Elektra (2005)
Elektra (2005)
Oder: Frau legt Hand an.... oder um?
Eigentlich ist sie ja in Daredevi gestorben. Aber die Möglichkeiten magischer Kräfte sind unergründlich und so wird Elektra (Jennifer Garner) ins Reich der Lebenden zurückgeholt. Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt als Berufskillerin und scheint nicht zu stoppen zu sein. Weder von trainierten Soldaten, noch von irgendwas anderem. Wer Elektra gegen sich hat, der hat ausgedient.
Ihr neuester Auftrag führt sie an einen schönen See, wo sie die Bekanntschaft von Mark Miller (Goran Visnjic) und dessen Tochter Abby (Kirsten Prout) macht. Die beiden sind nett und umgänglich. Und natürlich sind genau diese beiden das neueste Ziel von Elektra. Sie soll also den Vater und die Tochter beseitigen. Aber siehe da, die Maschine zeigt Skrupel, kann den Auftrag nicht vollenden und wird ersetzt. Dieser Ersatz macht sich dann auch sogleich an die Arbeit, wird aber von Elektra ausser Gefecht gesetzt. Als sie die beiden Killer in grünen Nebel/Rauch auflösen, weiss die inzwischen zum besseren bekehrte Killerin, was es geschlagen hat.
"Die Hand", so nennt sich eine gefährliche Organisation der Unterwelt. Die wollen den "Schatz" zu sich holen. Doch bis Elektra herausfindet, was genau der "Schatz" ist, begleitet sie die beiden vermeintlichen Opfer auf deren Flucht vor den Schergen der bösen Gruppierung. Man trifft Elektras ehemaligen Meister, Stick (Terence Stamp), der in weisen Worten redet und trotz Blindheit so ziemlich verprügeln mag, der sich ihm in den Weg stellt. "Die Hand" hat natürlich ebenfalls Killer ausgeschickt, die da wären: Ein Typ wie ein Bär, dem Gewehrkugeln höchstens ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ein Typ mit Tätowierungen, die lebendig werden. Eine Typin, die mit ihrem Kussmund Tod und Verderben bringt. Und schlussendlich noch Kirigi (Will Yun Lee), mit dem Elektra noch eine persönliche Rechnung zu begleichen hat.
Erst langsam kommt Elektra hinter das Geheimnis des "Schatzes" und da wird ihr erst bewusst, was auf dem Spiel steht. Denn wenn eben dieser "Schatz" in die Hände der bösen Buben fällt, dann ists aus mit Friede, Freude, Eierkuchen. Und das muss mit aller Härte und Gewalt verhindert werden.
DVD-Rating
Im ersten Abenteuer von Daredevil war Elektra eine hübsche Nebenfigur. Sie machte zwar eine gute Falle in ihren Klamotten und prügeln konnte sie sexier als der dortige Titelheld, nur wurde sie blöderweise vom damaligen Bösewicht "Bullseye" in die ewigen Jagdgründe geschickt. Dass diese Tatsache aber in Hollywood nichts zu heissen hat, weiss man nicht erst seit heute. Drum kommt sie wieder. Die rote Zora... Oder auch Elektra genannt.
Comicverfilmungen sind ja gut und recht. Und auch die mülligsten Verfilmungen konnten mich immerhin noch durch ihre übertriebenen Arten unterhalten. Was wir aber hier in Elektra vorgesetzt bekommen, ist unter aller Sau. Sorry für die Ausdrucksweise, aber s'ist so. Dass man auch, bevor die Action beginnt, eine Einleitung braucht, ist ebenso klar. Da wird gebabbelt, gequatscht, geheult und der Zuschauer wird eingestimmt auf das folgende. Und als dann in diesem Film die Bande aus Mortal Kombat Einzug hält, hab ich's mir so richtig gemütlich gemacht. Denn die Gruppe aus abgefahrenen Bad Guys verspricht viel. Sie gehen auf die Jagd nach Elektra...
...und sind 10 Minuten später allesamt vernichtet. Kein "woah, jetzt kriegt sie aber was auf den Deckel" oder "das sind mal richtig toughe Bösewichte". Nöööö, die gute Frau in Rot haut allesamt in Grund und Boden und auch der so sehnlichst erwartete Schlusskampf entpuppt sich als kurz und schmerzlos. Wirklich schwach, die Ausbeute bei der Vorlage.....
Jennifer Garner ist natürlich die Hauptperson des Filmes. Sie hat physisch einiges zu leisten, auch wenn's vereinzelt doch ein bisschen (nur ein ganz kleines bisschen...) lächerlich aussieht. Ihr Mentor, Terence Stamp, der nach The Haunted Mansion einen weiteren Flop landet, macht hingegen wenigstens eine gute Figur und hat so manch altklugen und drum lustigen Spruch auf den Lippen. Mein Lieblings-Japaner in Hollywood, Cary-Hiroyuki Tagawa hat hier als Vorsitzender der "Hand" eine kleine, aber feine Rolle. Ansonsten gibt's nicht viel zu berichten von der Schauspielfront. Halt Durchschnitt, wohin das Auge reicht.
Noch kurz was zu den Effekten. Die lebendigen Tätowierungen wären eigentlich nicht schlecht, werden allerdings mehrheitlich durch schlechte Animationen versaut. Man fliegt durch die Lüfte, weicht Wurfsternen aus und lässt Tücher fliegen. Hallo? Tücher?... Zwar wissen wir seit dem Hitchhikers Guide to the Galaxy, dass "Towels" zur Grundausstattung gehören, aber das wäre ja hier ein bisschen weit hergeholt, oder?
Fazit: War Daredevil schon nicht der Hammer, so entpuppt sich Elektra leider noch nicht mal als Hämmerchen. Der Film ist mehrheitlich langweilig, unspektakulär und die Kampfszenen sind viel zu kurz und einseitig. Kein Gegner macht den Eindruck, dass er die gute Heldin irgendwie auch nur annähernd besiegen kann und das ist der Tod von jeglicher Unterhaltung. So zieht sich dann der Film auch recht zähflüssig durch die Dauer von knapp über 90 Minuten und vermochte mich nie richtig zu unterhalten, geschweige denn zu begeistern.
Witzig ist übrigens doch noch was. Und zwar der Auftritt von Jason Isaacs in den ersten 5 Minuten des Filmes. Hatte aber auch Probleme, ihn zu erkennen...
Während auf der Film-DVD verschiedene Trailer zu finden sind, ist die Bonus-DVD bepackt mit Extras. Drei Szenen werden präsentiert, die es nicht in den Film geschafft haben. Eine davon ist featuring Ben Affleck als Alter Ego von Daredevil. Ein Making-of zeigt die Schauspieler voller Lob und Geschwärme für den Film und die Titelheldin. Jedermann kommt irgendwie zu Wort. Ob die Leute das vertraglich festgeschrieben haben, auch Brunzfilme in den Himmel zu loben? Man sieht die Schauspieler beim Kampftraining, die Bösewichte werden kurz vorgestellt, sowie auch die Special Effects und der Style des ganzen. Dauert ca. 13 Minuten, das ganze. Den Trailer gibts natürlich auch noch angeboten und schlussendlich schliesst ein erstaunlich interessanter Bericht über die Figur Elektra. Von den ersten Auftritten in Comics zu ihrem eigenen Film. Unter anderem mit einem Kommentar von Frank Miller (Sin City). Für Comicfans ein definitives Muss. 53 Minuten, die definitiv einen Extrastern verdienen.
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DVD-Infos
DVD erschienen am 14.06.2005
- Bildformat: 1:1.85
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Extras: Deleted Scenes. Trailer, Making-of, Die Entstehung von Elektra, Trailershow



