The Piano Tuner of Earthquakes (2005)
The Piano Tuner of Earthquakes (2005)
Oder: The Island of Dr. Droz
Die berühmte Opernsängerin Malvina (Amira Casar) wird während einem Konzert ermordet und ihre Leiche vom seltsamen Doktor Droz auf eine neblige Insel entführt. Mit sechs Gärtnern und einer verführerischen Dame des Hauses bastelt der Doktor dort Musikautomaten. Der Klavierstimmer Felisberto (Cesar Sarachu) wird kurz darauf engagiert, um die Automaten auf Vordermann zu bringen. Richtig vorwärts kommt er aber nicht. Die Dame des Hauses will ihm an die Wäsche. Der Doktor nervt mit schwurbligen Dialogen und aus dem Wald erklingt eine bezirzende weibliche Stimme. Malvina wurde von Doktor Droze wieder zum Leben erweckt, hat aber noch nicht wieder alle Tassen im Schrank. Felisberto ist trotzdem ziemlich spitz auf sie und kommt hinter das diabolischen Vorhaben, das der Doktor mit dunkelhaarigen Schönheit plant. Er beschliesst Malvina zu befreien...
Kinofilm-Rating
Die Wachowskis, die Coens und die Pangs kennt man schon als filmische Brüderpaare. Neu stossen die Quay Brothers dazu. Im einzelnen sind dies Timothy und Steven und zusammen gehören sie neben den Aardman Studios zu den wichtigsten Vertretern der britischen Animationskunst (Eigenwerbung im Locarno-Katalog).
Ihr zweiter Spielfilm nach einer Gazillion Kurzfilme ist schwer einzuordnen und es passt deshalb gut, dass Terry Gilliam als Produzent des Streifens figuriert. Man platziert den Film am besten irgendwo zwischen Jean-Pierre Jeunets La Cité des Enfants perdus und einem Laientheater für Immigranten, das mit David Hamiltons Weichzeichner hantiert. Mit Gottfried John in einer tragenden Rolle, ist es nach The Rising schon der zweite Film in Locarno mit einem Ex-Bösewicht aus einem Brosnan-Bond. Der Arme muss aber schrecklich übersexualisierte Dialoge über weibliche Stimmbänder zum besten geben. Man kann die nur halbwegs ordentlich auf Englisch radebrechenden, dafür um so theatralischer agierenden Schauspieler wirklich nicht ernst nehmen und die Story bleibt neblig, wie die Insel auf der sie sie spielt.
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