Vampire Bats (2005)
Vampire Bats (2005)
Oder: Batman greift an!
In Louisiana ists nicht nur heiss, sondern auf ein bisschen feuchter als sonst wo. Das ärgert diejenigen, die keine Klimaanlage im Haus haben und vor allem die Schüler der Universität, die im Sumpfgebiet eine Underground-Party schmeissen und sich vor Mücken kaum retten können. Das Viech, das aber den armen Studenten zu Tode beisst, kann keine Mücke gewesen sein, denn laut der auf solche Tiere spezialisierten Professorin Rierdon (Xena Lucy Lawless) sehen die Bissspuren eher aus wie von einer Fledermaus.
Zusammen mit ihrer Schulklasse macht sich die mutige Professorin nun auf den Weg, diese Gefahr zu bannen. Denn die Fledermäuse greifen weiterhin willkürlich Menschen im ganzen Dorf an und hinterlassen auch auf Tieren ihre Markierungen. Der lokale Major sieht das Problem mit einer Giftattacke gelöst, jedoch sind die Viecher einfach nicht auszurotten. Denn wer denkt, dass die fliegenden Blutsauger nur an einem einzelnen Ort hausen, der hat sich getäuscht. Das Morden geht weiter.
Erstmal muss Professor Rierdon, mitsamt ihren Schülern, versuchen, ein paar Exemplare der Vampire Bats zu fangen, um sie zu untersuchen. Und während in Spezialistenkreisen über die Art der Ausrottung diskutiert wird, zeigen die Schüler, dass sie während des Unterrichts nicht bloss nur zum Fenster raus schauen und schlagen eine spezielle Art vor, wie man die Viecher an einen einzelnen Ort zur Ausrottung bringen soll. Aber einer der vermeintlich Guten spielt falsch und lässt Zweifel darüber aufkommen, ob sich der waghalsige Plan auch wirklich in die Tat umsetzen lässt.
DVD-Rating
Tierhorror ist cool. In Cujo wars ein tollwütiger Bernhardiner, in Kingdom of the Spiders krabbelnde Achtbeiner und in Deep Blue Sea übermotivierte Haifische. Praktisch jede Tierart ist schonmal ausgeflippt und hat dem Menschen seine Grenzen aufgezeigt. In Vampire Bats kommt nun die Inspiration von Batman zum Zug. Nicht zum ersten Mal und wohl auch nicht zum Letzten. Allerdings verspricht die Mischung von blutrünstigen Fledermäusen und einer Xena in Zivil doch recht coole Unterhaltung. Spätestens beim Abspann jedoch ist klar, dass dem leider nicht so war.
Natürlich ist die Geschichte, wie meist in solchen Filmen, an den Haaren herbeigezogen. Allerdings ist es kein ausserirdischer Virus, der die Fledermäuse aggressiv macht, sondern ein Problem, dass auf den Menschen selber zurück geht. Bis dieses jedoch einmal herausgefunden wird, ist praktisch der halbe Film gelaufen. Die Attacken der fliegenden Blutsauger sind meist aus deren Blickwinkel gefilmt und ausser ein paar Bildern von blutigen Leichen gibts nicht viel grusliges zu sehen. Denn wenn die Fledermäuse mal gross im Bild sind, schmunzelt man eher, als dass sich Furcht breitmacht.
Lucy Lawless versuchte nach der Absetzung von Xena im Filmgeschäft Fuss zu fassen, konnte aber ausser ein paar klitzekleinen Rollen in Filmen wie Eurotrip oder Boogeyman noch keine grossen Erfolge vorweisen. Und das wird sich auch mit Vampire Bats nicht ändern. Dafür ist der Film zu banal und unspektakulär. Trotzdem macht die Hauptdarstellerin ihre Sache ordentlich. Für das schwache Drehbuch ist sie schliesslich nicht verantwortlich. Den Rest des Casts kann man ohne Probleme beiseite lassen. Denn grossen Eindruck hinterlässt keiner.
Fazit: Vampire Bats ist leider die erwartete Gurke, die sich Fans von Lucy Lawless sicherlich ansehen können, aber dann bitte nicht sagen sollen, man hätte sie nicht gewarnt. Die "Bösewichte" sind unspektakulär und der Film an sich plätschert so dahin, dass man bald mal gewillt ist, sich mit der Forward-Taste ein bisschen Spass zu gönnen.
Die DVD ist leider nur mit Trailers verschiedener Konkurrenzfilme ausgestattet und kann auch in Ton und Bild nicht vollständig überzeugen. Da der Film vielfach im Dunkeln spielt, wäre ein klares und deutliches Bild nicht das Schlechteste gewesen. So tappt man denn als Zuschauer auch mehrfach durch undeutliches Gefilde.
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2.4 Sterne (4 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 16.11.2006
- Bildformat: 1.78:1 (anamorph)
- Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch (DD 5.1), Französisch (DD 5.1), Italienisch (DD 5.1), Spanisch (DD 5.1)
- Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch
- Extras: Trailers



