The Legend of Zorro (2005)
Die Legende des Zorro
The Legend of Zorro (2005) Die Legende des Zorro

Zorro is Back! Und mit ihm unter anderem auch James Horner... was zwar konsequent erscheint hat den einen oder anderen Filmmusikenthusiasten doch etwas verwundert, da Horner persönlich in einem Interview gesagt haben soll, dass er Sequel-Vertonungen bestmöglich meide. Zum Glück hat er hier eine Ausnahme gemacht!
The Legend of Zorro kommt actiongeladener und verspielter daher, dafür aber seichter in der Story als sein erfolgreicher Vorgänger The Mask of Zorro (1998). Ähnlich verhält es sich auch mit der Musik. James Horner macht sich keine Mühe, dem Helden eine völlig neue musikalische Maske aufzulegen. So eröffnet er den Sequel-Score genau gleich wie das Original und lässt somit den Hörer von vornherein wissen, dass er sich in einem weiteren Abenteuer des maskierten Rächers befindet. Konsequent verwendet er die bekannten Themen aus dem ersten Teil: das Love-Theme für Zorro und Elena, Zorro's Theme und das amüsante und sehr dynamische "Horseback-Action-Theme" (am prominentesten präsentiert in "The Ride" in The Mask of Zorro). In welchen Aspekten unterscheiden sich denn nun die beiden Scores, wenn nicht im thematischen Material?
Der Sequel-Score trumpft vor allem mit den teilweise doch geistreichen Variationen und Vermischungen der alten Themen; er kommt mit noch stärkerem spanischem Flair daher. So jagen sich die rhythmischen Stepp- und Händeklatsch-Einlagen zusammen mit den oftmals schnell gespielten Gitarren durch beinahe jedes Stück was die Action-Musik gegenüber dem ersten Teil stark dynamisiert; verspielter und lockerer sucht man hier vergebens nach schwerfälligeren dramatischen Passagen à la "Elena and Esperanza" aus The Mask of Zorro; wenn auch mit einmaligem Auftritt in "A Proposal with Pearls", hört sich das einzige, wirklich neue False-Love-Theme für Elena und Bösewicht Armand doch recht hübsch an.
In Sachen Action kommt die Komposition eindeutig reifer und vor allem dichter verwoben daher. Das Highlight dazu bildet die über 11 Minuten lange Tour-de-Force "The Train" in welcher er unter anderem eine sehr gelungene Überlappung des Love-Themes mit Zorro's Theme präsentiert. Interessant ist auch, dass an zwei Stellen, "The Cortez Ranch" und am Ende von "The Train" (ab 8:50), das Actionmaterial für Brass und Streicher verblüffende Ähnlichkeiten mit John Williams "Battle of the Heroes" aus Revenge of the Sith aufweiset. Die Entscheidung, ob es sich hierbei um eine Hommage oder um eine Frechheit handelt, sei jedem selbst überlassen...
Fazit: Mit The Legend of Zorro ist James Horner ein äusserst unterhaltsamer und dynamischer Powerhouse-Score gelungen, der dem Original in nichts nachsteht. Pausenlos unterhält er den Hörer mit mitreissenden Fanfaren (u. a. "Jailbreak/Reunited") bis er das Album edel und furios ausklingen lässt. Einfach nur gute Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Sountrack-Infos
Komponisten Release | Tracks
|

