Saw II (2005)
Saw II - Das Spiel geht weiter...
Saw II (2005) Saw II - Das Spiel geht weiter...
Oder: es ist angerichtet!
Wir erinnern uns: Der mysteriöse Killer "Jigsaw" hat Menschen entführt, um sie vor eine tödliche Aufgabe zu stellen. Waren die Opfer bereit, sich selber enormen Schmerz zuzufügen, kamen sie knapp mit dem Leben davon. Die Polizeiermittlungen gegen den Mörder verliefen im nichts. Ermittelnder Detective Eric Matthews (Donnie Wahlberg) hat daraufhin seinen Job gegen Büroarbeit eingetauscht.
Doch einige Jahre später: Jigsaw mordet wieder - und diesmal triffts Eric persönlich: Sein Sohn befindet sich zusammen mit einer Handvoll weiteren Opfer in einem Haus voller Fallen. Aus dem Haus führt nur das Lösen wirrer Rätsel. Gelingt dies nicht, folgt in spätestens zwei Stunden der qualvolle Tod durch Nervengas. Eines der Opfer kennt die Regeln bereits: Amanda (Shawnee Smith) war bereits einmal Jigsaw entkommen. Doch auch sie kann nicht verhindern, dass bereits nach wenigen Minuten der erste Tote zu beklagen ist.
Eric gelingt es, Jigsaw (Tobin Bell) in seinem Todeslabor aufzuspüren. Doch dieser hat ihn bereits erwartet. Lässt Eric sich auf sein Spiel ein, wird sein Sohn überleben...
Kinofilm-Rating
Selbst im deutschen Fernsehen wird mit der Tagline "Oh yes, there will be blood" geworben. Und wer Saw gesehen hat, der weiss, dass das nur leicht untertrieben ist. Auch Teil zwei wartet mit allerlei sadistischen, brutalen Szenen auf. Da wird verbrannt, Köpfe zerquetscht und zertrümmert, was das Zeugs äh Fleisch hält.
Wartete der erste Teil noch mit wirren Twists auf, folgt seine Fortsetzung nun einer klareren Linie. Dass diesmal gleich von Beginn an eine ganze Menge Menschen in der Falle stecken, macht die ganze Sache insofern unterhaltsamer, da von Anfang an klar ist, das wohl fast alle die nächsten 93 Filmminuten nicht überleben werden. Um mehr über die Motive des Killers zu erfahren, haben die Drehbuchautoren in Saw II den Subplot mit dem Kreuzverhör von Jigsaw eingeführt. Das ganze in altbekannter, stylisher Art mit fetziger Musik und schnellen Schnitten gedreht, lässt auf gute Unterhaltung hoffen.
Die Hoffnungen werden allerdings nur bedingt erfüllt. Irgendwann sind die voyeuristischen Züge eines jeden befriedigt und der "hui, was hätte ich an seiner Stelle gemacht"-Effekt verblasst. Dann wünscht man sich sehnlichst etwas mehr (blutiges?) Fleisch am Knochen der Geschichte. Die Charakter sind allesamt leider fade und uninteressant. So kommt kaum Mitgefühl auf, wenn einer ins Gras beisst bzw. in eine Grube voller Spritzen fällt. Einzig Tobin Bell als sadistischer Killer mit seinem Gott-Komplex vermag richtig zu überzeugen.
Alles in allem reicht es dann doch noch für ein "gut" - vor allem auch dank des einmal mehr ziemlich überraschenden Endes, welches wiederum alle Möglichkeiten für eine weitere Fortsetzung offen lässt... Na dann - en Guete!
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3.9 Sterne (145 Bewertungen) | 39 Kommentare



