The Stepford Wives (2004)
Die Frauen von Stepford
The Stepford Wives (2004) Die Frauen von Stepford
Oder: RoboWomen
Joanna Eberhart (Nicole Kidman) fällt tief: Die umjubelten TV-Produzentin wird über Nacht geschasst. Ihre Karriere ist zerstört - es folgt, was folgen muss: ein Nervenzusammenbruch. Ihr Walter Kresby (Matthew Broderick) sieht nur eine Lösung, und zieht mit der Familie aus Manhattan ins idyllische kleine Dörfchen Stepford in Connecticut.
Stepfords kleine, heile Welt ist noch in Ordnung. Die Häuser wunderschön, die Familien perfekt und alle stets freundlich. Immobilienhändlerin Claire Wellington (Glenn Close) hat bereits eine tolle Immobilie für die Neuzuzügler bereit, und schon nach kurzer Zeit wird Walter durch Claires Ehemann Mike (Christopher Walken) in den örtlichen Männerclub integriert.
Alles perfekt? Zu perfekt, findet Joanna. In Stepford gelten noch die traditionellen Rollenverteilungen: Die Ehefrau kocht, putzt und bemüht sich um ihren Ehemann, während dieser seine üppige Freizeit mit "Männersachen" verbringt. Und das passt nicht wirklich in Joannas Familienbild. Ebenso wenig wie Literaturzirkeln, in denen die neusten Weihnachtsdekorationsbücher vorgestellt werden. Nur eine... äh zwei der Frauen scheint ähnlich zu denken: Boobie (Bette Midler) putzt nicht, kocht nicht und weigert sich, sich in das Dorfleben zu integrieren - ebenso wie der homosexuelle Roger Bannister (Roger Bart), welcher partout nicht seinen bisherigen Lebensstil aufgeben will.
Als eines Tages jedoch Roger wie gewandelt als perfekten Ehepartner erscheint, und kurz darauf auch Bobbie sich wie eine Stepford-Wive benimmt, vermutet Joanna ungeheuerliches...
Kinofilm-Rating
Da man's ja auch schon in den Trailers sieht, verrate ich hier nichts Neues mehr: Die perfekten Hausfrauen sind Roboter. Eine grandiose Idee, nicht wahr? Der Traum eines jeden Mannes: Die perfekte Frau - ob in Bett, Küche oder Haus. Die Geschichte hätte tatsächlich Unterhaltungspotential. Hätte, wenn wir noch immer in den 60er und 70er Jahre leben würden. In dieser Zeit entstand Stepford Wives - das Original. Robotter, Frauenemanzipation und Feminismus waren Stichworte dieser Zeit. Warum man nun den Filmstoff erneuet verfilmt und in unsere Zeit setzt, ist mir ein Rätsel.
Bevor ich hier falsche Tatsachen vorspiele: Ich hab das Original nicht gesehen. Dennoch merkt man der Story an, dass sie nicht in unserer Zeit entstanden sein kann - die Mischung aus älteren Zeiten und dem modernen Jetzt ist nicht stimmig.
Leider kommt nie wirklich Spannung auf - zu früh im Film wird alles verraten. So bleibt dem Kinobesucher nur noch zu wundern, ob nun die Joanna auch dem Schicksal der anderen Frauen verfällt, oder sich doch noch "retten" kann. Der Unterhaltungswert ist entsprechend gering, da tröstet auch ein überraschender Schluss nicht hinweg.
Viel bleibt nicht mehr zu sagen. Der gesamte Cast spielt leider durchschnittlich und für die einzelnen Schauspieler stereotypisch, was noch mehr der Unstimmigkeit des Filmes beiträgt. Selbst Nicole Kidman vermochte mich nicht zu packen. Alles in allem habe ich einen unterhaltenden, mal etwas anderen Film erwartet - und wurde leider negativ überrascht.
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3.0 Sterne (63 Bewertungen) | 15 Kommentare



