Rumor has it (2005)
Wo die Liebe hinfällt
Rumor has it (2005) Wo die Liebe hinfällt
Oder: Cowboy als Familienliebhaber
Die New Yorker Todesanzeigenverfasserin Sarah Huttinger (Jennifer Aniston) fliegt mit ihrem Verlobten Jeff (Mark Ruffalo) zur Hochzeit ihrer Schwester nach Pasadena. In diesem Vorort von Los Angeles gab es in den Sechziger Jahren einen handfesten Skandal, als eine reifere Dame den Freund ihrer Tochter verführte. Aus der Affäre entstand ein Buch und das Buch wurde verfilmt. The Graduate hiessen beide Fassungen und eine der Hauptfiguren darin, "Mrs. Robinson", wurde damals sogar von Simon and Garfunkel besungen.
Natürlich kennt auch Sarah, die schon immer das Gefühl hatte, ein bisschen anders zu ticken als ihre restlichen Familienmitglieder, diese "moderne Sage". Als sich während des Hochzeitbanketts herausstellt, dass ihre Grossmutter Katherine (Shirley MacLaine) die Inspiration zu Mrs. Robinson gab, denkt Sarah zu wissen, wieso sie sich in ihren Verwandten nicht wieder erkennt. Denn auch Sarahs inzwischen verstorbene Mutter hatte damals Riesenbammel vor der Hochzeit und floh mit der Liebe ihres Lebens für kurze Zeit nach Mexiko - genau neun Monate vor Sarahs Geburt. Der Mann, der von ihrer Grossmutter verführt und im Kino von Dustin Hoffmann gespielt wurde, könnte also Sarahs Vater sein. Sie muss den geheimnisvollen Beau Burroughs (Kevin Costner) kennen lernen und fliegt deshalb nach San Francisco an eine Internet-Tagung, wo Burroughs eine Rede halten wird...
DVD-Rating
Natürlich, natürlich. Wer sich Kinofan schimpft und die letzten paar Jahre sich durch die diversesten sogenannten "Klassiker" der Filmgeschichte schaute, der wird an The Graduate nicht vorbeigekommen sein. Und spätestens wenn Paul Simon und Art Garfunkel ihr "Mrs. Robinson" anstimmen, dann dämmerts auch denjenigen Banausen, die Dustin Hoffman nur als Hippie-Papa aus Meet the Fockers kennen.
Rumor has it präsentiert sich als altbackene US-Komödie, die ihr Pulver eigentlich schon mit der Tagline "based on a true rumor" verschiesst und folglich im Film an sich nicht Neues bieten kann. Ausserdem tummeln sich mit Jennifer Aniston und Kevin Costner zwei Schauspieler, die zwar bekannte Namen haben, aber in grossen Produktionen schon länger nicht (mehr) überzeugen konnten. Bei Kevin Costner besteht die Chance, dass er sich mit einem neuen Western wieder aus diesem Tief ziehen kann, während die "Rachel" aus Friends wohl als ewiges TV-Schnuckelchen und Ex-Frau Pitt in Erinnerung bleiben wird.
Als Highlight in diesem witz-, handlungs- und spannungsarmen Film bedarf es dann schon der Klasse einer Shirley MacLaine, die immerhin ein paar treffende Sprüche in Sachen Männer zum Besten gibt. Mark Ruffalo, dessen Just like Heaven auch grad dieser Tage auf DVD erscheint, gibt den Traumfreund nett, aber harmlos. Ihm hätte der Drehbuchschreiber allerdings ein cooles Ende hinzaubern können, hat das aber gewaltig verpatzt.
Fazit: Rumor has it ist Dutzendware aus den Fliessbandfabriken Hollywoods. Mit Namen, die kaum ziehen, und einer Geschichte, aus der man einiges mehr rauskitzeln hätte können, präsentiert sich das Ganze als langweiliges Filmchen, dessen Hauptfiguren weder Witz noch Romantik versprühen. Ja, sogar der gewissen Funken fehlt, der es auch mal schafft, aus einem Durchschnittsfilm etwas besseres zu machen. So ist es der Altstar, der für die Sternli zu sorgen hat.
Die DVD kommt ebenso bieder daher und bietet ausser dem Trailer zum Film keine Extras. Davon kann man halten, was man will.
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2.8 Sterne (49 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 28.04.2006
- Bildformat: 1.85:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Trailer



