Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith (2005)
Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith
Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith (2005) Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith
Oder: I have a bad feeling about this!
Die Republik ist noch immer im Klon-Krieg. Die Separatisten um Sith-Lord Count Dooku (Christopher Lee) dringen mit ihren Schiffen und Droiden zu Coruscant, dem Stadt-Planeten der Republik, vor. Dem Sith General Grievious (Matthew Wood) - halb Maschine, halb... irgendwas sonst - gelingt es Chancellor Palpatine (Ian McDiarmid) zu entführen.
Schon scheint Palpatine verloren - da greifen zwei nur allzu gut bekannte Jedi in die Schlacht in den oberen Atmosphären von Coruscant ein. Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) arbeiten sich zu Grievious' Schiff vor und finden dort Palpatine. Doch sie werden bereits von Dooku erwartet: im erbitterten Lichtschwertkampf bleibt Kenobi bewusstlos liegen, während Skywalker Dooku besiegt.
Während General Grievious in einer Rettungskapsel flieht, stürzt das brennende Kriegsschiff auf den Planeten. Den beiden Jedi gelingt die Notlandung nur knapp - umso grösser die Freude über die Rettung Palpatines. Palpatine erkennt Anakins Potential. Er soll ihn darum als Abgesandter über den Rat der Jedi unterrichten. Doch Yoda (Frank Oz), Mace Windu (Samuel L. Jackson) aber auch Obi-Wan sehen in Anakin noch kein Jedi-Meister. Der ehrgeizige Skywalker ist verwirrt. Sollte er wirklich noch nicht bereit sein?
Seine geheime Liebe zur Senatorin Padamé Amidala (Natalie Portman) erschwert alles zusätzlich: die beiden erwarten ein Kind. Wie kann er seine Familie schützen? In Albträumen sieht er Padamé sterben, das Trauma vom Tode seiner Mutter kommt in ihm wieder hoch...
Palpatine macht sich diese Ängste zunutze und zeigt Anakin eine andere, dunkle Seite der Macht. Eine düstere Zukunft nimmt ihren Lauf. Eine Zukunft ohne Jedi - die Zukunft des Imperiums.
Kinofilm-Rating
In a Galaxy, far, far away... spielt auch das vorerst letzte Star Wars Kapitel wieder.
Viel zur Story gibt es nicht zu sagen. George Lucas hat nie irgendwelche unerwarte Plot-Twists versprochen. Anakin Skywalker wird zu Darth Vader, Palpatine zum Imperator und die Jedi werden zerstört. Aus, fertig, Schluss. Wer das bislang noch nicht wusste, hat die letzten 30 Filmjahre verpennt. Und so rückt nicht das WAS, sondern das WIE in den Vordergrund.
Gerade die Wandlung zur Dunklen Seite der Macht ist überzeugend und schlichtweg genial eingefädelt. Man kann Anakin gar nicht böse sein, dass er auf die Lügen des Chancellor Palpatines eingeht. Seine innere Zerrissenheit zwischen Gutes tun wollen und seine Liebste retten lässt ihm keine andere Wahl. Umso überraschter dann jedoch mit welcher Konsequenz und Gradlinigkeit seine Wandlung sich vollzieht, angefangen von der Rettung Palpatines bis hin zum Ablegen seiner Menschlichkeit, als er in Darth Vaders Maske gesteckt wird.
Der Film ist definitiv für die vielen Fans gemacht. So erklärt Lucas schon gar nicht mehr gross die Zusammenhänge und Verstrickungen von Palpatine. Keine in die Länge gezogenen Politikvorträge mehr. Keine lange Einführungen in alte (z.B. die Wookies) und neue (General Grievious) Figuren. Action ist angesagt! Wer sich mit dem Star Wars Universum ein bisschen auseinander gesetzt hat, wird viele Elemente aus den früheren Filmen, aber auch aus Büchern und den Clone Wars Zeichentrickserien wieder finden. Mit zahlreichen kleinen Referenzen wird erfolgreich versucht, an die Episode 4 anzuknüpfen. Und sieht man schliesslich Vader in voller Montur in den letzten Filmsequenzen, so kann man sich beruhigt zurücklehnen: Er IST wie man ihn aus den alten Filmen kennt und liebt.
Visuell atemberaubend waren schon Episode 1 und 2. Inzwischen hat man sich bereits damit abgefunden, dass CGI die alte Filmkunst abgelöst hat. Die Technik wurde für die dritte Episode nochmals perfektioniert - es ist mit wenigen Ausnahmen (die zirpende Eidechse) alles realistisch wie noch nie. Gerne hätte ich noch eine oder zwei zusätzliche Weltraum-Kampfsequenzen gesehen. Der rasante Einstiegs-Kampf über Coruscant macht definitiv Lust auf mehr. Dafür wird auf festem Boden gekämpft, was die Schwerter hergeben. Einmal mehr wird für mich klar: ein Lichtschwertkampf kann nicht lange genug dauern! Wie sagt's Obi-Wan so schön im Film beim achtlosen Wegwerfen einer Blaster-Gun? Alles andere ist "primitiv"!
Die einzelnen Sequenzen sind schön geschnitten und übersichtlich erzählt. So kommt garantiert keine Langweile auf. Und wenn selbst während bitterernsten Schlachtszenen kleine, teils subtile, teils offensichtliche witzige Passagen eingebaut werden (mein heimlicher Star: R2D2!), fühlt man sich tatsächlich bisschen an die "guten alten Zeiten" erinnert.
Der perfekte Film also? Nein, auch Star Wars: Episode III hat seine Unschönheiten. Seien es die Baby-Kitschszenen, sinnlose Kämpfe auf dem Wookie-Planeten oder die unbeantwortete Frage, warum Yoda & Co die Macht Palpatines nicht spüren können. Doch der treue Fan blickt grosszügig darüber hinweg und geniest stattdessen die wie eh und je von John Williams grandios orchestrierte Filmmusik.
So schliesst sich der Handlungsbogen mit der dunkelsten aller sechs Episoden. Doch irgendwie beruhigend zu wissen: Selbst nach so einem düsteren Ende der Vorgeschichte gibt es A New Hope!
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4.8 Sterne (208 Bewertungen) | 245 Kommentare





