The Legend of Zorro (2005)
Die Legende des Zorro
The Legend of Zorro (2005) Die Legende des Zorro
Oder: Andale Andale Ariba Ariba!
Wir befinden uns in Kalifornien im Jahr 1850. Dieser Staat will als 31. Kandidat in die Vereinigung der unabhängigen Staaten von Amerika beitreten und die grossen Abstimmungen in den Dörfern und Städten laufen auf Hochtouren. Immer wieder versuchen irgendwelche üblen Gesellen dieses Vorhaben zu verhindern, aber mindestens in einer Gegend haben sie einen Gegenspieler, mit dem nicht zu Spassen ist. Don Alejandro de la Vega (Antonio Banderas) sorgt als geheimnisvoller "Zorro" für Recht und Ordnung. Die Leute lieben ihn, die Gauner unterliegen ihm und für den Staat Kalifornien ist er so was wie eine Lebensversicherung.
Seit zehn Jahren ist Alejandro nun mit der bildschönen Elena (Catherine Zeta-Jones) verheiratet und der Sohnemann Joaquin ist ein süsser Lausbub, wie er im Buche steht. Doch um die Ehe der de la Vegas steht es nicht mehr besonders gut. Alejandro ist fast nie zuhause, sondern eilt immer den Menschen zu Hilfe, wenn die Kirchenglocken läuten. Er entfremdet sich von seiner Frau und sein Sohn hätte lieber einen Helden wie Zorro als Papi. Nicht wissend, dass natürlich genau dieser Papi der schwarzmaskierte Held ist, der für Ordnung unter der heissen Sonne sorgt.
Zu all dem ehelichen Ärger kommt da noch so ein französischer Graf mit Namen Armand (Rufus Sewell), der mit seiner Anhängerschaft seit Jahren auf ein Ziel hin arbeitet. Die Entzweiung der Staaten und die Vernichtung von Amerika. Denn in weiser Voraussicht sind sich diese Anhänger sicher, dass diese Staaten von Amerika einmal zu einer Macht anwachsen werden, deren niemand mehr was entgegensetzen kann. Ein Zaubermittel für ihren Plan haben sie auch noch entwickelt. Nitroglyzerin... Ausserdem hat er ein Auge auf Zorros Frau geworfen. *hmmm*
So muss also Zorro den Sprung zwischen seiner Familie und dem Volk das ihn braucht schaffen. Er muss sich entscheiden, welche der beiden Aufgaben (Ehemann und Vater vs. Volksheld) wichtiger ist. Als seine Frau allerdings die Scheidung einreicht und sich an den Hals dieses Franzosen wirft, scheint das Feuer und der Heissporn in Alejandro wieder erwacht. Warum sich für eine Sache entscheiden, wenn man beiden Problemen Paroli bieten kann?
DVD-Rating
1998 brachte Regisseur Martin Campbell das erste "neue" Abenteuer vom Mann mit der Maske in die Kinos. Und The Mask of Zorro machte respektablen Profit, so dass eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit war. Für The Legend of Zorro traf das gleiche Team ein paar Jahre später wieder zusammen, um der Geschichte rund um Don Alejandro de la Vega neue Impulse zu verleihen und erhofften Geldsegen an den Kinokassen einzufahren. Das Erstere darf man durchaus als gelungen betrachten, das Zweite eher nicht. Denn die Einnahmen hielten sich erstaunlicherweise in Grenzen.
Wenn ein Film so daherkommt wie The Legend of Zorro, dann packt einem die Abenteuerlust automatisch. Da scheint immer die Sonne, die Feste sind rauschend, die Kleider schön und die Bösewichte entsprechend dumm. So lässts sich doch leben, oder? So bietet die Geschichte auch keine grossen Überraschungen und Antonio Banderas versteht es wieder einmal, seinem Charakter genügend Schlitzohrigkeit und Pfiffigkeit zu verleihen, dass man grosszügig über Mängel in Darstellung, Geschichte und lächerliche Sprünge hoch zu Ross auf einen fahrenden Zug übersehen darf.
Unterstützung bekommt der amerikanische Spanier dieses Mal von seiner Filmfrau Catherine Zeta Jones, der es wohl sonst zu langweilig geworden wäre, hätte sie nicht ein paar Fechtszenen absolvieren dürfen. Toll sieht sie aus in ihren Gewändern und sogar witzig darf sie sein, wenn sie und ihr feuriger Ehemann sich zanken. Den beiden die Show stiehlt aber Filmsohn. Adrian Alonso ist ein Schlingel ersten Grades und sorgt für den zusätzlichen "Jöö"-Effekt, wenn er mit seinen grossen braunen Augen über den Bildschirm düst.
Zur illustren Schar der Darsteller gesellen sich ein hässlicher Bösewicht, der immer was auf die Mütze bekommt und natürlich der Erzrivale unseres Maskenmannes, der als schleimiger Franzose nicht bloss mit dem (im Original) blöden Akzent zu kämpfen hat. Als "Feindbilder" sind beide durchaus zu gebrauchen. Mehr aber auch nicht.
Fazit: The Legend of Zorro ist schönes, zeitweise witziges, jedoch leidlich spannendes Abenteuerkino, das ein bisschen mit der Story zu kämpfen hat, die nicht so richtig in Gang kommen will. Wenn man sich aber auf das Ganze einlässt und sich ab Kleinigkeiten nicht stört, macht der Film schönen Spass.
Wenn man sich die Extras der DVD ansieht, kriegt man Altbackenes und Neuartiges zu Gesicht. Zu der ersten Sorte gehören sicher der Audiokommentar (hat ein paar witzige Details drin), die unveröffentlichten Szenen (mit alternativem Start und Ende) und die Trailershow zu Filmen wie Zathura oder den Teaser (nicht den Trailer) zu The Da Vince Code. Das interessante dieser Extras sind allerdings die Featurettes, die sich mit den Stunts, der Koordination des grossen Festes, dem Arbeiten mit Pferden auf Zügen und den visuellen Effekten beschäftigt. Vor allem Letzteres ist interessant. Der "Multi-Angle" stellt sich auch als speziell heraus. Hier kann man zwei Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Nicht alltäglich, aber mal schön, so was als Option zu haben. Der Ton kommt gewohnt bombastisch und das Bild ist rattenscharf.
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3.5 Sterne (81 Bewertungen) | 0 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 28.03.2006
- Bildformat: 2.35:1 (16:9)
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Extras: Audiokommentare, Entfallene Szenen, Trailer, Multi-Angle-Dokumentationen, Stunts, Der Zug, Die Party, Visuelle Effekte



