Pooh's Heffalump Movie (2005)

Pooh's Heffalump Movie (2005)

Oder: Plüschtiere in Not!

Pooh's Heffalump Movie

*kreiiiisch*, ein Review!

Der Hundertmorgenwald ist in Aufregung. Also, nicht direkt der Wald an sich, aber dessen Bewohner. Die werden nämlich von einem lauten und durch Mark und Bein gehendes Tröten aus ihren Träumen geweckt und verschreckt. Und als dann noch komische, riesengrosse Fussabdrücke entdeckt werden, geht die Panik erst richtig los.

Winnie Puuh, der ewig Honig naschende Bär und seine Freunde Piglet, Tigger und Eyore (oder auch I-Aah) kontaktieren zusammen mit dem kleinen Ruh denjenigen, der eigentlich immer auf alles eine Antwort weiss: Rabbit. Und dieser kommt dann auch zum finalen Ergebnis, dass die Heffalumps im Wald sind.

Pooh's Heffalump Movie

"Gassi gehen" mal anders

Heffalumps hat man zwar im Hundertmorgenwald noch nie erblickt, aber wie sie aussehen, wissen die Freunde ganz genau. Elefanten, in der Art. Mit Hörnern und einem Stachelschwanz. Halt einfach ganz gfürchige und gefrässige Viecher. Und um ihnen den Gar aus zu machen, stellt man schnurstracks eine Heffalump-Fang-Expedition zusammen. Dass der kleine Ruh da nicht mitmachen darf, ärgert ihn ganz gewaltig. Denn wiedermal ist er zu klein und zu jung, um bei einem richtigen Abenteuer dabei sein zu dürfen. Also schleicht er sich am Morgen früh eigenständig aus seiner Wohnung und macht sich alleine auf die Suche nach dem Heffalump....

Pooh's Heffalump Movie

Das ist die perfekte Falle, der perfekte Tag....

Und siehe da! Während die grosse Expedition nur mühsam vorwärts kommt, macht Ruh eine komische, aber auch freundliche Entdeckung. Er trifft auf Lumpi. Einen kleinen Heffalump, der den kleinen Ruh sofort ins Herz schliesst. Die beiden neuen Freunde toben den ganzen Tag umher, singen Lieder, spielen miteinander und haben mächtig Spass. Als Mama Heffalump den Kleinen zurück ruft, will Ruh nur noch schnell Lumpi seinen Freunden vorstellen. Doch das ewige Spielen hat die beiden in eine Gegend laufen lassen, aus der sie alleine nicht mehr nach Hause finden....

Werden die ungleichen Freunde ihre Mütter wieder finden? Wie werden Tigger und Co. auf den Heffalump reagieren. Ein Ding, das sie eigentlich fürchten und gefangen nehmen wollen? Und wie wird es mit dem neuen Freund weitergehen?


Kinofilm-Rating

Wenn immer ein Film mit Winnie Puuh irgendwo im Kino läuft, ist es wert, diesen zu sehen. Dort, im Hundertmorgenwald, wo die Welt noch unschuldig und schön ist, die Probleme sich auf Kleinigkeiten beschränken und sich allesamt lieb haben. Einfach eintauchen, in eine schön gezeichnete Welt, mit lustigen Figuren und kindgerechten Geschichten. Halt den Alltag mal für etwas mehr als eine Stunde vergessen und einfach die schönen und vor allem niedlichen Bilder geniessen. Denn so, wie sich Filme wie dieser hier präsentieren, sollte hin und wieder ein Trickfilm sein.

Ganz klar, dass Poohs Heffalump Movie auf die Kleinen zielt. Ebenso klar, dass sich diese Racker dann begeistern können, wenn "the silly old Bear" in den Topf voll Honig plumpst, der ewig bouncende Tigger irgendwo in eine Wand hüpft und der Liebling aller Depressiven, Eyore der Esel, wieder seine niedlichen Sprüche ablässt. Da lacht das Kinderherz und auch Erwachsenen drückt es die eine oder andere Träne in die Augen oder ein Schmunzeln aufs Gesicht. Bei diesem Abenteuer stehen aber leider nicht die klassischen "Helden" im Mittelpunkt, sondern der kleine Ruh. Der Sohn von Kanga. (Kanga + Ruh = Känguruh...)

Die Geschichte ist einfach und bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Message dahinter allerdings schon eher. Denn vor allem für die Kleinen ist es wichtig, Freundschaften mit dem Herz zu finden und zu pflegen. Egal, was andere sagen. Dass diese Aussage natürlich auch für Erwachsene gilt, wird erst auf den zweiten Blick klar.

Trotz dem vielen Singen (die Songs sind aber sehr kurz und wirklich schön), den einfachen Witzchen und dem Zeigefinger, kann dieser Film sehr gut unterhalten. Er ist zwar erstaunlich kurz (knapp über 60 Minuten), vermag aber durchaus die Aufmerksamkeit auf die Leinwand zu lenken. Und auch wenn die erste Vorstellung eines Heffalumps ein bisschen sehr strange und komisch farbig daherkommt, so hat mir der Film wirklich gut gefallen. Über Niedlichkeit, Kitsch und Konsorten darf man hier nicht debattieren. Hey, es ist ein Kinderfilm. Mit Message. Mehr will er nicht sein. Und das ist gut so.

Fazit: Wer auf die Geschichten aus dem Hundertmorgenwald steht, Piglets Big Movie kennt und auch sonst die eine oder andere DVD zuhause hat, wird hier nicht enttäuscht. Zwar konnten wir den Film "nur" in deutscher Fassung sehen (laut Verleih, wird's keine englische Version in der Schweiz geben, oder wenn, dann nur als Ausnahme), was aber dem Ganzen keinen Abbruch tut. Und für das, dass man den Film erst nur auf DVD rausbringen wolle und erst im letzten Moment doch noch einen Kinostart wählte, spricht IMO für die Qualität des Ganzen.

4.1 Sterne
4.1 Sterne (9 Bewertungen) | 3 Kommentare

3.53.5
04.03.2005 / muri