Chicken Little (2005)

Himmel und Huhn

Chicken Little (2005) Himmel und Huhn

Chicken Little

Yo, ich war grad an der Steckdose

Ein Jahr ist es nun her, seit ein vermeintliches Stück Himmel auf den Kopf von Chicken Little (Stimme von Zach Braff) fiel und dieser seine Erlebnisse in der Stadt Oakey Oaks Kund tun wollte. Natürlich hat ihm niemand geglaubt, denn das Beweisstück wurde nie gefunden. Stattdessen ist dem kleinen Hühnchen vor allen Leuten eine Eichel auf den Kopf gefallen und somit wurde das ganze als Spinnerei abgetan. Eine schwere Zeit begann für das kleine Federvieh, denn was immer er von nun an sagte oder gesehen zu haben glaubte, wurde mit Unverständnis goutiert und katapultierte den Brillenträger endgültig in die "Verlierer"-Kategorie.

Inzwischen hat sich an diesem Zustand kaum was verändert. Chicken Little verbringt seine Freizeit am liebsten mit seinen Kumpels Abby (Stimme von Joan Cusack) der hässlichen Entlein-Mädel, dem gemästeten Schwein Runt (Stimme von Steve Zahn) und dem Austauschschüler Fish, der einen mit Wasser gefüllten Helm trägt, da Fische ja bekanntlich anders atmen. Die bunte Truppe muss sich gegen arrogante Füchsinnen und deren Anhang wehren und macht sich ebenfalls um die Kommunikation zwischen Chicken Little und seinem Vater Buck (Stimme von Garry Marshall) einige Sorgen. Denn Dad und Kid sprechen nicht miteinander. Sie mögen sich zwar, aber so richtig aussprechen und die Probleme angehen, das tun sie nicht.

Chicken Little

Hangin'in there!

Als Chicken Little bei einem Baseballspiel erstaunliches leistet, scheinen sich Vater und Sohn annähern zu können. Alles scheint auf dem richtigen Weg zu sein, bis der kleine Gackerer eines Abends aus dem Fenster guckt und von einem Stück "Himmel" getroffen wird. Deja-Vu?

Das Stück Himmel, dass sich als recht metallisch herausstellt, hat nicht nur einige interessante Features, dass die Truppe natürlich ausprobieren muss, sondern entpuppt sich als ein Stück eines Raumschiffs, mit dessen Betreten die Gruppe sich in eine Situation bringt, aus der sie nur schwierig wieder rauskommen wird. Wenn überhaupt....


DVD-Rating

Chicken Little ist der erste Alleingang der Disneycompanie in Sachen computergenerierter Animation. Hatte man sich bislang meist auf die Technik und die Ideen von Partner "Pixar" verlassen, brachte man mit der Geschichte um das Hühnchen die erste eigene Kreation auf den Markt. Über 130 Millionen Dollar konnte Chicken Little an den US-Kinokassen einspielen und darf somit als gelungenes "Experiment" betrachtet werden. Natürlich sind die Hauptfiguren inzwischen in jedem Merchandise-Laden zu haben und bekamen ihren festen Platz in den Paraden der Disneyparks. Aber das war ja auch voraus zu sehen.

Obwohl der Film nur knapp 80 Minuten dauert, ist er sehr lustig, unterhaltsam und wunderbar animiert. Die Figuren sind knuddelig und man findet schnell denjenigen, der einem am ehesten zuspricht. Für die einen ist es das Haupthühnchen, für andere das orange Alien mit den komischen Augen. Jede Figur bekommt genügend Zeit, sich einzuführen und ein paar der zahlreichen lustigen Szenen für sich zu verbuchen.

Auch wenn Chicken Little ein kleines Stückchen fehlt, um an die Pixar-Produktionen heran zu reichen, schlägt sich der Film mehr als gut und hat für die ganze Familie zahlreiche witzige Szenen auf Lager, von denen einige herrliche Hommages an bekannte Filmszenen sind. So sieht man den Fisch in King Kong Pose an einem selber gefalteten Papierturm hängen und Papierflugzeuge verscheuchen. Von solchen Szenen gibt es einige.

Chicken Little ist ein gelungener Familienfilm, der in der englischen Originalfassung bessere Stimmen zu bieten hat, als in der Synchro. So hört man da X-Men-Chef Patrick Stewart oder Zach Braff aus Scrubs.

Wie gewohnt, präsentiert sich die Disney-DVD kindgerecht mit entsprechenden Extras ausgestattet. Da gibts Musikvideos, Sing-a-Longs oder Spiele. Dazu ein paar Szenen, die entweder verlängert oder sogar ganz zum ersten Mal zu sehen sind. Mit dabei sind auch alternative Eröffnungen, in denen man Chicken Little auch in seiner "ursprünglichen" Fassung sieht. Nämlich als Mädchen. Dazu gibts ein interessantes Making-of, welches die Geheimnisse der Machart des Filmes ein bisschen preisgibt.

3.5 Sterne 4.0 Sterne
3.5 Sterne (40 Bewertungen) | 0 Kommentare

4.54.5
14.07.2006 / muri (Inhalt), tam (Rating)


DVD-Infos

DVD erschienen am 15.06.2006

  • Bildformat: 16:9
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1), Oesterreichisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch. Französisch, Spanisch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte
  • Extras: Musikvideos, Deleted Scenes, Karaoke, Sing A Long, Spiele, Making-of