Thunderbirds (2004)
Thunderbirds (2004)
Oder: Je grösser die Rakte, desto kleiner der....
Irgendwann in der Zukunft. Wenn immer die Welt in Schwierigkeiten gerät, wenn Katastrophen verhindert werden müssen oder halt einfach mal Not am Mann ist, werden sie gerufen: Die Thunderbirds.
Die Gruppe besteht aus Vater Jeff Tracy (Bill Paxton) und seinen 5 Söhnen, wobei Alan (Brady Corbet) noch von solchen Einsätzen träumt und ein Leben in einem Internat fristet. Glücklicherweise haben grad die Ferien angefangen und Alan wird von der schönen, britischen Agentin Lady Penelope (Sophia Myles) und ihrem pinkigen, coolen Auto abgeholt, um eben diese Ferien auf Tracy-Island zu verbringen. Zusammen mit seinem Kumpel Fermat (Soren Fulton freut er sich drauf, denn wer die Insel sieht, der weiss auch warum.
Auf Tracy Island angekommen, ist das Wiedersehen mit seiner Familie entsprechend gross. Aber als Alan seiner Begeisterung für die coolen Familien-Raketen nicht widerstehen kann und eine davon startet, bekommt er Hausarrest. So kriegt er auch vorerst nicht mit, dass seine Familie einen neuen Auftrag erhält. Denn die Satellitenstation der Thunderbirds wurde angegriffen. Man startet das Raumschiff und will das Problem beheben, doch das ganze war bei weitem kein Un- oder gar Zufall.
"The Hood" (Ben Kingsley) steckt dahinter. Er, seines Zeichens Oberbösewicht und erklärter Feind des Guten, sieht sein Ablenkungsmanöver gelungen und schwimmt mit seinem U-Boot zur Insel, die er dann sogleich einnimmt. Auch der Wissenschaftler "Braines" (Anthony Edwards), der Vater von Fermat, wird gefangen genommen. Ebenso die Eltern von TinTin (Vanessa Anne Hudgens).
Nun liegt es an Alan, Fermat und TinTin, die Eindringlinge zu stoppen, deren Pläne zu vereiteln und das Gute gewinnen zu lassen. Auf die Hilfe von Lady Penelope können sie nicht mehr hoffen, denn ihr Ankommen wurde entdeckt und sie wurde ebenfalls in den Kühlraum gesperrt. Und während dem die Jugendlichen auf der Insel versuchen, "The Hood" und seine Schergen zu bekämpfen, geht den restlichen Familienmitglieder in der Raumstation langsam aber sicher die Luft aus....
DVD-Rating
In den 60-er Jahren, waren die Thunderbirds eine Serie mit Puppen, die sichtbar an Fäden hingen und diverse Male auf Rettungsmission mussten. Obwohl die Serie in unseren Breitengraden erstaunlicherweise nicht besonders bekannt ist und war, entschied man sich, eine Realverfilmung dieser Abenteuer mit den coolen Raketen und den auffälligen Autos zu machen. Auf den Regiestuhl setzte man einen, der sich mit Raketen auskennt. Nämlich Star Trek Commander und "Nummer Eins" William Riker. Oder wie man ihn auf der Erde auch noch kennt: Jonathan Frakes.
Und der Regisseur hat es schön verstanden, die farbige Welt der Heldenfamilie einzufangen und die schrillen und aussergewöhnlichen Konstruktionen auf Tracy Island kommen ebenfalls gut zur Geltung. Cool siehts aus, wenn sich, wie im Original, die Palmen zur Seite biegen oder sich der Swimmingpool einfahren lässt, wenn eine Rakete startet. Auch sonst hats das eine oder andere Gadget, dass zu gebrauchen ist. Und trotzdem erinnert alles stark an Spy Kids 2 und Konsorten, wobei man leider an deren Unterhaltungswert nie und nimmer heranreicht.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut und haben sichtlich Spass an der Sache. Vor allem natürlich Sophia Myles als Lady Penelope ist immer wieder für einen Schmunzler gut, denn ihre Dialoge mit dem Butler sind so ziemlich das einzig Witzige an diesem Film. Und wenn ich mir einen Mann wie Ben Kingsley in dieser Rolle anschauen muss, dann schmerzt mich das schon ein bisschen. Er macht zwar aus der Figur, was er kann, aber der Charakter ist so hirnrissig, dass man noch nicht mal einen guten Namen für die Figur gefunden hat.
Was allerdings überzeugt, sind die Effekte und die Fahrzeuge. Schön bunt, gross, aufgemotzt und die Szenen in der Londoner Innenstadt (dort beim Riesenrad) sind ebenfalls solide gemacht. Was man leider vom Script überhaupt nicht sagen kann. Die Geschichte geht langweilig los, wird nicht besser und von witzigen Szenen kann man leider nur träumen. Somit hätten wir also einen Film, in dem die Effekte okay sind und sich die Schauspieler Mühe geben. Reicht das? Ich denke, Nein.
Fazit: Thunderbirds ist eine nette Adaption der Serie aus den 60-er Jahren. Inhaltlich voll und ganz auf die Jüngeren getrimmt, sind es aber vor allem die Fahrzeuge und die schönen Special-Effects, die einigermassen überzeugen können. Die Geschichte ist langatmig und nichtssagend. Ebenso wie die meisten Schauspieler, die hier mehr oder weniger auf verlorenem Posten stehen, da die Charaktere halt einfach zu oberflächlich sind. Der Unterhaltungsfaktor ist nur begrenzt vorhanden und man wird sich dabei ertappen, dass man sich während des Films wünscht, doch die Originalserie wiedermal anzuschauen. Denn das hier ist nix dolles.
Die DVD bringt klaren Ton und sauberes Bild mit. Allerdings habe ich selten eine DVD in den Händen gehabt, deren Menüführung so aufwändig, unübersichtlich und nervig ist. Erstmal hat man keine Chance, den kleinen Clip vorzuspulen, um aufs Hauptmenü zu kommen. *Grummel*... Dann muss man dort versuchen, die Idee dieser Führung zu verstehen, was auch schon einfacher war. Allerdings hat man auf der rechten Seite immer die Möglichkeit, die jugendlichen Schauspieler und die Kommentare zu den einzelnen Raketen zu hören. Einfach auf "Facts" drücken und zuhören. Die eigentlichen Extras sind dann meist kurz und schmerzlos. Berichte über Stunts, die Action im Film (wie lasse ich Raumschiffe im realen London landen?), die Veränderung der Insel (wunderschön übrigens und auf den Seychellen zu finden) stimmen ebenso gut auf den Film ein, wie ein Feature über das 6-rädrige Auto, dass eigentlich von Rolls-Royce sein sollte. Da die aber nicht wollten *d'oh*, nahm man einen Ford. Lady Penelope führt uns in ihr Universum des Pink ein und mit einem Musikvideo werden die Extras abgeschlossen. Es gibt zwar noch eine kleine Trailershow, worin aber Thunderbirds nicht vorhanden ist. Optional ist natürlich noch der interessante Audiokommentar von Jonathan Frakes zu zuschalten.
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2.9 Sterne (6 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 01.03.2005
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Türkisch
- Extras: Die Action im Film, Die Geheimnisse von Tracy Island, Lady P. und die Stunts, FAB1: mehr als ein Auto, Lady Penelopes pinkfarbene Welt, Musikvideo, Trailer, Spiel, Audiokommentar Regisseur




