(T)Raumschiff Surprise: Periode 1 (2004)

(T)Raumschiff Surprise: Periode 1 (2004)

Oder: Spuck lass nach!

(T)Raumschiff Surprise: Periode 1

Schwubidubidu....

Der Weltraum: Unendliche Weiten... Seit die Menschen den Mars besiedelt hatten sind bereits mehr als 200 Jahre vergangen. Nun möchten dies Bewohner des roten Planeten die Erde zurückerobern. Unter der Anführung des Regulators und seinem Schützling Jens Maul (Rick Kavanian) macht der Mars mobil und ein Angriff wirt initiiert. Die Erdenkönigin Metapha (Anja Kling) sieht nur eine letzte Chance um ihren Planet zu retten: Die Crew der Surprise.

(T)Raumschiff Surprise: Periode 1

Lord Helmchen? Nein, Jens Maul: ein böser Schwabe!

Gemeinsam mit der Herrscherin und einem Taxifahrer (Til Schweiger) sollen Cpt. Kork (Christian Tramitz) und Mr. Spuck (Michael Herbig) zurück ins Jahr 2004 reisen, um den ersten Kontakt mit Marsmännchen, welcher schliesslich zur Kolonisation des Planeten führte, zu verhindern. Keine Menschen auf dem Mars = Kein Krieg, so einfach ist die Sache. Doch die Zeitmaschine ist nicht mehr ganz die neueste und so landen unsere Helden zuerst im Mittelalter und dann auch noch im Wilden Westen. Immer gefolgt vom asthmatischen Handlanger des Regulators.


Kinofilm-Rating

"Humor ist, wenn man trotzdem lacht", heisst es so schön. Das Publikum bei der von mit besuchten Vorstellung schien (T)raumschiff Surprise für humoristisch zu halten, denn gelacht wurde die ganze Zeit. Fragt sich nur: Warum denn? So viele Cüpli wurden doch gar nicht ausgeschenkt...

Als 2-Minuten-Sketch in der Bullyparade mochte das Ganze ja noch leicht lustig sein und funktionierte gar nicht schlecht. Doch die 90-Minuten Variante eines solchen Sketches möchte ich nicht noch einmal über mich ergehen lassen müssen.

Beeindruckt haben mich lediglich die aufwändigen Spezialeffekte, die für europäische Verhältnisse wirklich spitze gemacht waren und mich so doch ziemlich überraschten. Auch der Inzenierung der Actionszenen konnte ich Positives abgewinnen.

Bully, alias Michael Herbig wollte wohl in die Fusstapfen von Mel Brooks' Spaceballs treten, doch so einfach funktioniert das nicht. Da kann man nicht einfach schamlos Gags aus diesem Vorbild klauen. Als absoluter Star Warsund Star Trek-Narr habe ich zwar nichts gegen eine Parodie, doch dieses Material hätte man um einiges intelligenter verballhornen können. Hier aber werden die offensichtlichsten Witze gerissen, die auch einer Schülertheater in den Sinn gekommen wären. Wann lässt man sich bei einer SW-Parodie mal etwas gescheiteres einfallen, als den ewigen "Ich bin dein Vater" Witz zu rezitieren.

Die drei Jungs der Bullyparade sind Komiker und keine Schauspieler, was hier in den "ernsteren" Szenen schmerzhaft deutlich wird. Und ein überzeichneter Schwuler ist halt auch nur für 10 Minuten wirklich komisch, finde ich. Dass sich Til Schweiger hier zum Affen macht wäre ja auch nicht wirklich nötig gewesen. Seht euch zum Beispiel King Arthur an und ihr wisst, was ich meine.

Ich erlebte dieses (T)raumschiff Surprise als ein zusammengewürfelter, überlanger Sketch-Cocktail gespickt mit Anal-Humor und altbackenen Kalauern. Und doch fürchte ich der Film wird sein Geld einspielen...

3.3 Sterne
3.3 Sterne (170 Bewertungen) | 86 Kommentare

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11.07.2004 / ma