Hostel (2005)
Hostel (2005)

Ein Horrorthriller, welcher das Projektorenlicht der Schweizer Kinos nie sehen wird (kontroverser Inhalt, ungeheure Brutalität), produziert von Quentin Tarantino (überrascht?!) über die Reise dreier College-Studenten, welche das Paradies suchten und die Folterhölle fanden. Dazu eine vollorchestrale Komposition von Nathan Barr. Das wir auch für den Hörer keine leichte Reise!
Wie erwartet, lebt die Musik von Barr hauptsächlich von Thriller- und Horrorelementen. So jagt der mittlere Teil dem Hörer mit wohlbekannten Mitteln wie Orchestercrashes, schrillen Geigenpassagen und aggressiver Perkussion (unter anderem auch mit Klavier) Schrecken ein. Ein häufiges Phänomen der Horror- und Thrillerscores ist auch hier anzutreffen: Die Musik rutscht immer wieder ins Chaos ab ("Tortury", "Trolley of Death", "Bugeye")!
Was jedoch positiv überrascht, sind Beginn und Schluss des Albums! So eröffnet das Album mit "gutgelaunten", verträumten, lockerleichten Themen interpretiert von Klavier und Sologesang ("Brothel", "SPA"). Auch das Stück "Village" schliesst mit einer sehr schönen Fanfare (ab 0:47), welche jedoch leider im Score definitiv zu kurz kommt. Diese Stimmung und (wohlverdiente Ruhe) setzt auch am Ende des Albums wieder ein!
Fazit: Der Score zu Hostel hält für den Hörer doch auch die eine oder andere schöne thematische Entwicklung bereit. Schade nur, dass der Mittelteil vom Thrillerchaos dominiert wird. So haben wir einen Score, der zwar positiv überrascht, aber dennoch keinen bleibenden Höreindruck hinterlässt! Für Thriller- und Horrormusik-Fans könnte er trotzdem interessant sein...
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