Mr. and Mrs. Smith (2005)

Mr. and Mrs. Smith (2005)

Oder: Berufskiller in der Eheberatung

"Wir sind seit 5 Jahren verheiratet."
"6 Jahre!"
"Ja, so 5 bis 6 Jahre halt..."

Mr. and Mrs. Smith

Heimliches Händchenhalten?

John Smith (Brad Pitt) ist seit so 5 bis 6 Jahren mit Jane Smith (Angelina Jolie) verheiratet und irgendwie kriselt es in der Ehe. Man könnte sagen, dass sie etwas aneinander vorbei leben. Es ist halt nicht mehr wie früher, vor ca. 5 bis 6 Jahren, als sie sich in Kolumbien in einer Bar in Bogota kennen gelernt haben. Da mussten sie sich nur in die Augen schauen und schon wussten sie, wie sehr sie sich gegenseitig brauchen. Nun, vorbei ists mit dem Knistern und da soll nun eine Eheberatung Abhilfe verschaffen. Man muss aber auch sehen, dass es nicht ganz einfach ist ein geregeltes Eheleben zu haben, wenn beide erwerbstätig sind und nicht ganz so regelmässige Arbeitszeiten haben.

"Klar sind wir ehrlich zueinander, doch man kann nie alles erzählen und alles über den anderen wissen. Jeder hat halt so seine paar kleinen Geheimnisse."

Mr. and Mrs. Smith

"Honey, where are you?"

Das ist so in etwa der Stand, wie die beiden einander kennen: John, Architekt in irgendeiner kleinen Bude und Jane hochrangige IT-Spezialistin. Doch die beiden haben definitiv ein kleines Geheimnis und interessanterweise auch noch dasselbe: Sie sind die Top-Attentäter die ihre konkurrierenden Auftragsgeber jeweils haben. Lustigerweise klappt das ganz gut, solange die andere Person nicht im Geringsten mitbekommt was da genau vor sich geht. Lange kann das nicht gut gehen und erst recht nicht, wenn beide sich um die gleiche Zielperson kümmern sollen. Die Tarnung fliegt auf und beide erhalten als neuen Auftrag die Ausschaltung des anderen.

"Du schlägst dich ganz gut, Baby."
"Du kannst aber auch so einiges einstecken, Darling."


Kinofilm-Rating

Während des ganzen Films scheint das grösste Problem von John und Jane ihre Ehekrise zu sein. Egal mit was für kniffligen Aufträgen sie es zu tun haben, im richtigen Leben will es einfach nicht so klappen. Mit den Schnitten in die sterile Eheberatung wird dieses Thema noch unterstrichen, wirkt sehr skurril und verleiht dem Film eine sehr amüsante Grundstimmung. Richtig lustig wird's aber bei den Banalitäten des Alltags und den Wissensdifferenzen die zwischen den beiden Auftragskillern und ihrer Umwelt herrschen. Irgendwie hat der Brad Pitt einfach so eine Art drauf, dass man ihm den Alltagskerl viel mehr abnimmt. Bei Ocean's Eleven hat er die ganze Zeit gegessen, als Mr. Smith ist es einfach das ganze Verhalten an und für sich, welches sehr glaubhaft wirkt. Doch auch Angelina Jolie spielt ihre Rolle überzeugend und hat immer alles im Griff, die Perfektionistin schlechthin.

"Ich mag sie ganz gut und ich denke wir kommen auch gar nicht so schlecht miteinander aus. Doch manchmal, also manchmal, da könnte ich sie einfach ... mmmmhhrrrr"

Selbstverständlich fehlt es aber durchaus nicht an Action: Massenhaft Schiessereien, eine spektakuläre Verfolgungsjagd, diverse Explosionen und vieles mehr. Vom Stil her kann man die Actionszenen mit Sequenzen aus Bond- und Matrixfilmen vergleichen, aber natürlich an die Situation und den Film angepasst. Zusammen mit der Ehekrise, der völlig professionellen Unsterblichkeit im Beruf und der Nicht-Rationalisierbarkeit der emotionalen Verbindung zwischen den Smiths, lässt es einem nicht langweilig werden. Als sie dann aufeinander losgehen wird's erst recht lustig, man stelle sich vor Jack Bauer und John McLane würden gegeneinander antreten ...

Einen Film den man gesehen haben muss. Nicht zu viel Action, nicht zu viel Romanze. Alltagsprobleme und nicht ganz alltägliche Situationen. Jede Menge lustiger Situationen und viele dumme Sprüche. Angelina und Brad. ...und was sagt uns das? Genau, der perfekte Film um zu zweit ins Kino zu gehen ;-)

4.3 Sterne
4.3 Sterne (247 Bewertungen) | 78 Kommentare

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29.05.2005 / pj