Batman Begins (2005)
Batman Begins (2005)

Eigentlich sollte man meinen, eine personelle Zusammenstellung der Filmmusikveteranen James Newton Howard und Hans Zimmer könnte fruchten. Aber wie die Erfahrung zeigt, neigen Filmmusiken, die von mehreren Komponisten erstellt wurden, eher dazu, an Personalität zu verlieren als an einer Verdopplung der Fähigkeiten zu gewinnen.
Batman Begins nun fehlt es, manch einer hat es schon befürchtet, vor allem an einem zur Orientierung dienenden Hauptthema, es gibt kein eigentliches Batman-Thema. Gerne erinnert man sich an das famose, düster-heroische Stück von Danny Elfman für Tim Burtons Filme. Nun gut, Batman Begins ist der neue Batman eines neuen Jahrhunderts, gut möglich, dass ein eingängiges Thema, ein "Batmanmarsch" oder wie auch immer, hier nicht funktioniert hätten. Im Film freilich verschwindet die Musik fast gänzlich, so wenig bleibt von ihr im Ohr haften, wenig Emotionen vermag sie auszulösen.
Auf der 60 minütigen CD, interessant sind die lateinischen Tracktitel, die jeder für sich eine Fledermausart symbolisieren, hat man wenigstens noch die Möglichkeit, die Arbeiten der beiden Komponisten etwas auseinanderzuhalten, die bekannten Actionrhythmen von Hans Zimmer und die eleganten Streicherelegien eines James Newton Howard herauszuhören. Aber es gibt auch viel Leerlauf, Momente in denen einfach nichts passiert in der Musik, drohnige Synthiecues und Leblosigkeit. Das ist die Musik von Batman 2005, auch diese Komponistenhochzeit vermag eher nicht zu überzeugen, man sollte also die musikalischen Erwartungen nicht zu hoch ansetzen.
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