Racing Stripes (2005)

Renn Zebra Renn

Racing Stripes (2005) Renn Zebra Renn

Oder: Sea(bra)biscuit für die Kleinen

Racing Stripes

Wenn die Spass haben, kommt was cooles raus...

Es regnet. Es blitzt und es donnert. Ein heftiges Gewitter bricht über die Wagenkolonne des Zirkus herein. Und in der Hektik des Helfens, des Wagen anschiebens und des Sachen umräumens, passiert das unvermeidliche. Es bleibt eine Kiste zurück. Und darin sind nicht etwa die neuesten Zirkuskostüme, sondern was ganz anderes. Nämlich ein Baby-Zebra. *jööööh*...

Natürlich bleibt das kleine Streifending nicht lange alleine. Denn just in dieser Nacht fährt der ehemalige Pferdetrainer Nolan Walsh (Bruce Greenwood) mit seinem Auto durch das unfreundliche Wetter. Und während man noch hofft, dass er die Kiste mit dem Zebra sieht, überfährt er es auch schon und hinterlässt a bloody mess...

Racing Stripes

"Kommt ein Pony in eine Bar..."

Nein, ist natürlich Quatsch. Er rettet dänk das kleine Zebra, päppelt es auf seiner Farm auf und seine Tochter Channing (Hayden Pannettiere) schliesst es ebenfalls sogleich ins Herz. Ebenso wie die anderen Tiere der Farm, wie zum Beispiel das Pony Tucker (Stimme von Dustin Hoffman), die Ziege Franny (Stimme von Whoopie Goldberg) oder auch Lightning (Stimme von Snoop Dogg), der ewig schlafende Wachhund.

Die Jahre vergehen und Stripes (Stimme von Frankie Muniz), so wird das Zebra seit damals genannt, träumt einen Traum. Er will ebenso ein grosses Rennpferd werden, wie all die anderen Galopper da unten auf der Rennbahn. Er ist schnell, das weiss er. Aber er ist leider "nur" ein Zebra. Und das lassen ihn die anderen Rennpferde auch andauernd merken. Nur die Stute Sandy (Stimme von Mandy Moore) hält zu ihm und kann mit den stolzen, aber etwas dümmlichen, jungen Pferden von nebenan nichts anfangen.

Racing Stripes

*wieher*, *gröhl*, *määh*, den kenn ich....

Natürlich will das Zebra es allen zeigen. Und ebenso natürlich werden Stripes und Channing am grossen Preis von Kentucky mitreiten dürfen. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg, denn Vater Nolan hat sich geschworen, nie mehr ein Pferd zu trainieren. Zum Glück ist Stripes ja kein Pferd und so nähert sich der D-Day. Das grosse Rennen. Das noch grössere Duell. Zebra gegen Rennpferd. Sympathischer Vater gegen unsympathische Pferdebesitzerin (Wendie Malick). Doch mit Hilfe des Mafia-Pelikans namens Goose (Stimme von Joe Pantoliano) und zweier geschwätziger Fliegen (Stimmen von David Spade und Steve Harvey) sollte es doch eigentlich klappen. Oder?


Kinofilm-Rating

Erinnert sich noch jemand an Babe, das sprechende Schwein? Das mag jetzt allgemein erstaunen, aber den Film fand ich nicht mal so übel. Warum? Weil ich damals die Originalfassung gesehen habe und die Sprüche auf Englisch halt schon hin und wieder zum schmunzeln anregen. Von der Schwyzerdütschen Fassung will ich hier nicht anfangen. Das Zielpublikum konnte wahrscheinlich noch nicht mal selber aufs Klo gehen und genau so hats dann auch getönt. Bei Racing Stripes ist es genau so. Allerdings ist hier zum Glück noch keine U-3-Version auf Schwyzerdütsch vorhanden und das Review bezieht sich auch auf die englische Originalfassung.

Das dieser Zebra-wird-zum-Rennpferd-Film keine Spannung für über 8-Jährige bietet, versteht sich von selbst. Auch dass schlussendlich das Gute siegt und das Zebra mit dem Glauben an sich selber das schier unmögliche möglich macht, wird niemanden gross überraschen. Ebenso wenig die Tatsache, dass die Geschichte, die sich zwischen den Menschen abspielt langweilig und uninteressant ist. Denn hier sind es klar die Tiere, respektive deren Stimmen, die den Film einigermassen okay machen.

Allen voran unterhält Dustin Hoffman als Pony. Seine Streitgespräche mit Ziege Whoopie Goldberg sind lustig. Frankie Muniz als Zebra ist eine Spassbremse und Snoop Dogg als *räusper* Wachhund bringt den Spruch des Filmes. *Fo Shizzle* Wer mir aber wirklich am besten gefallen hat, war der Pelikan aus der Grossstadt. Joe Pantoliano, den man aus Filmen wie The Matrix oder Bad Boys kennt, bringt den Mafioso gut rüber. Auch die beiden Fliegen sind hin und wieder witzig. Vor allem ihr "Ebony and Ivory"-Ständchen auf dem Fell des Zebras fand ich gelungen.

Fazit: Racing Stripes ist nicht so grottenschlecht, wie ichs befürchtet hatte. Die eine oder andere Szene vermag wirklich zu unterhalten, während dann wieder die grosse Langeweile auftritt. Die Computeranimationen der Viecher sind mehr oder weniger okay (ausser beim Pony vs. Pferd, The Fast and the Furious-mässigen Wettlauf ging die Animation doll daneben). Unterhalten wurde ich nicht sehr gut, aber dafür bin ich auch die falsche Zielgruppe. Wer sich auf das Abenteuer einlassen will, dem empfehle ich die englische Originalversion, denn einige der Sprüche können einfach nur auf Englisch gut sein.

2.6 Sterne
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10.03.2005 / muri