Doom (2005)
Doom (2005)
Oder: Mars macht Mobil
Auf dem Mars existiert Leben! Zwar kein ausserirdisches, aber dennoch ist der rote Planet bewohnt. Von Menschen. Die haben dort oben Wissenschaftler hingeschickt, die forschen, testen und erfinden sollen. Nun scheint aber was so ziemlich aus dem Ruder zu laufen, denn ausser Schreien, Hilferufen und kreischenden Menschen wird nichts auf die Erde übertragen. Das ruft nach einer Kampftruppe. Nach den Besten der Besten. Nach der "Rapidal Response Tactical Squad. Für Coole und Insider kurz "RRTS".
Angeführt werden diese muskelbepackten und auf Kampf trainierten Männer von Sarge (The Rock). Ihm zur Seite steht Reaper (Karl Urban), dessen Schwester auf dem Mars stationiert ist und der dort oben beide Elternteile durch einen Unfall verloren hat. Er will nicht mit. Tuts dann aber doch....
Die Olduvai-Station ist das Ziel dieser Gruppe von Marines, deren Crewmitglieder auf angsteinflössende Namen wie "Destroyer", "Mac" oder "Goat" hören. Dort oben soll die Gefahr sein. Dort soll das Unheimliche durch die Gänge ziehen. Dort oben werden die Jungs Monster finden, die sie nie im Leben erwartet hätten. Und ebenfalls werden sie dort oben auf Experimente treffen, denen sie sich selber kaum entziehen können.
Mann gegen Biest. Big Fucking Gun gegen Sabberlatz. One-Liner gegen fliegende Zungen. Es kann nur eine Spezies diese Schlacht gewinnen. Und für die Menschen siehts nicht besonders gut aus....
DVD-Rating
Filme mit schleimigen Viechern, irgendwelchen weit hergeholten Mutationen und wortkargen Helden mögen in der Gegenwart ihre Fans finden, dürfen sich aber nicht wundern, wenn die (geldbringende) Masse höflich darauf verzichtet. So geschehen bei Doom, das seine hohen Produktionskosten bei weitem nicht mit der Kinoauswertung einspielen konnte. Zwar schienen Fans und Freunde des verfilmten Videogames durchaus positive Aspekte und Momente aus dem Film nehmen zu können und Doom schaffte sogar für eine Woche die Spitzenposition der US-Kinocharts, aber die Masse blieb aus. Trotz namhaften Schauspielern und einer Geschichte, die dem Begriff "No-Brainer" neue Dimensionen verleiht.
So, da gibts also Probleme auf dem Mars. Natürlich werden muskelbepackte Menschen dorthin geschickt, um aufzuräumen und die Station zu retten. Was dann folgt ist *knall*, *peng*, *schrei* am Laufmeter. Die einzelnen Charaktere haben keine Chance, auch nur ein bisschen Persönlichkeit an den Tag zu legen und so fragt man sich mehr als einmal, was das jetzt für einer war, der da gerade eben den Löffel abgegeben hat. Gesichtslos präsentiert sich die Kampftruppe, aus deren Menge einzig John Grimm und der Sarge ein bisschen ausbrechen können. Doch bei The Rocks Rolle wird spätestens im Finale klar, dass der Mann zwar ein sympathischer Hagel ist und durchaus Potenzial für eine Filmkarriere hat, jedoch in Doom hemmungslos verbraten wurde.
Auch wenn ich persönlich das (so geniale, brutale, weltbewegende und supi-dupi) Spiel nie selber gedaddelt habe, so fühlte ich mich im falschen Film, als die Ego-Shooter-Szene über den Bildschirm lief. Sicherlich Geschmacksache, diese Sequenz, aber irgendwie war sie noch interessant und hebt sich drum vom Rest des dunklen und mönsterligen Film ab. Wem es reicht, rumballernde Menschen, komische Mutationen zu sehen und Sätze wie "get out" oder "move on" an den Kopf geworfen zu kriegen, dem sei ein Blick in Doom vorbehaltlos zu empfehlen. Denn nicht immer kann ein Film Tiefe, intelligente Handlungen oder interessante Charaktere haben.
Boys with Toys, oder Actors with Guns, ist das Thema eines Features, das die Crew bei den Schiess- und Kampftrainings in Prag begleitet. Dass bei diesen Einheiten gestählte Männer lachend umherballern und bei jedem Schuss aus der eigenen Kanone blinzeln, ist halt schon glatt. In zehn Minuten ist das ganze aber auch schon wieder Geschichte. Dass sich The Rock im Film verwandelt, weiss inzwischen die ganze Fanschaft von Doom. Dass der Felsen aber jeden Tag zwei Stunden für dieses Make-up hinsitzen musste, wird hier gezeigt. Auch die einzelnen Levels der Maskierungen. Interessant, wie aus einem gutaussehenden, sympathischen Kerl ein Monster wird. Die restlichen Monster und ihre Machart kriegen natürlich auch ein eigenes Feature. Da haben ein paar Jungs schön zu tun gehabt. Um die "First Person Shooter" Sequenz dreht sich das abschliessende Filmchen, das dem Zuschauer alle Episoden dieser Szene näher bringt. Vom grundsätzlichen Konzept bis hin zum finalen Film wird der ganze Vorgang erklärt und natürlich auch gezeigt. Eigentlich sollte die Szene ja über fünf Minuten werden und genau diese ganze und komplette Szene ist auch abrufbar. Die Trailer von Jarhead und Serenity schliessen die DVD-Extras ab.
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2.7 Sterne (73 Bewertungen) | 3 Kommentare
DVD-Infos
Extended Version, erschienen am 14.03.2006
- Bildformat: 1:2.35
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Basis Training, Rocks Verwandlung, First Person Shooter Sequenz, Das Doom-Universum, Trailer



