Death Tunnel (2005)

Death Tunnel (2005)

Oder: you are all going to die down here...

Susi hat es nicht geschaft - was für ne Sauerei!

Susi hat es nicht geschaft - was für ne Sauerei!

1928 brach eine gewaltige Pestepidemie aus, die in der Region über 63 000 Menschenleben forderte und später als die "Weisse Plage" bekannt wurde. Um die Infizierten zu isolieren, wurde ein monströses Sanatorium gebaut, wo die Patienten Opfer von bizarrsten Experimenten wurden, um ein Heilmittel zu finden. Damit sich im Spital nicht die Leichen türmten, wurde der so genannte "Todestunnel" gebaut, in dem die Leichen, ungesehen von der Öffentlichkeit, verschwanden. Unter der Aufsicht des psychopatischen Oberarztes wurden die Patienten aufs Schlimmste verstümmelt und nur wenige überlebten längere Zeit. Nachdem der Todesarzt für seine Verbrechen verurteilt wurde, wurde das Spital geschlossen. Doch die Erinnerungen blieben an den verfallenen Gängen hängen und bald rankten sich die wildesten Geschichten um das verfallene Horrorgemäuer.

So hab' ich mir meine Ferien nicht vorgestellt...

So hab' ich mir meine Ferien nicht vorgestellt...

Einige Jahre später werden nach der berüchtigten "Truth or Scare"-Party fünf Frauen in dieses verfallene und verlassene Spital geschleppt und dort auf einem der fünf Stockwerke verteilt. Das ganze wird live übertragen und sie dürfen sich nicht länger als eine Stunde an einem Ort aufhalten. Kurz nachdem die Show beginnt, findet der Operator einen mysteriösen Tod und die Frauen sind auf sich alleine gestellt. Ohne Überwachung, ohne Sicherheit und schutzlos dem ausgeliefert, was sonst noch im Spital lauert.

Was wie ein harmloses Spiel beginnt, artet innert kürzester Zeit zu tödlichem Ernst aus. Ohne etwas zu ahnen, tappen die fünf Frauen in die Arme der wartenden Schrecken, die schon lange mit ihnen abrechnen und endlich Gerechtigkeit erfahren wollen. Ein Horrortrip zwischen den verfallenen Gängen des ehemaligen Horrorspitals beginnt, bei dem blutverschmierte Wände noch das harmloseste sind, was auf die Opfer wartet.


DVD-Rating

Death Tunnel wird geprägt durch die Handschrift der neusten Schocker: Einige Elemente von Saw, dazu die hässlichen Folterungen und Sets von Hostel und dazu noch einige heisse Chicks aus den üblichen Teenieslashern. Das alles wird mit dem modernen Hochglanzlook präsentiert und baut mit raschem Cut, düsterer Musik und genügend hässlichen Bildern eine recht intensive Atmosphäre auf. Was vor allem bleibenden Eindruck hinterlässt ist, dass der Film an dem realen Ort gedreht wurde, wo laut gewissen Informationen wirklich 60 000 Menschen einen schrecklichen Tod fanden.

Death Tunnel beginnt mitten in der Handlung. Während sich die Girls bereits im Sanatorium befinden, wird in vielen, oft wenigen Sekunden langen Schnipseln die Hintergrundstory zusammengesetzt. So erfährt man im Verlauf der eigentlich recht simplen Handlung immer mehr über den Grund der Morde, und warum sie sich dort befinden. Die Schauspielerinnen sind von der üblichen Teenieshocker-Klasse. Neben viel Haut bieten sie zwischendurch auch ein recht akzeptables Schauspiel, der männliche Hauptdarsteller enttäuscht aber auf ganzer Linie.

Soweit so gut, aber genau mit dieser äusserst eigenwilligen Variante der tausend Flashbacks haben sie den Eindruck eines sonst recht ordentlichen Films zunichte gemacht. Da kann die Kameraführung noch so gut sein, aber bei unzähligen Flashbacks, Einblendungen und Überblendungen wird es mehr und mehr unübersichtlich und zwischen den einzelnen Schocksequenzen ist nur noch mit Mühe die Story erkennbar. So hat es auch gegen den Schluss immer mehr Hänger und man verbringt mehr Zeit damit sich zu fragen, was das gerade sollte, als wirklich der Story zu folgen. So fallen auch einige recht drastische Logikfehler auf.

Fazit: Death Tunnel ist ein sehr düsterer Schocker, der mit vielen intensiven und auch hässlichen Szenen aufwartet, die sehr realistisch sind und dem Genrefan alles bietet, was das Herz erfreut. Dennoch verdirbt sich Death Tunnel die Show selber, indem er aus dem sonst recht linearen Schocker eine Flashback- und Sekundenschnittorgie macht, die verzweifelt versucht, eine hauchdünne Story möglichst kompliziert und aufdringlich zu erzählen. Das legt der Wirkung des Filmes mehr Steine in den Weg, als dass es nützt. Dennoch, wer starke Nerven hat und auf der Suche nach einem eigenwilligen, aber auch recht klischeelastigen Schocker ist, wird mit Death Tunnel fündig.

Die DVD bietet den Film mit guter und scharfer Bildqualität, die auch von starkem Sound unterstützt wird. Die benützten Soundeffekte kommen sehr klar rüber. Das Bonusmaterial hält sich im symbolischen Bereich und enthält neben einem mageren Making of, das nur die rudimentärsten Infos bietet, nur noch einige Bilder vom Set. Einige Trailer von anderen Horrorfilmen schliessen das enttäuschende Bonuspaket ab.


OutNow.CH:

Bewertung: 2.52.5

 

27.09.2006 / db

Community:

Bewertung: 2.5 (9 Bewertungen)

 

 

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