Robots (2005)
Robots (2005)
Oder: Als die Terminatoren noch niedlich waren
Der junge Rodney Copperbottom (Stimme von Ewan McGregor) ist ein spezieller Roboter. Seine Eltern sind zwar nicht die Reichsten, aber der Kleine hat immer was zum rumspielen zuhause. Sein grösster Traum ist es, ein Erfinder zu werden. Wie sein grosses Idol, der grösste Roboter der Welt namens Bigweld (Stimme von Mel Brooks). Dieser hat seine grosse Firma in Robot-City und erfindet Sachen, die den älteren Modellen helfen, sich im Leben zurecht zu finden.
Eines Tages scheint Rodney die Erfindung gemacht zu haben, auf die die Welt wartet. Er verabschiedet sich von seinen Eltern, von denen der Vater als sprichwörtlicher Tellerwäscher arbeitet, und reist nach Robot-City. Die grosse Stadt ist alles das, was sich Rodney immer erträumt hatte. Hier wird er es zu was bringen. Glaubt er.
Kurz nach der Ankunft begegnet er dem plappernden und nervösen Fender (Stimme von Robin Williams), der ihn zuerst mal auf den richtigen Weg führt. Doch bei der grossen Bigweld-Firma sieht es leider nicht mehr so freundlich aus, wie in den Werbespots. Rodney wird nicht mal zum Haupteingang reingelassen. Und überhaupt. Wo ist Bigweld? Den sucht man nämlich schon seit einiger Zeit.
Ratchet (Stimme von Greg Kinnear) hat das Szepter in die Hand genommen und hat nur ein Ziel. Profit! Und das will er mit Upgrades für die Roboter erreichen. Die alten Exemplare werden eingesammelt und vernichtet. Neu und glänzend soll Robot-City erstrahlen, wenn es nach seinem Wunsch geht.
Doch unser Rodney lässt sich nicht so schnell aus der Stadt vertreiben und seine Träume vergessen. Zusammen mit Quasselkopf Fender, dessen Schwester und einigen anderen Altmodellen will Rodney den vermissten Bigweld finden und Robot-City wieder zu dem machen, von dem er immer geträumt hat. Dass da Ratchet und Konsorten etwas dagegen haben, ist logisch. Und es sieht fast so aus, als hätten unsere klapprigen Helden keine Chance. Oder doch?
Kinofilm-Rating
Der Trailer kam mir recht komisch rein. Irgendwie hab ichs nicht so mit Robotern, die in Animationsfilmen auftauchen. Aber das ganze ist ja schliesslich "von den Machern von Ice Age" (wies auf jeden Plakat steht) und die Jungs werden schon wissen, wie sie uns im Kino zu begeistern haben. Denn das Eiszeitabenteuer war wirklich lustig. Und Roboter haben schliesslich unendlich viele Möglichkeiten, irgendwelche Witze einzubauen oder abstruse Gestalten zu kreieren. Also ging ich mit etwas gemischten Gefühlen in diesen Film und kam mit ebensolchen wieder raus.
Grundsätzlich ist der Film in Ordnung. Die Figuren sind gut animiert, die Geschichte wie meistens unspektakulär und die Sprecher machen ihre Sache gut. Okay, wir hatten uns leider mit der deutschen Fassung begnügen müssen, aber ein Michael Herbig, den wir natürlich als "Bully" kennen, war schon recht witzig. Was man von anderen Sprechern und Figuren leider nicht wirklich behaupten kann. Die Witze waren für mich (zu) spärlich gesät und ausser bei der Interpretation von Britney Spears und dem Ausruf "Riiiicola" konnte ich höchstens ein paar Mal schmunzeln. Die beiden erwähnten Szenen sind aber wirklich komisch. Aber ob der Ausruf für das Hustenzeltli wirklich bei allen den richtigen Effekt erzielt hat, bleibt fraglich. Denn die Reaktion (meine ausgenommen) war darauf eher schwach.
Überhaupt funkte es zwischen Film und Publikum nur selten. Dass Robots ganz auf die Zielgruppe Kinder gerichtet ist, finde ich schade. Denn ein älteres Publikum hätte sicherlich auch Freude gehabt an dummen Sprüchen und zweideutigen Aktionen, die hier für Kinderaugen sang- und klanglos verpuffen. Dass dann am Ende die bösen Roboter eins auf den Deckel kriegen, kam natürlich beim Publikum wiederum gut an, während ich auf die Uhr schauend, auf das definitive Ende wartete.
Fazit: Robots wurde zwar von den gleichen Leuten gemacht, wie Ice Age, kann aber bei weitem nicht an dessen Unterhaltungswert anknüpfen. Ich gehe sogar soweit, dass der Roboterfilm zwar handwerklich überzeugt und für Trickfilmfreunde sicherlich okay ist, der aber inhaltlich und im Bereich der Unterhaltung ganz und gar nicht meinen Anforderungen für einen solchen Film entspricht. Es mag vielleicht daran gelegen haben, dass wir die deutsche Version angeschaut haben und wenn ich daran denke, dass im Original ein Robin Williams so richtig die Sau raus lassen kann, dann werde ich wohl nicht darum herumkommen, diesen Film nochmals zu gucken. Aber dieses Mal im Original, dass hoffentlich mehr Spritz, Witz und Gags enthält, als die deutsche Version.
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3.4 Sterne (60 Bewertungen) | 16 Kommentare




