The Matador (2005)
Mord und Margaritas
The Matador (2005) Mord und Margaritas
Oder: Fuckedy-Fuck
Danny Wright (Greg Kinnear) ist auf einer Geschäftsreise in Mexico, um einen zukunftsweisenden Deal einzufädeln. Zusammen mit seinem Businesspartner macht er sich grosse Hoffnungen, mit der Zusage des Kunden, endlich seiner Pechsträhne ein Ende zu setzen. Seinen Sohn hat er vor drei Jahren bei einem Schulbusunfall verloren, seine Frau Bean (Hope Davis) verliert langsam den Glauben an ihn und in seiner Küche liegt ein umgefallener Baum.
An der Bar macht Danny die Bekanntschaft von Julian Noble (Pierce Brosnan). Dieser, mit Goldkettchen behängt, dauerrauchend, viel trinkend und Teenager für Sex jagend, beginnt die Konversation, die sich kaum von normalen Barplaudereien unterscheidet. Als Julian jedoch durch sein Gebabble Danny vertreibt, hat er ein schlechtes Gewissen.
Julian versucht sich zu entschuldigen und lädt Danny zum Stierkampf ein, wo er ihm auch seinen Beruf verrät. Julian ist Profikiller. Die Jobs sind lukrativ, er reist quer durch die Welt um seine Aufträge zu erledigen, hat sich aber zum emotionalen Wrack entwickelt und sucht die Nähe von Danny. Dem einzigen Freund, den er jemals hatte.
Die beiden Männer kommen sich näher und obwohl Julian die Gefühle seines Gegenübers immer wieder mit Füssen tritt, scheint diese Freundschaft sogar zu funktionieren. Bis Julian Danny um einen Gefallen bittet. Dieser soll ihm bei seinem nächsten Auftrag behilflich sein....
DVD-Rating
Pierce Brosnan mag als James Bond in Filmen wie Die another Day und Konsorten extrem gewöhnungsbedürftig sein und die Fans in zwei Lager spalten, als Gauner/Killer/Dieb bricht er nun schon zum wiederholten Mal aus seinem bekannten Rollenschema aus. In The Thomas Crown Affair war er ein Dieb, in After the Sunset ebenfalls und in The Matador ein Killer. Und selten hat man den Mann, dessen Karriere mit der TV-Serie Remington Steele begonnen hat, besser gesehen.
Als schleimiger Hitman darf Pierce Brosnan herrlich agieren und zeigt eindrucksvoll, dass er mehr kann als Martini nippen und im Casino Chips flippen. Man sieht ihm den Spass jederzeit an und diese Darstellung alleine ist eigentlich allein schon einen Blick in The Matador wert. Denn neben dem Schnäuzelmann fällt der Rest des Casts recht ab. Obwohl Greg Kinnear (Stuck on You) sich bemüht, bleibt seine Figur recht uninteressant und auch Hope Davis (The Weather Man) bleibt leider nur eine Nebenfigur.
Die Geschichte entwickelt sich von anfänglich netter Unterhaltung zu einem recht lustigen Film, der den Schritt vom Guten zum Bösen auf einfachem Weg erklärt. Dazu gibt es ein paar lustige Killer-Szenen und halt Pierce Brosnan in absoluter Galaform. Er ist es auch, der die Story zieht und das Ganze schlussendlich auf ein wirklich gelungenes Level bringt.
Fazit: The Matador hätte sich wunderbar im Kino gemacht, nur leider wurde er bei uns nie dort gezeigt. Ein wirklich gelungener Film mit einem herausragenden Hauptdarsteller Pierce Brosnan, der künftig vermehrt solche Rollen annehmen sollte. S'macht Spass, ihm über die Schulter zu gucken.
Interessant auf der DVD sind die Audiokommentare der Darsteller und das gelungene Making-of, in dem Greg Kinnear zeigt, dass auch er ein ganz Lustiger ist. Dazu gibts ein paar unveröffentlichte Szenen, bei denen vor allem die Albtraum-Sequenzen stark sind. Ton- und Bildtechnisch kommt alles sauber und gewohnt klar daher.
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4.1 Sterne (32 Bewertungen) | 2 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 24.08.2006
- Bildformat: 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Making of, Audiokommentare, Zusätzliche Szenen



