Super Size Me (2004)
Super Size Me (2004)
Oder: Barrapabapaaaa, I'm luvin' it
Wie ungesund ist Fastfood wirklich? Der junge New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock möchte es am eigenen Leibe erfahren. 30 Tage lang darf er sich nur von Esswaren aus dem McDonalds-Angebot ernähren. Dreimal am Tag muss eine Mahlzeit verzehrt werden und jeder Posten der McDo-Speisekarte mindestens einmal genossen werden. Ausserdem muss Morgan, wird er danach gefragt, die "Super Size"-Grösse des Menus bestellen. Bereits nach wenigen Tagen Mc-Diät stellen die Ärzte Erschreckendes fest. Zu dieser "Haupthandlung" gibt es als Beilage einige Fakten und Interviews im humoristischen Michael Moore-Stil.
Kinofilm-Rating
Morgan Spurlock hat für dieses Erstlingswerk den begehrten Regiepreis des Sundance Festivals nach Hause genommen. Die Kritiker loben den Film, und er hat es sogar, trotz wenigen Kopien, in die Top 10 der US-Kinocharts geschafft.
Leider kann ich mich dieser Euphorie nicht anschliessen. Das Experiment, das im Mittelpunkt steht, dient vor allem zur Selbstdarstellung. So macht Spurlock trotz ernsten Warnungen des Arztes am 21. Tag weiter. Das ist verantwortungslos und blöd, finde ich, da sein Statement auch so klar gemacht wurde. Aber dieser ganze Doku-Soap Gimmick (seine Freundin ist eine veganische Köchin... Zufall?) ist nun mal gut vermarktbar.
Und auch zwischen den Bildern des essenden Spurlock bleiben die meisten gestellten Fragen zur Fettleibigkeit in den USA unbeantwortet. Themen werden aufgegriffen, nur um sie wieder fallen zu lassen. Klar sind die lustigen Trickfilmchen und schnell zusammengeschnittenen Interviews köstlich amüsant und unheimlich unterhaltsam. Doch leider fehlt es dem Film an Informationen, während andere überflüssig sind.
Was der Film erreicht hat ist, dass ich mir viele Gedanken über die angesprochenen Themen gemacht habe, was sicher positiv ist. Doch umso mehr ich mich mit dem Film nach der Sichtung befasst habe, umso mehr Mängel konnte ich feststellen.
Der Film ist unterhaltsam, bietet einige erschreckende Fakten zur Fettleibigkeit in den USA und hat einige Lacher auf seiner Seite. Beim zweiten Hingucken entpuppt sich das ganze doch eher als egomanisches Projekt mit viel Style und wenig Substanz, während man bei Michael Moore doch viel mehr das Gefühl hatte, dass ihm seine Anliegen wichtig sind.
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3.9 Sterne (75 Bewertungen) | 22 Kommentare


