The Devil's Rejects (2005)
TDR - The Devil's Rejects
The Devil's Rejects (2005) TDR - The Devil's Rejects
Oder: Metzgerei on Tour
Das House of the 1000 Corpses ist Geschichte und Baby Firefly (Sherry Moon), ihr gewalttätiger und durchgeknallter Bruder Otis (Bill Moseley), sowie Mother Firefly (Leslie Easterbrook) und ein weiterer Bruder schlafen den Schlaf der Erschöpften. In Mitten von Körperteilen, Leichen oder sonstigen Ekeleien warten sie auf den kommenden Morgen und werden von komischen Geräuschen geweckt. Die Cops sind da!
Der gottesfürchtige Sheriff John Wydell (William Forsythe) ist dieser Killerfamilie schon lange auf den Fersen und sieht jetzt seine Chance gekommen, die Bande fest zu nehmen. Ausserdem will er sich an diesen Bastarden rächen, die seinen Bruder ermordet haben.
Doch so einfach ist es nicht, eine Mörderfamilie zu schnappen und nach der gewaltigen Schiesserei sind dann auch Baby und Otis nicht mehr da. Zwar wurde Mother Firefly festgenommen, aber das ist nur ein Teilerfolg. Die Flüchtigen kontaktieren ihren Vater, einen grusligen Mann mit Clownschminke, der auf den Namen Captain Spaulding (Sid Haig) hört und sich von seiner Familie getrennt hat. Natürlich weiss er jetzt, dass die Cops auch hinter ihm her sind und die Bande trifft sich in einem Motel, wo harmlose und gläubige Musiker die Rache der Teuflischen erleben.
Sheriff Wydell kommt in seinen Ermittlungen nicht weiter und engagiert zwei Helfer (Danny Trejo und der ehemalige Wrestler Diamond Dallas Page), die ihm die Mördersippe finden sollen. Und siehe da, die beiden unsympathischen Herren sind erfolgreich und der Sheriff wähnt sich am Ziel. Doch das Böse ist nicht so leicht aus dem Weg zu schaffen....
DVD-Rating
Rob Zombie hat nicht nur einen gefährlich klingenden Namen, sondern macht auch ähnliche Musik. Ausserdem sind seine Songs in diversen Filmen zu hören und trotzdem scheint sein Name noch immer bekannter zu sein, als seine musikalischen Werke. 2003 brachte er sein Regie-Debüt House of the 1000 Corpses in die amerikanischen Kinos und die Fans schwärmten, dass diese Schlachterei der intensivste Film der Geschichte sei. Ein paar Jahre später kommt also die Mörderfamilie von damals zu ihrem zweiten Auftritt. In The Devils Rejects zeigt der Regisseur, was mit Captain Spaulding und Co. weiter passiert. Und das ist nicht alltäglich.
Ohne den ersten Film gesehen zu haben, eröffnet sich dem recht ahnungslosen Zuschauer ein ekliges Bild. Ein upgefucktes Haus, gleichgesinnte Leute und ein paar verstreute Tote. Da atmet man doch auf, wenn die Cops anfahren. Auch wenn klar ist, dass die Sippe nicht schon in den ersten paar Minuten dingfest gemacht werden wird. Die Szenen verlagern sich in ein Motel, wo harmlose Touristen gequält, gefoltert und gedemütigt werden. Einige werden das cool finden, andere weniger. Geschmacksache ist es definitiv. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen bleibt allerdings weiterhin bestehen.
Dass nach all dem Gefolter, Geschlachte und Gemetzge auch noch ein ebensolches Finale kommen muss, dürfte niemanden überraschen. Allerdings gibts zum Schluss noch ein Auftauchen einer Figur, die eventuell überraschen könnte. Trotzdem ist The Devils Rejects kein Film für die ganze Familie, sondern nur für abgebrühte Fans oder Angeber, die sich eh vor nichts gruseln oder ekeln.
Schauspielerisch bekommt man solide Hausmannskost geboten, auch wenn zwischendurch ein gutes Spässchen eingeflochten wurde, für dessen Verständnis man allerdings schon eine gute Portion schwarzen Humors braucht. Positiv fallen Sid Haig und Sherry Moon auf, während Danny Trejo (der coolste Mexikaner seit Speedy Gonzales) auch in die Jahre kommt. Wrestler Diamond Dallas Page ist mit schwarzem, fettigem Haar erst auf den zweiten Blick zu erkennen.
Fazit: The Devils Rejects ist ein Horror-Road-Movie-Metzgermeister-Lehrstück, das nicht so richtig in Gang kommt und schlussendlich einen faden Beigeschmack hinterlässt. Fans des Genres werden sich kaum in die Hosen machen ab den Szenen im Film und auch nette, liebe und gute Menschen brauchen keine Atmungsgeräte oder sonstige Hilfsmittel beim Betrachten dieses Films. Irgendwie ist man sich, wenn man einen "Horror-/Brutalo-Film" anguckt, doch schlimmeres gewohnt.
Die vorliegende DVD hat leider keine Extras auf der Disc. Jedoch diejenige, die als Doppel-DVD im Handel ist, wurde mit Extras überhäuft. Neben den üblichen Audiokommentaren, den Trailern, den Kurzfilmchen und Testscreenings ist sicherlich das über zweistündige Making-of einen Blick wert. Dort soll in aller Gründlichkeit die Geschichte der Mörderfamilie aufgearbeitet werden und auch die (blutigen) Effekte genauer unter die Lupe genommen werden.
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4.4 Sterne (24 Bewertungen) | 4 Kommentare
DVD-Infos
Director's Cut, erschienen am 07.04.2006
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 6.1), Englisch (Dolb 6.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Auf der Doppel-DVD: Disc 1: Audiokommentare, Trailer / Disc 2: Bloopers, Morris Green Show, Werbeblöcke mit Captain Spaulding, The Otis Home Video, Musikvideo, Deleted Scenes, Make-up-Test, Tribute, Dokumentation (140 Minuten)



