Brokeback Mountain (2005)
Brokeback Mountain (2005)
Dies ist er nun also, der Oscar-Gewinner 2006! Santaolallas Werk hat sich gegen eine sehr starke Konkurrenz (überraschend) durchsetzen müssen. So wurden neben Brokeback Mountain auch John Williams Munich und Memoirs of a Geisha, Alberto Iglesias The Constant Gardener und Dario Marianellis Pride and Prejudice für ein goldenes Männchen nominiert.
Gustavo Santaolalla hat mit seiner Musik den beiden Cowboys aus dem, mal anderen, Wilden Westen eine sehr ruhige, eigenwillige und dramatische Begleitung mit auf den Weg gegeben. Das Album eröffnet, wie auch der Film, mit einer sehr dezent gezupften Gitarre. Das erste Stück, "Opening", hat eine sehr schöne Wirkung, nicht nur wegen dem Gitarren-Solo, sondern Santaolalla stellt sein Main Theme erst verhalten und noch nicht in "voller Pracht" vor. Den Kern des Albums bilden sicherlich die drei Suiten "Brokeback Mountain". Sie sind äusserst schön arrangiert und werden von Gitarren-Solis dominiert. Überhaupt hat das Orchester eine eher tragende Funktion in diesem Score. Es hilft mehr, die Gitarre in ihren Themenvariationen durch den Score hindurch zu tragen, als sich allzu sehr in den Vordergrund zu stellen.
Das Stück "Snow" kommt wohl am verspieltesten daher, hat dafür aber auch am meisten Mühe, sich in die Gesamtkomposition einzuordnen, weil es sich dem ansonsten sehr stark präsenten Hauptthema gar nicht bedient.
Fazit: Mit Brokeback Mountain legt uns Gustavo Santaolalla eine zum Film passende Komposition vor, welche aus einem sehr eingänglichen und schönen Hauptthema besteht. Jedoch leidet der Score(-Realise) nicht nur unter der, etwas fraglichen, Songwahl und deren Koordination, sondern vor allem auch daran, dass das Hauptthema allzu präsent ist und der Score somit nach mehrmaligem Hören an Qualität einbüsst. So haben wir hier zwar eine feine kleine Komposition, deren Oscargewinn jedoch schon etwas fraglich erscheint!
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