2001 Maniacs (2005)
2001 Maniacs (2005)
Oder: Auf ein paar mehr kommts nicht an
Wieder einmal haben die grossen Semesterferien begonnen und drei College-Freunde machen sich auf den Weg in den Süden nach Daytona Beach, um so richtig Spass zu haben. Also steigen sie in ihr Auto und fahren los. Unterwegs treffen sie nicht nur heisse Chicks an, sondern verfahren sich auch recht schnell. Da treffen sie plötzlich auf eine grosse Umleitung, die aber irgendwo in die Pampa führt.
Nach einigem Fahren treffen sie in dem idyllischen Dorf Pleasent Valley ein, wo sie von den 2001 Bewohnern herzlich zum jährlichen Barbecue eingeladen werden. Anfänglich wirkt die skurrile Gemeinde unter der Anführung von Bürgermeister Buckham (Robert Englund) eher abstossend, doch als die Teenager die vollbusigen naiven Landgirls zu Gesicht bekommen, ist Daytona Beach schnell vergessen und sie bleiben, um mit dem Kriegsveteranen zu feiern.
Die Teenager werden als Ehrengäste empfangen und geniessen es in vollen Zügen, von den Frauen umschwärmt zu werden. Während die einen erfolgreich zu zweit in den Federn landen, sind andere weniger erfolgreich. Dabei merken sie nicht, wie schnell die fröhliche Stimmung immer mehr in schleichende Feindseligkeit umschlägt. So wird das, was anfänglich gute Unterhaltung war, tödlicher Ernst, der ihnen nicht nur ans Leben, sondern auch ans Fleisch geht. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
DVD-Rating
2001 Maniacs einer der Horrorfilme der neusten Generation und gleichzeitig eine Kollaboration der Schwergewichte auf dem Horrorbereich. Der Altmeister Robert Englund, der vielen eher als Freddy Krueger bekannt sein wird, spielt die Hauptrolle und Eli Roth, der Kopf hinter Hostel ist Produzent. Also, eigentlich eine gute Voraussetzung für runde 80 Minuten pures Horrorvergnügen, die auch meistens erfüllt wird.
Nach einem köstlichen Intro mit Peter Stormare als Geschichtslehrer, biegt 2001 Maniacs jedoch schnell auf die ausgefahrene Strasse der Horrorroutine ein und folgt dieser über weite Strecken. Einige hormongesteuerte Teenager fahren in die Ferien, folgen einer der vielen mysteriösen Abkürzungen und landen in einem unheimlichen Dorf, wo es genauso komische wie düstere Gestalten hat. Auf diese klassische Art und Weise geht es danach auch weiter, die Teenager toben sich aus und werden natürlich entsprechend bestraft.
Die Grundstory ist genauso simpel wie praktisch. Die Teenagers wollen alles nageln, während die alten Soldaten die Teenager auseinander nehmen wollen und das tun sie auch sehr visuell. Völlig übertriebene, mit viel Blood and Gore ausgestattete Todessequenzen bieten jedem Horrorfan köstliche Unterhaltung. Das wird mit viel nackter Haut und Sex in allen Form und Farben "veredelt", es gibt kaum eine Weise, die nicht im Film vorkommt. Gleichzeitig ist er politisch inkorrekt und benutzt alle politischen und kulturellen Klischees um ein kurzweiliges, blutiges Splatterspektakel abzufackeln.
Die Schauspieler geben vor allem auf der Bad-Guy Seite gute Leistungen und überzeugen absolut in ihren teilweise schrägen und auch sehr plakativen Rollen. Die Teenager hingegen vegetieren auf der üblichen Routine dahin und beschäftigen sich hauptsächlich damit, Röcken und Brüsten nachzurennen, als wirklich zu schauspielern. Sie dienen primär als mittel zum Zweck, erwecken kaum Mitleid und dienen nur dazu, die möglichst kreativen Todessequenzen abzufackeln.
Trotz allem, ist 2001 Maniacs über alle Zweifel erhaben? Nein, bei weitem nicht. Über weite Strecken kommt der Film eher träge voran und trotz einiger recht innovativer Todessequenzen wird er ein klebriges déjà vue nicht los, zu klassisch ist das Szenario und zu voraussehbar sind einige Todessequenzen, und wirkliche Schocker sind kaum vorhanden. Wenigstens hat es einen unerwarteten Schluss.
Fazit: 2001 Maniacs ist ein kurzweiliges, blutiges, völlig klischeeüberladenes Splatterspektakel, das köstliches Horrorvergnügen bietet. Für einen Popkornfilmabend unter Freunden mit ein paar Promille ist das die passende Unterhaltung. Dazu kommt noch genügend nackte Haut und heisse Chicks, die das ganze Paket abrunden. Objektiv betrachtet, ist es aber ein simpel gestricktes Filmchen mit einem voraussehbarer Plot, oberflächlichen Figuren und wahllos aneinander gereihten Todessequenzen. Auch wenn die Umsetzung durchaus gelungen ist, kann er sich nur mit seinem schwarzen Humor über den Durchschnitt heben.
Die DVD kommt in einem Edelformat daher und bietet nicht nur den Film mit Audiokommentaren von Regisseur und den Hauptdarstellern, sondern auch viel Bonusmaterial: Einige geänderte, erweiterte und zensierte Szenen, die jetzt in der ganzen Länge gezeigt werden. Dazu gruppieren sich noch Outtakes und ein fünf-teiliges Making Of, das die Entstehung und auch die Hintergrundgeschichte von 2001 Maniacs näher beleuchtet. Ein Blick auf die Vorsprechen rundet das umfassende Paket ab.
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2.7 Sterne (26 Bewertungen) | 6 Kommentare
DVD-Infos
DVD erschienen am 19.05.2006
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Extras: Deleted/Extended scenes & outtakes, Alternative Eröffnung, Vorsprechen, Making-of, Grande Finale, Audiokommentare



