Madagascar (2005)
Madagaskar
Madagascar (2005) Madagaskar
Oder: Animal Planet Bewerbungsvideo
Der New York Zoo hat viele Attraktionen. Doch schlussendlich landen sie alle vor seinem Gehege. Löwe Alex (Stimme von Ben Stiller) ist der Showman, der Hirsch auf dem Platz, der Main-Event, der Superstar unter den Tieren. Seine Merchandise verkauft sich super und wird auch als Geschenk an tierische Freunde fleissig gebraucht. Sein bester Kumpel, wie könnte es anders sein, ist Zebra Marty (Stimme von Chris Rock). Dieser feiert heute Geburtstag und zwar seinen Zehnten. Das heisst, das halbe Leben ist schon um und er hat die Welt ausserhalb des Zoos noch nie gesehen. Bis ihn diese verflixten Pinguine auf eine dumme Idee bringen....
Dieses Federvieh ist organisiert. Sie wollen raus. Raus in die Wildnis. Und dafür buddeln sie unterirdische Gänge. Denn sie "gehören einfach nicht hierher". Und diesem Ruf der Wildnis will nun Marty ebenfalls folgen. Alex, die ewig kränkelnde Giraffe Melman (Stimme von David Schwimmer) und Nilpferd Gloria (Stimme von Jada Pinkett Smith) vermögen das Zebra von seinem Vorhaben nicht abzuhalten und siehe da, die Gruppe von Tieren macht New York bei Nacht unsicher. Dabei hätten sies im Zoo doch sooo gemütlich. Das Essen wird serviert, die Nagelfeile immer griffbereit und die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Aber eben, wenn die Wildnis ruft....
Natürlich geht's nicht lange und die Ausreisser werden geschnappt. Zusammen mit den Pinguinen werden sie in Boxen verfrachtet und zurück in die Wildnis verschifft. Theoretisch... Denn ein Sturm und die Unfähigkeit der Pinguine, eine Karte zu lesen (nachdem immerhin die menschliche Schiffsbesatzung ausgeschaltet wurde), lassen die Boxen mit unseren Freunden ins Wasser plumpsen und an einer fremden Insel stranden. Nachdem man sich sicher ist, dass man im Zoo von San Diego ist und jetzt natürlich mit Shamu, dem weltbekannten Wal, konkurrieren muss, wird ein Weg gesucht, sich auch offiziell anzumelden.
Doch halt! Von Menschen gibt's weit und breit keine Spur. Nur Lemuren gibt's. Und das jede Menge. Unter der nicht ganz so weisen Führung von König Julien dem Vierzehnten (Stimme von Ali G. Sacha Baron Cohen) rätseln diese, um was für Viecher es sich wohl bei den Besuchern handeln könnte. Vor allem Löwe Alex macht Eindruck, verscheucht er doch grad mal ein paar Fleischfresser, die den Lemuren auf den Zahn fühlen. Man versucht mit verschiedenen Mitteln und Methoden, sich anzufreunden, doch etwas macht unserem König der Löwen Probleme. Seine Lust auf Fleisch wird immer grösser. Während andere sich an den Früchten und sonstigen Leckereien aus dem Dschungel nicht satt essen können, sieht Alex nur Steaks um sich.
Und wenn ein Löwe Hunger hat, kann es schon passieren, dass er einem Zebra in den Hintern beisst. Wie soll man dieses Problem lösen? Werden die vier Kumpels ihren Weg wieder zurück in die Zivilisation finden? Wie ergehts den Pinguinen in der Antarktis, wos "suckt"? Und ist der Lemurenkönig wirklich so genial, wie er's gerne hätte?
DVD-Rating
Bevor wir im nächsten Jahr mit Animationsfilmen überflutet werden, die so vielversprechende Namen wie Over the Hedge oder Kung Fu Panda tragen, kommt einer der Kinohits 2005 endlich auf DVD in die Läden. Madagascar begeisterte eine halbe Million Kinobesucher in der Schweiz und wird das selbe wohl auch auf Disc tun.
Ja, ich war eine davon, die sich von Madagascar in den Bann von Urwald und brabbelndem Getier reissen liess. So cool, so witzig und dass dann natürlich auch die DVD gekauft wird, ist Ehrensache. Umso mehr, da ja meist bei solchen Filmen, wie auch bei Shrek 2, beim wiederholten Mal schauen, viele Witze am Rand auffallen, die man während der ersten Sichtung total übersehen hat.
Die Sprüche in der englischen Fassung sind wirklich sauglatt und triefen vor Wortwitz. Der Anfang ist zackig und zum ablachen. Die Sprecher der englischen Originalversion kommen wirklich gut rüber und die Dichte der Gags ist enorm hoch. Man kommt kaum zum verschnaufen. Das hatte aber auch schon bei Sharktale das Problem hervorgehoben, dass man nach dem Abbrennen der ersten Feuerwerke dieses Gag-Level unmöglich halten konnte. Bei Madagascar ists ähnlich.
Im Lauf des Films nimmt nämlich diese Hülle von Witz und Humor merklich ab und Werte wie Moral oder Freundschaft treten in den Vordergrund. Das macht den Film keineswegs schlecht oder langweilig, aber ist nach dem fetzigen Anfang doch ein paar Gänge zurück geschaltet. Dennoch bleibt Madagascar ein richtig lustiger Film, den man sich jederzeit und mit jedermann angucken kann. Die Lachgarantie wird wohl nicht so schnell verfallen.
Die DVD bietet neben einem ausführlichen DVD-Rom-Teil, in dem man aus allerhand Printmaterial für Shirts, Stickers, Rahmen und andere Dinge auswählen kann, einen Haufen Extras, die für einigen Spass sorgen. Auf der ersten Disc (ja, die mit dem Film drauf), hats ein cooles Musikvideo zu "I like to move it", vier bubi-einfache Spiele und einen Malkurs. Wer also schon immer mal seine Lieblinge aus Madagascar zeichnen wollte, here's your Chance. Die Arbeit mit Computern bringt immer wieder technische Fehler mit sich. Augen, die nicht dort sind, wo sie hingehören. Pixelfehler und anderes. Ein kurzes Feature gibt darüber Bescheid. Bei so vielen bekannten Sprechern wie Ben Stiller und Kumpanen, ist diesen Stimmen natürlich auch ein kurzer Bericht gewidmet. Eine Kombination aus Making-of, Sprecherportraits und Filmwerbung dauert hier über 20 Minuten und ist ein reiner Werbefilm, den man sicherlich schon im TV gesehen hat. Auf die Technik selber wird auch noch eingegangen. Leider nur sehr kurz. Ein wunderschöner Film über das echte Madagascar schliesst das Programm der Extras ab. Denn danach sind "nur" noch Trailers von vergangenen Dreamworks-Filmen und eine, zugegebenermassen recht grosse Bildergalerie, die zum verweilen anhält. Ein kleiner Bericht über den neuesten Streich aus dem Hause Pixar, namens Over the Hedge lässt sich auch noch finden.
Die Extra-DVD (drum ists ja auch eine Special-Edition geworden) widmet sich ganz den heimlichen Stars des Hauptfilms. Den vier Pinguinen. Wer im Kino Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit gesehen hat, der wird ihn kennen. Den Kurzfilm A Christmas Caper. Natürlich ist nicht nur der Film abrufbar, sondern auch jede Menge extras zu den watschelnden Freunden. Ein Making-of, ein Blick zu den realen Kameraden im Zoo, ein Audiokommentar oder eine Anleitung um einen der Frackträger zu zeichnen. Daneben gibts sozusagen ein "Best of" der Pinguine zu sehen. Kleine Tricks, lustige Sequenzen. Alle einzeln abrufbar. Und last but not least lernen wir die "Penguin-Cam" kennen. Wann immer das Symbol dazu auftaucht, heisst es draufdrücken und sich überraschen lassen. Macht zwar nicht soviel Spass, wie die erste Disc, ist aber trotzdem eine clevere Idee, einen eigentlichen Schnellschuss von Film, gross rauszubringen. Achja, ein komisches, weil blödes Spiel hats auch noch. Aber das ist weder lustig, noch spannend.
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4.3 Sterne (219 Bewertungen) | 8 Kommentare
DVD-Infos
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Englisch (Dolby 5.1), Deutsch (Dolby 5.1), Türkisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: DVD-Rom, Musikvideo, Spiele, Zeichenkurs, Meet the Wild Cast, Tech of Madagascar, Behind the Crates, Audiokommentar, Previews, Enchanted Island (Bericht über das reale Madagascar), Galleries, Kurzfilm "A Christmas Caper", Making-of "Christmas Caper", die realen Pinguine im New York Zoo, Ask Private, Audiokommentar, Penguin-Tricks, Penguin-Cam, uvm.




