The Proposition (2005)
Tödliches Angebot
The Proposition (2005) Tödliches Angebot
Oder: Bist du bereit zu sterben?
Die Gang der Burns-Familie sorgt für Angst und Schrecken in Australien der späten Western-Zeit. Arthur (Danny Huston) und seine Brüder Charlie (Guy Pearce) und Mike (Richard Wilson) haben eine jugne Frau vergewaltigt und danach die ganze Familie brutal ermordet. Und aus diesem Grund ist der englische Captain Stanley (Ray Winstone) ihnen auf den Fersen.
Und einen kleinen Erfolg kann er sich gutschreiben lassen. Charlie und Mike sind in seiner Gewalt. Nach einer Schiesserei hat er die beiden Brüder festnehmen können. Jedoch ist der Anführer Arthur noch auf freiem Fuss. Aus diesem Grund lässt sich der Captain auf ein gefährliches Spiel ein. Er lässt Charlie frei und offeriert ihm das Leben seines kleinen Bruder Mike, wenn er seinen älteren Bruder Arthur tötet. Doch dieser hat sich irgendwo in den Bergen verschanzt. Dort wo sich kein Mensch (ob eingeboren oder zugezogen) hintraut, soll Charlie zwischen seinen Brüdern entscheiden.
Während Charlie sich auf den Weg ins Unbekannte macht, fängt Bürgermeister Fletcher (David Wenham) an, die Dorfbewohner gegen die Machenschaften des Sheriffs auf zu bringen. Er fordert Gerechtigkeit und somit auch die Tötung des inhaftierten Mike. Sogar Stanleys Ehefrau (Emily Watson) wird Zeuge dieser Revolte und bringt den Captain in eine missliche Lage.
DVD-Rating
Aus Australien kommen vermehrt interessante Filme. The Proposition ist ein Western mit Schiessereien, Prügeleien und vor allem dreckigen Kampfszenen. Die Leute sind mehrheitlich gezeichnet vom damaligen Leben, haben fettige Haare, Wunden im Gesicht oder sind lumpig gekleidet. Ja, die Zeit damals war hart und blutig. Und genau das verkörpert The Proposition hervorragend.
Die Ausgangslage des Films ist schnell erzählt. Ein Mann muss sich entscheiden, welchen seiner Brüder er sterben lässt. Und auf dem Weg zu dieser Entscheidung kriegt der Zuschauer schöne, stimmungsvolle Bilder zu sehen, die zeitweise jäh durch irgendwelche blutigen Attacken unterbrochen werden. Die Geschichte, übrigens aus der Feder des Sängers Nick Cave, ist sehr atmosphärisch und beängstigend und die hervorragenden Schauspieler tun das Restliche, um dem Film Glaubwürdigkeit und Interesse zu verleihen.
Guy Pearce als abgemagerter Mann mit fettigem Haar, Ray Winstone als um Zivilisation bemühter Sheriff oder John Hurt als knallharter Kopfgeldjäger. Sie und viele mehr zeigen, wie das Leben vor langer Zeit auf dem damals noch recht trostlosen Kontinent war und was die Menschen erdulden mussten. Ein paar Mal sieht man ausserdem recht blutige Szenen (Peitschenhiebe auf dem Rücken, einem Aboriginal wird das Gesicht weggeschossen), so dass man keinesfalls von einem Hochglanz-Western sprechen kann.
Fazit: The Proposition ist ernst und zeitweise knallhart. Da ist kein Platz für Sentimentalitäten, Witz oder Annäherungen zwischen den Menschen. Die Zeit damals war dreckig, ungerecht und hässlich. Und genau das schafft der Film zum grössten Teil auf den TV-Schirm zu bringen. Leider nicht mehr, aber ganz bestimmt nicht weniger.
Die DVD hat ausser einer Trailershow keinerlei Extras zu bieten. Dafür ist das Bild recht gut gelungen, in dem man trotz der zeitweise verwackelten Bilder nie gross an der Qualität zweifeln muss.
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4.4 Sterne (21 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 16.05.2007
- Bildformat: 2.40:1 (16:9 widescreen)
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Trailershow



