Kingdom of Heaven (2005)
Königreich der Himmel
Kingdom of Heaven (2005) Königreich der Himmel

Anders als Gladiator, dessen Ausrichtung nebst der unseeligen Dudelei von Lisa Gerrard doch auch ins energisch-militaristische schielte, bezieht sich Harry Gregson-Williams mehr auf die persönliche, beobachtend erzählerische Seite. Dies tut er mit deutlich weniger Thematik und einem Sammelsurium an Instrumenten. Neben elektronischen Cello und Violine, viel Chorgesang und einem grossen Orchester, lässt der Komponist auch einen klanglichen Einfluss aus dem mittleren Osten einfliessen. Grundsätzlich gibt er der christlichen Seite den lateinischen Gesang zur Seite, während den Muslimen ebenfalls eine Ethnokorsett verpasst wird. Diese ethnischen Momente (so oder so) bilden das Rückgrat des Scores, nicht jedem Hörer wird das gefallen. Ähnlichkeiten zu Spy Game sind in Sachen Vokalisen und Stimmen durchaus enthalten.
Kingdom of Heaven ist alles andere als ein Einschlag einer neuen Richtung, vielmehr bleibt sich der Komponist treu und verlässt den Pfad der momentanen Hollywoodtugend nicht.
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