Be Cool (2005)
Be Cool (2005)
Oder: Brrr, mach mal einer das Fenster zu!
Chili Palmer, gespielt von John Travolta, ist ein Gangster. Er ist kaltblütig, gerissen und gleichzeitig auch noch Filmproduzent in - wie könnt's anders sein - Hollywood. Doch ein paar Jahre nach seinem ersten produzierten Film will Chili schon umsatteln, und zwar in die Musikindustrie. Mit offenen Händen wird er dort allerdings nicht empfangen, und auch seinen Gangsterbonus kann er unter nun Gleichartigen nicht mehr auspielen.
Dem Erfolg soll aber die unbekannte Sängerin Linda Moon auf die Sprünge helfen. Sie ist schön, sympathisch, sexy und kann sogar noch singen. Der Haken: Die Lady, die schon bei Nick Carr (Harvey Keitel) und seinem Büttel Raji unter Vertrag steht, bei denen sie als eine Art Go-Go-Girl auf der Bühne herumhopsen muss. Chili gibt Raji dennoch zu verstehen, dass er nun die Sache niveauvoll in die Hand nehmen wird und sich Carr den Vertrag in der Allerwertesten stecken kann.
Und da ist noch die Witwe seines frisch erschossenen Kumpels Tommy (Uma Thurman), die vom Tode ihres Ehemannes irgendwie unbeeindruckt ist und Linda auch ganz toll findet. Da ihr eigenes Record Label sowieso gerade am Krieseln ist, kommt Linda recht gelegen, und Chili braucht gar nicht mehr viel Überredungskunst für einen neuen Plattenvertrag. Viel scheint nun dem Erfolg nicht mehr im Weg zu stehen, wären nicht die Mörder von Tommy ein paar haarlose Russen, und wäre da nicht noch ein Gangstah-Rap Producer der noch auf dreihundert Kisten wartet...
Kinofilm-Rating
John Travolta tanzend mit Uma Thurman à la Pulp Fiction und ein Plot à la Get Shorty, das hört sich ja spannend an. Zusätzlich noch Aerosmith Sänger Steven Tyler in seinem Filmdebut. Aber was bitte sucht Ex-Wrestler The Rock in solch einem Streifen? Die Antwort war schnell offensichtlich: Anstatt als üblichen Prügelknaben im Stil von Steven Seagal, übt sich der Felsen nun im Comedy-Genre. Als schwuler und ein bisschen unterbemittelter Bodygard macht er das auch gar nicht so schlecht. Wobei mir bei all seinen Szenen dauernd ein schwangerer Arnold Schwarzenegger in den Sinn kam.
Doch leider kann ich dem Film nicht das Attribut "spannend" zuordnen, und manchmal gab's sogar Szenen wo ich mir die Haare raufte. Be Cool ist zwar schön anzugucken, neben Uma Thurman gibt's noch viele andere weibliche Augenweiden, Bild und Ton lassen sich sehen respektive anhören, doch das gewisse Etwas das man normalerweise bei so Art Filmen erwartet, vermisste ich.
Da es heftig um's Filmbusiness ging, musste auch eine glaubwürdige Welt geschaffen werden. Hinhalten mussten dafür reale Schauspieler für fiktive Filme und reale Filme für fiktive Schauspieler. Derartige und andere Gags wurden einem nicht auf dem Silbertablett serviert sondern nett am Rande, was für ein paar Schmunzler sorgte.
John "The Cool" Travolta hatte keine spektakuläre Rolle, es war halt John Travolta. Entweder man mag ihn, oder halt nicht. Uma Thurman sah man selten so sexy in so vielen schönen Kleidern, und sie gibt auch schauspielerisch dem Film ein Plus. Cool ist der Film auf alle Fälle, doch muss eben ein cooler Film nicht auch ein toller Film sein.
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3.3 Sterne (96 Bewertungen) | 13 Kommentare




