In Bed - En la cama (2005)

In Bed - En la cama (2005)

Oder: Intime Momente im Bett

In Bed - En la cama

Daniela (Blanca Lewin) und Bruno (Gonzalo Valenzuela) lernen sich an einer Party kennen. Grössere und kleinere Zufälle führen sie zusammen in ein Motelzimmer, wo sie zusammen schlafen. Ihre Namen verraten sie sich erst nach dem ersten Sex, doch schon bald spüren sie, dass ihre Chemie zueinander stimmt.

Eine Odyssee der Gefühle beginnt. Die zwei nähern sich spielerisch an. Ihre körperliche Anziehung treibt sie im Fluss der Gefühle voran. Sie haben ein zweites Mal Sex, diesmal zärtlicher und intimer. Die zwei jungen Leute erzählen sich Geschichten aus ihrem Leben. Dabei stehen die Lügen nahe bei der Wahrheit, Nähe und Distanz wechseln sich ab. Doch ihre Blicke verraten es, die Möglichkeit einer Beziehung liegt im Raum. Ein Blick in die andere Tasche verrät es, das Interesse am anderen ist da. Doch dann erfahren wir, dass Bruno sein Abschluss im Ausland machen wird und Daniela bald heiraten wird. Trotzdem schmiegen sich die beiden aneinander.


Kinofilm-Rating

Die sehr nahe und bewegte Kamera lässt uns teilhaben an der grossen Intimität der beiden. Wir erleben ihren ersten Orgasmus zuerst im Off, dann tauchen wir mit den beiden unter die Bettlacken, sehen Haut und Haar, riechen den Geruch der beiden Körper. Die vielen Einstellungen aus den verschiedensten und unmöglichsten Winkeln unterstützt die fragile Begegnung. Die Bilder werden bis ins Abstrakte fragmentiert. Mit Farbkontraste und dem Spiel mit dem Spiegel unterstützt die Kamera die verschiednen Seiten von Mann und Frau, die immer mehr zum Thema wird.

Der zweite Spielfilm, des sehr jungen chilenischen Regisseurs Matías Bize fesselt vor allem durch die grosse Nähe der Figuren. Bize arbeitet sehr nahe und direkt mit seinen Schauspieler. Er hat auch in seinem ersten Spielfilm Sabato mit der Schauspielerin Blanca Lewin gedreht Die Dialoge des Filmes sind sehr sorgfältig gewählt: Der Rhythmus, der durch die Worten und das Schweigen der beiden Figuren entsteht, lässt es zu, dass wir über eigenen Begegnungen und Gefühle reflektieren können. Die Einheit von Ort und Zeit hilft uns, nahe bei den Figuren zu bleiben. Daniela und Bruno sind in dem Motelzimmer frei von Verpflichtungen und Zwänge. Wir geniessen es, so nahe mit dabei sein zu können.

4.2 Sterne
4.2 Sterne (12 Bewertungen) | 0 Kommentare

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06.08.2005 / Romana