Fever Pitch (2005)

Perfect Catch

Fever Pitch (2005) Perfect Catch

Oder: Sportfanatiker im Liebestaumel

Fever Pitch

Schlabber hier...

Sie ist eine Karrierefrau der hübschen Art. Sie arbeitet viel, trifft sich nach getanem Job mit ihren Freundinnen zum Freestyle-Climbing oder Spinning und hat, obwohl sie schon "Zwanzig-Zehn" Jahre alt ist, bisher nur sogenannte Pudels gedatet. Zwar schöne, aber eingebildete Mannsbilder, von denen sie inzwischen die Nase gründlich voll hat. Ihr Name ist Lindsey (Drew Barrymore) und heute kommt ein Lehrer mit einer Schulklasse vorbei, um zu beweisen, dass man es mit Mathematik im Leben durchaus zu was bringen kann.

Er ist ein Plauderi und liebt die Boston Red Sox. Er unterrichtet an der Schule und hat ein herzliches Verhältnis zu seinen Schülern, denen er auch schon mal einen Tip gibt, was an der nächsten Prüfung das Thema sein wird. Ausserdem ist er Single und heute zu Besuch bei einer Businessfrau, die beweisen soll, dass Rechnen auch im Geschäftsleben nur von Vorteil sein kann. Sein Name ist Ben (Jimmy Fallon) und er wird sich heute verlieben.

Fever Pitch

...Schlabber da

Wie das Schicksal es will, treffen Lindsey und Ben natürlich aufeinander, verlieben sich und erleben einen traumhaften Winter zusammen. Als Sie ihn dann im Frühjahr zum grossen Familientreffen mitbringen will, kneift er. Denn Ben ist nicht nur ein fanatischer Fan der Boston Red Sox, sondern ist quasi ein Teil der Mannschaft. Im Frühling gehts nach Florida um die Vorbereitungsspiele zu schauen, die vom Grossvater geerbten Sitze im Stadion bringen ihn regelmässig mit seiner "Ersatzfamilie" zusammen und wenn da eine Frau nicht mitziehen will, dann hat sie Ben meist verloren.

Lindsey bemüht sich, die Faszination Baseball zu verstehen und bringt sich in Bens Leben mit ein. Doch noch immer scheint das amerikanische Spiel mit dem kleinen Ball und dem Schläger Bens Leben zu bestimmen. Entweder er findet eine Möglichkeit, beides (Freundin und Red Sox) unter einen Hut zu bringen oder er verliert die Liebe seines Lebens.


DVD-Rating

Fever Pitch gabs schonmal! Und zwar wurde der Roman von Autor Nick Hornby 1997 Originalgetreu mit Colin Firth und britischem Fussball in die Tat umgesetzt. Darum gehts denn auch im Buch. Theoretisch. Dass solche Themen inzwischen willkürlich abgeändert werden, beweist diese Neufassung, in der die Handlung nach Amerika verschoben wurde und man aus Fussball Baseball gemacht hat. Und wer die Geschichten von Nick Hornby (About A Boy oder High Fidelity) kennt, der weiss auch, dass man solche Geschehnisse am besten mit steifen Engländern besetzt. Und nicht wie hier, mit zwar sympathischen, aber schlussendlich doch recht durchschnittlichen Komikern wie Jimmy Fallon.

Die Geschichte an sich ist recht charmant und nett. Zwei Menschen verlieben sich, schauen sich Baseballspiele am Laufmeter an und bringen es nicht fertig, Liebe und Sport miteinander zu verbinden. Das gibt wirklich gelungene Sprüche im Stadion, romantische Szenen im Park und die üblichen Vorstellungsrunden bei den Kollegen. Allerdings macht Charlies Angels-Agentin Drew Barrymore nicht nur optisch einen guten Eindruck, sondern wird die Herzen der Männer ansatzweise brechen, wenn sie im Baseballstadion so richtig abgeht. Die sympathische Kalifornierin versprüht Charme und Witz, was ihre Rolle derjenigen ihres männlichen Partners extrem überlegen macht. Jimmy Fallon versucht zwar krampfhaft, den ungeschickten und verliebten Deppen zu spielen, muss sich aber klar hinter Branchenleader Hugh Grant einordnen, den man in einer solchen Komödie schmerzhaft vermisst.

Fazit: Fever Pitch ist nett, unterhaltsam, aber nicht besonders innovativ, geschweige denn spannend. Natürlich kriegen sich die beiden Turteltäubchen am Schluss, natürlich gewinnen die Red Sox ihre Spiele und ebenso natürlich braucht es ein schönes Happy-End, um diese Geschichte abzuschliessen. Man hat aber weiterhin das Gefühl, dass wenn man auf eine Veramerikanisierung des Stoffes verzichtet hätte, hier eine herrliche Komödie entstanden wäre. Aber nach dem lauen Stuck on You versucht das Regisseurenbrüderpaar Farrelly nun mit allen Mitteln, mal wieder einen Hit zu landen. Mit diesem Film ist man sicherlich auf einem guten Weg.

Wie es sich für eine Komödie gehört, bestimmen vermeintlich lustige Features die Extras. Ein Gag-Reel, ein alternatives Ende oder nicht veröffentlichte Szenen bilden hier die Basis. Ein paar sogenannte "Internet-Featurettes" sind ebenfalls abrufbar. Hier werden der Film, die Hintergründe und natürlich die einzelnen Szenen auseinandergenommen. Witzig natürlich, wie man die Fans auf die Filmarbeiten einstellte. Den Abschluss macht der Kinotrailer und für Freunde des Audiokommentars ist ebenfalls gesorgt.

3.6 Sterne 2.0 Sterne
3.6 Sterne (11 Bewertungen) | 8 Kommentare

3.0 Sterne3 von 0.0-6.0
12.04.2006 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 05.04.2006

  • Bildformat: 2.35:1 (16:9 Widescreen)
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Extras: Gag Reel, Audiokommentar, Deleted Scenes, Alternatives Ende, Trailer, Internet-Featurettes