La Science des rêves (2005)
Anleitung zum Träumen
La Science des rêves (2005) Anleitung zum Träumen
Oder: Kneif mich mal!
Stéphane (Gael García Bernal) ist Mexikaner. Als sein Vater stirbt, fliegt er nach Paris zu seiner Mutter, welche ihm einen Job als Kalender-Designer organisiert hat. Als er am nächsten Tag in der Bude erscheint, präsentiert er sein Werk, welches er "Disastrology" nennt, seinem neuen Boss. Dieser Kalender besteht aus kindlich gezeichneten Unfällen und Unglücken, wie zum Beispiel ein explodierendes Flugzeug oder ein Erdbeben. Der Chef ist davon nur mässig überzeugt. Seine Kundschaft würde einen Kalender mit Kätzchen, Motorrädern oder leicht bekleideten Frauen erwarten, meint dieser. Stéphane soll sich doch lieber zu den drei anderen Angestellten gesellen, welche im Keller winzige bedruckte Papierstückchen auf die bereits fertigen Kalender kleben.
Von der ersten Sekunde an weiss man, dass Stéphane eine bizarre Beziehnung zur Realität hat. Man sieht ihn wirrloses Zeugs in einem imaginären Kochstudio kochen, in dem er seine Träume einbindet, welche sich dann allerdings wieder mit der Realiät überschneiden. Einmal kocht er mit 7" Vinyl-Platten die musikalische Auswahl des Tages, garniert mit Spaghetti für zwei Personen. Das nächste Mal gibt's eine Sendung über eine Zeitmaschine, welche dann aber auch im echten Leben eine Rolle spielt. Zu behaupten, dass dieser Zustand Stéphanes Leben beeinflusst, wäre eine Untertreibung.
Als Stéphane (Charlotte Gainsbourg), die Bewohnerin der ihm gegenüber liegenden Wohnung kennen lernt, bahnt sich eine romantische Beziehung an. Mit Hilfe von kindlichen Spielen, die in seinen Träumen ausarten (keine Angst, nicht so wie man meint), gewinnt er Stéphanies Freundschaft. Als er aber während des tagträumens Stéphanie einen Brief, mit dem er ihr die Liebe kündet, zuspielt, beginnt sich dies als Fehler zu entpuppen...
Kinofilm-Rating
The Science of Sleep ist chaotisch und kunterbunt. Viele Ideen sind herzig ausgeführt, aber schlussendlich fragt man sich: Was soll das ganze? Richtige Lacher gabs nämlich nur in Stéphanes realem Leben, und zwar hauptsächlich wenn er bei den Kalenderzusammenklebern arbeitet. Seine drei Kollegen sind nämlich so richtige Kindsköpfe, speziell der älteste des Trios, der nur eines im Kopf hat: Frauen.
Nur ist das reale Leben bei The Science of Sleep, wie schon der Titel vermuten lässt, nicht wirklich die Haupthandlung. Wobei man das wie gesagt gar nicht so genau behaupten kann, wird es doch Teils sehr schwierig zu wissen, auf welcher Ebene man sich nun befindet. Die Kopfkratz-Momente überhäufen leider die wirklich witzigen Szenen, was eigentlich ein guter Mix sein könnte, doch leider auch den Bach ab gehen kann.
Wer schon immer ein eher kindliches Gemüt hatte, und Gael García Bernal gerne zuschaut, der wird an The Science of Sleep sicher Gefallen finden. Allen Anschein nach gibt es Leute, die auf die Schlafwissenschaft abfahren. Nachvollziehbar. Und nicht zuletzt wegen des sexy englischen Akzents der weiblichen Hauptdarstellerin.
![]()
4.4 Sterne (33 Bewertungen) | 15 Kommentare



