White Chicks (2004)

White Chicks (2004)

Oder: Wie bringt man Scheisse ins Kino

White Chicks

Vorher...

Sie sind Cops. Brüder, aber Cops. Sie vermasseln jeden Auftrag, aber trotzdem. Sie sind Cops. Detectives Kevin (Shawn Wayans) und Marcus Copeland (Marlon Wayans) haben soeben wieder einen Auftrag vermasselt. Haben die doch tatsächlich den Eislieferanten festnehmen wollen und den Drogenlieferanten laufen lassen... *tststs*

Durch dieses Missgeschick haben die zwei schwarzen Brüder nun ein dermassen schlechtes Gewissen, dass sie ihren Ruf wieder herstellen wollen und jeden (und damit meinen sie wirklich JEDEN) Auftrag übernehmen. Wie es der Zufall so will, sind an diesem Wochenende die beiden Millionenerbinnen Tiffany und Brittany Wilson zu überwachen. Sie sollen entführt werden und für ihre Sicherheit sorgen die beiden anfänglich erwähnten Cops. Das das nicht gut gehen kann, ist logisch und siehe da... Ein Autounfällelchen lässt aufgespritzte Lippen platzen und verunstaltet neu formierte Näselchen. So können die beiden reichen Luder natürlich nicht an die bevorstehende Wochenendparty gehen. Ist ja klar, oder?

White Chicks

...nachher

Den beiden (achtung!) Schwarzen kommt jetzt also nichts anderes in den Sinn, als sich als (achtung!!) Weisse zu tarnen und in deren Tussirollen die Gesellschaft so richtig aufzumischen. Dass sie beiläufig auch noch die fiesen Machenschaften eines Geldhais zunichte machen, sich mit schwarzen geilen Männern rumschlagen müssen und nebenbei noch Girlie-Probleme lösen tut nichts zur Sache.

Denn Hauptsache man sieht schwarze Männer als weisse Frauen, die furzen, rülpsen, schmatzen, sich in der Stimmlage vertun und so potthässlich sind, dass jeder Blinde den Unterschied zwischen Echt und Fake sofort erkennen muss, über die Leinwand hüpfen, rennen, fluchen, hechten und tanzen. So cool.....


Kinofilm-Rating

Ach du grüne Kacke. Auf was hab ich mich da wieder eingelassen. Männer in Frauenklamotten sind ja so was von out. Während man der guten Ms. Doubtfire nachtrauert, gwagglen hier die Wayans-Brüder über die Leinwand und lassen den interessierten Seher sich wieder einmal fragen, woher sie bloss das Geld und die Investitionen für ihren Schwachsinn hernehmen. Wer zahlt so was? Was erwartet man davon? Gehen das wirklich Leute freiwillig schauen?

Um mal mit dem positive(re)n zu beginnen... Anfänglich macht der Film als Bad Boys für Arme eine nicht mal so schlechte Figur. Wäre man auf dieser Schiene weitergefahren, hätte sogar ein einigermassen ansehnlicher Film rauskommen können. Aber nein, man muss ja Männer in Designerklamotten stecken, sie mit heller Farbe überziehen und ihnen Masken aufsetzen, die sie aussehen lassen, wie aus "Dawn of the Dead in the Hood". Wenns wenigstens noch gut ausgesehen hätte und die einzelnen Szenen Sinn gemacht hätten. Ja dann... Aber nix is. Trotzdem ich was positives schreiben wollte, scheine ich schnurstracks auf die Ärgernisse zu sprechen zu kommen. Tja, wer Scheisse produziert, muss damit rechnen.

Ja, der Film ist Müll. Er hat mich während der gesamten Dauer auf ca. 1 Schmunzler gebracht. Und darin involviert war kein Hauptdarsteller in Frauenkostümen, sondern ein schwarzer, muskelbepackter Glatzkopf, der auf der Tanzfläche mit einem Trillerpfeifchen sein Testosteron rausschwitzte. Das war noch witzig. Den Rest kann man getrost der Berghilfe schicken. Und zwar einfach. Wenn ihr versteht, was ich meine....

Fazit: Wer furzen, rülpsen und kotzen geil findet, dem sei ein Besuch empfohlen. Denn davon hats so einiges. Ebenso denjenigen männlichen Personen, die auch privat mal den einen oder anderen High-Heel oder Minirock tragen. Vielleicht lernt man ja noch was... Wer allerdings auch nur ein bisschen Verstand im Hirn hat, dem empfehle ich dringend, einen weiten Bogen um diesen "Film" zu machen. Denn wenn man nach etwas über 90 Minuten endlich den Abspann zu sehen kriegt, wird man sich fragen, ob man die Zeit eigentlich nicht besser hätte nutzen können. Zum Beispiel mit im Regen stehen oder Duschabflüsse mit dem Finger reinigen. Sinnvoller wärs allemal....

2.4 Sterne
2.4 Sterne (52 Bewertungen) | 26 Kommentare

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11.10.2004 / muri