Monster-in-Law (2005)
Das Schwiegermonster
Monster-in-Law (2005) Das Schwiegermonster
Oder: We are Family!
Single sein ist mühsam. Zwar versuchen sich einige Menschen den Frust von der Seele zu arbeiten und nehmen diverse Jobs gleichzeitig an, aber so richtig glücklich werden tun sie nicht. Eine dieser Menschen ist die Hundesitterin/Künstlerin/Kellnerin Charlie (Jennifer Lopez), die zwar ihren Prinzen finden will, aber das aktiv suchen hat sie aufgegeben. Denn irgendwann wirds schon passieren.
Und siehe da, als sie mit ihren zu sittenden Hunden am Strand sitzt, joggt ein solcher Mann an ihr vorbei. Kevin (Michel Vartan) hat ebenfalls Gefallen an der attraktiven Latina gefunden und ist nicht unfroh, als er sie später wieder trifft. Doch bis zum endgültigen Zusammenkommen der beiden, solls noch einige Zeit dauern.
Gleichzeitig wird Kevins Mutti, die soeben vom TV-Studio gefeuerte Moderatorin Viola (Jane Fonda), in ein Sanatorium eingewiesen, nachdem die Entlassung ihr doch ein wenig auf die Gesundheit geschlagen hat. Zusammen mit ihrer Assistentin Ruby (Wanda Sykes) soll nun Ruhe einkehren und ihr Sohn der Mittelpunkt ihres Lebens sein. Doch dieser hat andere Pläne....
Kevin und Charlie haben nämlich beschlossen zu heiraten. Der Antrag findet beim ersten Aufeinandertreffen von Mutti und Schwiegertochter statt und die Weichen werden gesetzt. Mutti mag Schwiegertochter nicht und andersrum ists ebenso. Und die exzentrische Viola hat sich zum Ziel gesetzt, diese Gelegenheitsarbeiterin von ihrem Sohn fernzuhalten und die Beziehung zu vernichten. Und dafür hat sie so einiges an Plänen geschmiedet.
DVD-Rating
15 Jahre ists her, seit wir Jane Fonda in einem Hollywood-Film gesehen haben. Und nimmt man den gelungenen Enough raus, hat Jennifer Lopez fast auch so lange keinen guten Film abgeliefert. Da sticht Michel Vartan mit Filmen wie One Hour Photo grad ein bisschen raus.
Nein, natürlich ist Monster in Law ein Duell zwischen Alt und Jung. Zwischen Latina und "Good'Ol'Hollywood". Und dieser Zicken-Zweikampf wird auf schauspielerischer Ebene klar zu Gunsten von Jane Fonda entschieden. Man sieht ihr den Spass an, fragt sich aber gleichzeitig, warum sie denn zwischendurch solch blöde Szenen spielen musste. Aber auch die meistert sie stark. Jennifer Lopez nimmt mehr oder weniger ihre Standardrollen aus Maid in Manhattan oder The Weddingplaner wieder auf und spielt genau das, was man von ihr kennt. Dass das nicht besonders kribbelig ist, daran hat man sich als regelmässiger Kinogänger leider gewöhnen müssen.
Die Geschichte hätte eigentlich richtig witzig werden können. Hätte man nicht bei den wirklich interessanten Szenen die Handbremse angezogen und dem Spass ein bisschen freieren Lauf gelassen. Ein kleines War of the Roses hätte es werden können. Doch das war den Verantwortlichen wohl zu riskant und so präsentiert sich Monster in Law als harmloser Versuch, das Thema Romantik mit einer grantigen und gemeinen Schwiegermutter zu paaren. Einzig Wanda Sykes bringt mit ihren Sprüchen Humor und Witz in die Szenen und man wünscht sich, die anderen Rollen hätten sich diese freche und lustige Person als Vorbild genommen.
Fazit: Liegts daran, dass ich mich als Mann nicht wirklich für diese vermeintlichen "Komödien" nicht begeistern kann? Können wirklich nur Frauen herzhaft lachen, wenn ein Gesicht diverse Male in die Torte gedrückt wird und ein Designerkleid aus dem Fenster fliegt? Antworten darauf entziehen sich meiner Kenntnis und so war Monster in Law halt *ääh* nett, belanglos und zeitweise sogar richtig langweilig. Irgendwie hätte ich mir das Comeback von Jane Fonda besser erhofft.
Als Extras hat man auf der vorliegenden DVD einiges anzuklicken. Den ganzen Film kann man mit Audiokommentar (richtig witzig) angucken und ausserdem noch einige andere Features erforschen. Nicht verwendete Szenen sind interessanter als die verpatzten Kollegen, die meist aus Versprecher, kopulierenden Hunden oder Lachanfällen der Superstars bestehen. Bei den Deleted Scenes hingegen sind Frauenkämpfe in Hochzeitskleidern oder nette Einschübe mit Maschinengewehren zu sehen. Die hätten sicherlich auch gut in den finalen Film gepasst. Dass die Assistentin der von Jane Fonda verkörperten Figur Party machen kann, darf sie in einem kleinen Feature beweisen, dass sie tanzend mit attraktiven Männern zeigt. Unter dem Deckmantel "Dokumentationen" wird gelobt, verehrt und natürlich ausschliesslich Gutes über die Mit-Akteure gesagt. Features über das Comeback von Jane Fonda, ein von Komplimenten überlaufendes Feature über Jennifer Lopez oder die Pokerleidenschaft von Michel Vartan. Das sind nur einige der Themen, die hier behandelt werden. Dazu kommen noch Filmchen über die Mode des Films und natürlich den Lifestyle, der ja ach so cool zu sein scheint. Ein Hinweis (mit Anklickmöglichkeit) auf den Soundtrack und die offiziellen Trailer und Teaser zum Film schliessen das durchaus akzeptable Angebot an Extras ab.
![]()
2.9 Sterne (51 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 09.11.2005
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
- Extras: Audiokommentar, Deleted Scenes, Verpatzte Szenen, Rubys Make-up-Koffer, Dokumentationen, Trailer



