American Pie Presents: Band Camp (2005)

American Pie präsentiert: Die nächste Generation

American Pie Presents: Band Camp (2005) American Pie präsentiert: Die nächste Generation

Oder: von Tuten und Blasen keine Ahnung...

American Pie Presents: Band Camp

*Schlabber*

Die Kulttruppe um Jim, Stifler und Co. nach American Pie 3 ihren Abschied aus dem Partyleben gegeben hat, sind nun die Familienmitglieder dran, in deren Fusstapfen zu treten. Eigentlich ist es hauptsächlich Stiflers kleiner Bruder Matt (Tad Hilgenbrinck), der das Familienunternehmen weiterführen will. Und das beschränkt sich auf Filme von nackten Mädchen, in der Schule Streiche spielen und jedermann mit einem schönen Fluch auf den Lippen zu begrüssen. Die letzte Aktion ging allerdings mächtig in die Hose und so wird Matt vom Schulpsychologen ins Band-Camp geschickt. Dort wo jeden Sommer die Orchester der Schulen üben, "Spass" haben und schlussendlich in einem Wettbewerb gegeneinander antreten müssen.

American Pie Presents: Band Camp

*huch*, ist der Film kacke

Das ein solcher Ort für einen echten Stifler natürlich die Hölle auf Erden ist, scheint klar. Trotzdem versucht Matt das Beste draus zu machen und plant einen eigenen Film über Mädels zu drehen. Hauptsächlich geht's ihm dabei um Brüste oder Ärsche. Ausserdem ist die hübsche Elyse (Arielle Kebbel) mit der Band von Stiflers Schule ebenfalls im Camp. Und eine solche Chance will sich Matt nicht entgehen lassen.

Unter den strengen Augen von Jims Dad (Eugene Levy) versucht nun Matt, dem Camp den nötigen Spass zu vermitteln, seinen Film zu realisieren und merkt dabei anfänglich gar nicht, dass er sich immer mehr zu den Leuten im Band-Camp hingezogen fühlt. Kann es sein, dass ein Stifler plötzlich richtige Freunde findet? Und sich sogar verliebt?


DVD-Rating

1999 wars, als in American Pie das erste Mal ein Kuchen zweckentfremdet wurde und die Abenteuer der notgeilen Teenagergruppe ihren Lauf nahm. Mit American Pie 2 und der American Wedding war das Pulver an schlechten Gags, Fäkalhumor und Eis am Stiel-Nachfolge-Stories aber verschossen und nicht wenige gönnten der Truppe ihren wohlverdienten Kino-Ruhestand. Bis sich dann doch noch ein paar geldgeile Menschen entschlossen, noch mal eine Fortsetzung der Reihe zu drehen. Zwar nicht mehr mit den Originalschauspielern (mit Ausnahmen), nicht mehr lustig oder auch nur annähernd witzig und mit einem Hauptdarsteller, der hier sein Leinwanddebüt gibt.

Die Geschichte ist schnell erzählt und will wahrscheinlich gar nicht gross ernst genommen werden. Es ist der typische US-Teenie-Klamauk, in dem ein anfänglich ach so cooler Typ feststellen muss, dass er eigentlich was ganz anderes will und dann auch noch sein Herz verliert. Dazu schaffte man es nicht von den Piss-, Furz- und Kacka-Witzen wegzukommen, auch wenn die hier erstaunlich dezent gestreut sind.

Das Niveau des Films ist bedenklich und ist keinesfalls mit dem immerhin noch unterhaltsamen American Pie 3 zu vergleichen. Der Link zur "richtigen" Serie ist (leider) Jims Dad, Eugene Levy, der sich in Klamotten wie New York Minute oder nächstes Jahr mit Cheaper by the Dozen 2 erstaunlicherweise über Wasser hält.

Fazit: American Pie Band Camp ist ein Film vom Fliessband amerikanischer Filmstudios und zielt auf eine Gruppe von Menschen, denen das Blasrohr steif wird, wenn sie eine Frau im BH sehen. Alle anderen werden nur müde lächeln ab den Scherzen in diesem, meiner Meinung nach, kläglichen (und hoffentlich letzten) Versuch, aus einer eigentlich amüsanten Screwball-Reihe noch das letzte Lust-Tröpfchen Gewinn raus zu pressen.

Als Extras auf der DVD gibt's ein paar Pannen und Versprecher (ca. 4 Minuten) und diverse Szenen, die nicht im finalen Film vorkommen. Das meist zu Recht. Ein Einblick in Tad Hilgenbrincks Drehtag und die Stimmung am Set wird in einem kleinen Feature, dass im Titel mehr verspricht, als es hält, gegeben. Ebenfalls übers Drehort und die kleinen Geheimnisse des Films wird in einem weiteren "schmutzigen" Filmchen berichtet. Eine viertelstündige Fahrt mit dem kleinen Roboter bringt uns hinter ein paar nette, aber leider gar belanglose Details aus dem Film. Beim nachfolgenden Musikvideo gibt's wenigstens ein bisschen "T&A" zu sehen, aber halt alles TV-gerecht und keinesfalls anstössig.

2.3 Sterne 1.5 Sterne
2.3 Sterne (42 Bewertungen) | 13 Kommentare

1.0 Stern1 von 0.0-6.0
17.11.2005 / muri


DVD-Infos

DVD erschienen am 09.11.2005

  • Bildformat: 1:1.78
  • Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Extras: Bloopers, Deleted Scenes, Schmutziges Tagebuch, Schmutzige Geheimnisse (Set-Tour), Wanderkamera-Filmmaterial, Musikvideo