur hätte man noch was machen können. Die Figuren sind alle irgendwie seltsam leer.

Weit mehr als der Film haben mich die Extras interessiert und überzeugt. Erst mal gibt es wie üblich Audiokommentare vom Regisseur und Michael Keaton sowie 5 unveröffentlichte Szenen mit und ohne Kommentar. Nichts Besonderes. Doch dann gehts los: Sehr interessant waren die Informationen zu EVP. Zuerst kommen einige Anhänger und Experten zu Wort. In "Zu Hause das Leben im Jenseits aufnehmen" bekommt man eine genaue Anleitung, wie man EVPs selber aufnehmen kann. Für alle, die es interessiert: Es reicht ein Kassettenrekorder mit einem Mikrofon. Im Hintergrund sollte man für ein Störgeräusch sorgen. Das kann laufendes Wasser, ein Ventilator oder klassisch ein Radiorauschen. Nach 30 Sekunden Laufzeit stellt man eine Frage. Zum Beispiel: Wie heisst du? Danach schweigt man und nimmt 3-5 Minuten auf. Wer will, kann jetzt einen Computer ins Spiel bringen und die Aufnahme visualisieren. Mit Glück bekommt man tatsächlich eine Antwort.

Schliesslich werden noch zwei echte EVP-Sitzungen gezeigt mit dem Ehepaar Tom und Lisa Butler. Sie sind die Leiter der American Association of Electronic Voice Phenomena (AA-EVP). Die beiden besuchen ein altes Haus in Hollywood und einen Nachtklub. Tatsächlich kann man später Antworten auf die Fragen der beiden hören. Stellt euch allerdings keinen Roman vor, die Antworten bestehen aus: "I did it" oder "I'll stay". Was ich persönlich sehr interessant fand, war die Aussage der beiden, dass sie EVP seit 26 Jahren betreiben und noch nie eine böse Nachricht erhalten haben. Das ist etwas irritierend, denn im Film geht es genau um so was.

Zusammenfassend kann ich sagen, wer sich für paranormale Phänomene interessiert, sollte den Film der Extras wegen kaufen. Wer für eine halbe Stunde Film nicht so viel Geld ausgeben will, kann natürlich im Internet forschen. Den Film selber muss man nicht unbedingt gesehen haben. Da wurde aus einem interessanten Thema leider viel zu wenig rausgeholt.

2.3 Sterne 4.0 Sterne
2.3 Sterne (16 Bewertungen) | 1 Kommentar

2.0 Sterne2 von 0.0-6.0
09.09.2005 / nwe


DVD-Infos

DVD erschienen am 06.09.2005

  • Bildformat: 2.35:1 (anamorph)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Audiokommentar, Erforschung von EVP, Wie EVP funktioniert, Reale-EVP-Aufnahmen, Geschnittene Szenen, Trailer