Stargate: Atlantis (2004)
Stargate: Atlantis (2004)
Oder: Auf der Jagd nach Marilyn Manson
Bis jetzt hatte vor allem das Team von Stargate SG1 unter der Leitung von Colonel O'Neil (Richard Dean Anderson) das Vergnügen, durch das Sternentor zu reisen und Abenteuer auf den verschiedenen Planeten zu erleben. Und während so einer Mission hat man was interessantes gefunden: Nämlich einen Aussenposten von Atlantis. Und der liegt tief unter dem Eis der Antarktis und hat so manches Geheimnis zu bieten.
Unter der Leitung von Dr. Elizabeth Weir (Torry Higginson) wird eine grosse Gruppe von allen möglichen hellen Köpfen, welche die Erde zu bieten hat, aufgeboten, um die Reise durch das dortige Stargate zu unternehmen. Der Haken an der Sache? Eine Rückreise ist kaum möglich, da die Energie des Sternentors nicht für eine Heimreise reicht. Wird es eine Reise ohne Wiederkehr? Das Abenteuer beginnt....
In Episode 1 und 2 begleiten wir die neue Crew nach Atlantis, wo man zuerst mit den Tücken der Stadt zurechtkommen muss. Die Antiker, die ehemaligen Bewohner dieses Ortes, haben einige ganz coole Sachen hinterlassen, die es jetzt zu erforschen gibt. Dass man bei diesen Nachforschungen auf eine böse Rasse trifft, welche die "Goa'Uld" aus Stargate SG1 sogar noch übertrifft, konnte man allerdings nicht ahnen. Die "Wraith" sind Kreaturen, die aussehen wie Marilyn Manson und ihren Opfern die Lebensenergie aussaugen können. Wie ein Schwarm Ungeziefer fallen sie über die Planeten her, rotten die Bevölkerung aus und lassen nur eine kleine Menge Leute zurück. Die sollen sich vermehren, so dass die "Wraith" Jahre später nochmals zurückkehren können und sich nochmals den Bauch voll schlagen. Und genau dieser Gegner zeigt sich zum ersten Mal in den ersten beiden Episoden dieser neuen Serie.
In Episode 3 haben die Entdecker von der Erde mit zwei Problemen zu kämpfen. Erstens wurde irgendwo in der Stadt ein Wesen aufgeweckt, dass nun als schwarzer Nebel durch die Gänge zieht und dringend die Stadt verlassen muss. Denn es saugt Energie von den Stadt-Generatoren ab und bald ist davon nichts mehr übrig. Das zweite Problem betrifft den kanadischen Wissenschaftler Mc Kay (David Hewlett. Er hat sich ein grünes Antikerding gefunden, hats sich an die Brust gesetzt und jetzt bringt er's nicht mehr weg. Es baut automatisch ein Schutzschild um seinen Körper, was natürlich einerseits cool ist, aber andererseits den guten Doktor davon abhält, irgendwas zu essen oder zu trinken.... Oder ist ausgerechnet der arrogante, aber brilliante Wissenschaftler die Rettung gegen den schwarzen Nebel?
In der vierten und letzten Episode auf der Start-DVD, dreht sich die Geschichte um einen Unfall. Ein Antiker-Raumschiff, ein sogenannter "Puddle Jumper" fliegt durchs Stargate und bleibt stecken. Im Innern des Schiffes liegt Major John Sheppard (Joe Flannigan, der von einem ausserirdischen Mückending am Hals gepackt wurde und das sich jetzt dort festgesetzt hat. Er braucht medizinische Hilfe, das Raumschiff kann weder vor- noch rückwärts und in 38 Minuten wird sich das Stargate unweigerlich selber abstellen, was den sicheren Tod der Besatzung bedeuten würde....
DVD-Rating
Nachdem ich vor Jahren den Kinofilm Stargate als gelungen empfand, machte mir die Nachricht, dass da jetzt eine Serie folgen würde, schon ein bisschen Angst. Und die Tatsache dass ein Mc Gyver Richard Dean Anderson die Hauptrolle spielte, liess mich schaudern. Nun, viele Jahre später, hat sich diese Serie, Stargate SG1, zu einem meiner TV-Favoriten entwickelt. Dass es jetzt von dieser Ablegeserie noch einen Spin-off gibt, vermag zwar wiederum einigen Leute ein Nasenrümpfen kosten, mich hats gefreut und mit Spannung guck ich auch die neuen Abenteuer des Teams aus Atlantis.
Natürlich braucht es eine gewissen Zeit, um die neuen Charaktere zu kennen und zu mögen. Für das hat man sich auch Unterstützung aus der vorgängigen Serie geholt. Zwei der dortigen Hauptcharaktere geben dieser Serie ein wenig Starthilfe und machen das recht sympathisch. Die "neuen" Charaktere sind natürlich schnell auseinander zu halten. Der kämpferische Major, der handfest und bodenständig daherkommt. Der junge Soldat, der alles ausprobieren will und bei der Namenverteilung der Maschinen kein glückliches Händchen hat. Der egozentrische, arrogante, aber unglaublich lustige, kanadische Wissenschaftler und die schöne Ausserirdische. Nichts wirklich spezielles, aber alles so dargestellt, dass es sehr sympathisch und interessant rüber kommt.
Die Effekte sind natürlich ein weiterer Punkt, der bei solchen Sci-Fi-Serien überzeugen muss. Da ist man aus der Vorgängerserie eigentlich schon recht verwöhnt. Die Raumschiffe fliegen ruckelfrei, das Sternentor wurde digitalisiert und modernisiert (geht schneller beim anwählen und sieht halt cooler aus) und die Gegner sind nicht mehr einfach "normale" Schauspieler, denen man eine alt-ägyptische Rüstung angelegt hat. Sondern die "Wraith" haben schön gfürchige Totenkopfsachen an und machen einen richtig bedrohlichen Eindruck. Dazu der zeitweise rech ironische Humor der Serie und man hat eine TV-Event, der sich zu gucken lohnt.
Fazit: Stargate Atlantis macht nach den ersten Episoden eine recht gute Falle. Dass man Geschichten, bei denen die Leben der Hauptcharaktere am seidenen Faden hängt, bereits am Anfang ausstrahlt, mag etwas unverständlich sein. Denn es wird wohl kaum einer der Hauptfiguren bereits am Anfang das Zeitliche segnen, oder? Die Personen sind interessant und haben Potenzial. Der Humor ist vorhanden, wobei vor allem der kanadische Wissenschaftler eine richtige Witzkugel ist. Ich bin gespannt, wies mit der Serie weitergeht. Was kommt noch auf die Crew zu? Wie werden sich die Figuren entwickeln? Was hat Atlantis noch zu bieten? Es gibt praktisch keine Grenzen, was die Geschichten angehen. Und wenn die sich auf dem gleichen Niveau bewegen wie beim Vorgänger, dann ist diese Serie auch für jeden Nicht-Sci-Fi-Serien-Fan einen Blick wert. RTL2 zeigt die Folgen jeweils am Mittwoch Abend.
Die DVD beinhaltet, wie oben bereits ersichtlich, den Pilotfilm und zwei weitere Episoden. Neben einer ansprechenden Bildergalerie, dem obligaten Audiokommentar und einem Werbespot für den Fanclub der Serie, kann man vor allem zwei Features als gelungen betrachten. Einmal wäre da ein ca. 25 minütiger Bericht über die Serie an sich. Warum hat mans gemacht? Wie macht mans? Wer steckt dahinter? Ebenso kommen da Regisseure, Produzenten und Schauspieler zu Wort. Ist interessant, wenn man sich für die Serie zu interessieren versucht. Das absolute Highlight ist aber der Blick hinter die Kulissen, in dem uns 2 der Regisseure durch die Kulissen führen und uns so ziemlich zu jedem dort liegenden oder stehenden Teil einen Bären aufbinden. So wird uns beispielsweise weisgemacht, dass man mit der Wählscheibe des Stargates auch mal eine Erwachsenen-nummer anwählen kann oder der Hasch auf Atlantis so ziemlich groovy ist. Der andere packt sich ein Gerät, sagt es sein eine Preismaschine, und sagt uns den Preis (meist 85'000 Dollar) für so manchen Kulissenteil. Wirklich extrem witzig, die beiden.
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4.8 Sterne (11 Bewertungen) | 5 Kommentare
DVD-Infos
Season 1, erschienen am 15.11.2005
- Bildformat: 1:1.78
- Sprachen: Deutsch (Dolby 5.1), Englisch (Dolby 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Extras: Behind the Scenes, Vorschau auf die Serie, Fotogalerie, Audiokommentar, Fanclub-Spot




