Into the Blue (2005)

Into the Blue (2005)

Oder: Geile Typen, scharfe Kurven

Into the Blue

Fass mir an die Titte, bitte

Hoch oben über den Bahamas tobt ein Sturm, der ein mit Kokainpäckchen beladenes Flugzeug zum Absturz bringt. Durch die heftigen Unwetter ist auch der Sand am Meeresgrund durchgeschüttelt worden und lockt schatzsuchende Taucher aus der Region reihenweise in die Fluten. Einer von ihnen ist Jared (Paul Walker), dessen Leben sich um DEN einen Schatz dreht, den er noch irgendwann zu finden hofft. Durchtrainiert, braungebrannt und ein verbotenes Lächeln zeichnen ihn, neben seinem Draufgängertum unter Wasser, aus und seine Freundin Sam (Jessica Alba) ist das Gegenstück für die Männerwelt. Auch ihre, eh schon extrem kurzen, Badeslips zeigen meist ein bisschen mehr vom Popo, als das anständig wäre.

Das Pärchen kriegt Besuch aus New York. Jareds alter Kumpel Bryce (Scott Caan) hat dann auch gleich noch eine weibliche Schönheit namens Amanda (Ashley Scott) im Schlepptau, die ebenfalls gut genug für die folgenden Tauchgänge ist und im Bikini sowieso heiss aussieht.

Into the Blue

grinsen oder knutschen?

Bei ihren Tauchgängen entdecken sie das abgestürzte Flugzeug und natürlich das darin liegende Kokain. Aber was tun? Selber brauchen und Party machen? Verkaufen und mit der Kohle dann die richtige Ausgrabung finanzieren, die in der Nähe stattfindet und einen Schatz in Millionenhöhe verspricht? Die nicht so fantastischen, dafür umso besser aussehenden Vier kommen ins Grübeln und während die einen noch zweifeln, machen sich andere daran, das Koks zu verticken.

Es kommt, wie es kommen muss. Der Inhaber dieser Drogen-Päcklis meldet sich, schnappt sich die Tauchcrew und fängt an, wie wild zu drohen. "Holt mir die Päckchen oder ihr seht die Sonne nie mehr", heisst die Aufgabe, bei deren Ausführung die Vier feststellen müssen, dass sie niemandem trauen dürfen und dass vermeintliche Kollegen keinesfalls so handeln, wie es Freunde eigentlich tun. Und wenn dann noch einer vom Team abtrünnig wird und Konkurrenten sich als gemeingefährlich herausstellen, dann werden Sixpacks gestählt und Arschbacken zusammengedrückt. Denn nur so scheint man auf den Bahamas Probleme dieser Art lösen zu können.


DVD-Rating

Manchmal frage ich mich, was ich mir eigentlich dabei denke, wenn ich mich dafür entscheide, einen Film wie Into the Blue für die geschätze Leserschaft zu visionieren. Das Cover und die Inhaltsangabe versprechen langweiligstes Hollywoodkino der untersten Schublade und was ich dann zu sehen bekam hat diese Erwatungen 100prozentig erfüllt.

Hauptdarsteller Paul Walker kann noch so lieb gucken mit seinen stahlblauen Augen, schauspielern tut er trotzdem mit dem Charisma eines Sesambrötchens. Und die in allen Frauenzeitschriften hochgehypte Frau Jessica Alba kann ihren zugegeben wohl geformten Hintern von mir aus anderswohin bewegen als auf ein Filmset. Einizger Lichtblick bietet Scott Caan als das "sympathische Arschloch", wie wie es schon zigmal gesehen haben.

Nur nörgeln ist zwar spassig, aber nicht fair. So bleibt zu erwähnen, dass hinter der Kamera gute, routinierte Arbeit geleistet wurde. Die Bilder, die Regisseur Stockwell auf den Bahamas eingefangen hat bringen Sommerfeeling pur in die veregnete Aprilzeit und auch sonst kann sich die Inszenierung sehen lassen. Doch leider nützt das der Plattfisch-Handlung und den gorttenschlechten Schauspielern wenig, in ein besseres Licht gerückt zu werden.

Was bleibt ist eine unspannende Schatzsucherstory, die nun wirklich nur Kinoneulinge unterhalten dürfte. Andere gucken sich lieber einige Hip Hop Videos an, wenn sie auf Brüste und Palmen stehen. Dort stört dann auch die Dünnheit der Handlung weniger.

Der Audiokommentar des Regisseur ist zwar kurzweilig, bietet aber wenig wirklich interessante Informationen zu diesem wirklich uninteressanten Film. Was hier unter "Making of" läuft, beinhaltet Selbstbeweihräucherung und einige Blicke hinter die Kulissen. Deleted Scenes und Screen Tests runden die magere Special-Sektion der mageren DVD eines mageren Filmes ab.

3.5 Sterne 3.0 Sterne
3.5 Sterne (81 Bewertungen) | 1 Kommentar

22
18.04.2006 / muri (Inhalt), ma (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 02.10.2006

  • Bildformat: 1.85:1 (anamorphic Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Extras: Regiekommentar, Making Of, Deleted Scenes, Screentests, Trailers