The SpongeBob SquarePants Movie (2004)
Der Spongebob Schwammkopf Film
The SpongeBob SquarePants Movie (2004) Der Spongebob Schwammkopf Film
Oder: Unterwasser Road Trip im Burgermobil
Tief unten, unter der Meeresoberfläche liegt Bikini Bottom. Ein kleiner Ort, der vor allem für eins bekannt ist. Für die besten Krabbenburger weit und breit. Diese Köstlichkeit wird im Restaurant von Mr. Krabs verkauft. Der Chef-Burgerbrater ist ein alter Bekannter. Nämlich Spongebob Schwammkopf. Immer gut gelaunt, ein bisschen naiv, mehr Kind als Mann und halt einfach zum knuddeln. Als Mr. Krabs ein zweites Restaurant (gleich neben dem anderen...) eröffnet, sucht er einen Manager. Und wer macht sich enorme Hoffnungen auf den Job? Genau. Unser Schwammkopf.
Doch dann ist der Schock gross. Nicht etwa Spongebob bekommt den Job, sondern Tadäus Tentakel, des Schwammkopfs immerwährend nerviger Nachbar. Und zu allem Überfluss hat Patrick, der Seestern, auch noch eine peinliche Einlage zu bieten. Und wenn man meint, es kommt nicht schlimmer, kommt von irgendwo ein Plankton daher... Dieser hat nämlich alle Pläne zur Übernahme des geheimisvollen Rezeptes von Mr. Krabs Krabbenburger von A bis Y durchgeführt. Ohne Erfolg, versteht sich. Ehm, moment... Bis "Y"? Da fehlt doch noch ein Buchstabe. Genau, und dieser Plan "Z" beinhaltet den Diebstahl der Krone von König Neptun, das in-die-Schuhe-schieben der Tat zu Mr. Krabs und die Übernahme der Herrschaft in Bikini Bottom.
Der Plan, Überraschung!, gelingt und Mr. Krabs wird eingefroren. Spongebob und Patrick haben nun, dank Patricks Verhandlungstechnik, 6 Tage Zeit, die Krone in Shell-City wieder zu bekommen. Doch von diesem Ort ist noch keiner wieder zurückgekehrt. Denn da hausen Räuber, Gauner, Verbrecher, Monster, ein grosser Zyklop und der legendäre "Hasselhoff" (*hmm, wer spielt den bloss...).
Unsere zwei (noch) kindischen Helden machen sich also im Hamburgermobil auf den Weg in die ferne Stadt. Diese Reise wird zeigen, ob die beiden wirklich so kindisch sind wie sie sich benehmen, oder ob sie es irgendwann mal schaffen, echte Männer zu werden. Die Reise dahin ist beschwerlich, gefährlich und eigentlich ohne Chance auf Erfolg. Doch das gleiche hatte damals Frodo auch gesagt, als er sich bereit erklärte, den einen Ring zu vernichten....
DVD-Rating
TV-Serien in die Kinos zu bringen ist immer ein Wagnis, egal ob es sich um Zeichentrick handelt oder echte Menschen. Bei South Park hat das ganz gut geklappt, weil die Produzenten die scharfen Zensurbestimmungen des US-Fernsehens ignorieren konnten. Bei Spongebob Squarepants gibt es diese Möglichkeit nicht, da im Gegensatz zu South Park dann doch eher Kinder die Hauptzielgruppe sind, auch wenn der gelbe Schwamm auch immer mehr erwachsene Verehrer findet. Um also der Gefahr zu entgehen, nicht einfach eine etwas längere TV-Folge auf die Leinwand zu bringen, haben die Macher von Spongebob den Zeichentrickfilm mit ein paar Szenen Realfilm erweitert. Diese sind teilweise sehr gelungen ("Ride the Hasselhoff"), oder völlig fehl am Platz, wie die Szenen mit den Piraten. Das die Idee vom Kinopublikum im Film nicht sonderlich gut bei Zeichentrickfilmen funktioniert, wissen wir spätestens seit Werner Beinhart.
Da ist der Trickpart doch wesentlich besser gelungen. Zwar kann der Film das Tempo der TV-Episoden nicht dauerhaft halten, aber die Gags kommen in einer Regelmässigkeit, dass man nie gelangweilt ist. Natürlich sind die meisten Gags nicht unbedingt auf einem intellektuell herausragenden Niveau. Das war aber auch nicht zu erwarten. Bei den Extras merkt man, dass der Film eigentlich für Kinder ist. Das Making Of, das eigentlich nur daraus besteht, dass die amerikanischen Synchronsprecher ihre Charaktere vorstellen, ist noch der erträglichste Teil. Bei der 15-minütigen Doku über den Ozean fühlt man sich dann bereits beim zuschauen auf das geistige Niveau eines Vorschulkindes zurückversetzt. Die gezeichneten Storyboards sind einfach nur langweilig, da sie sich in keiner Weise von den Szenen unterscheiden, die im Film enthalten sind. Lediglich die insgesamt zehnsprachigen Untertitel sind lobend zu erwähnen. Und wer will kann den Film auch noch in der holländischen Sprachversion anschauen.
Fazit: Alles in allem bin ich mit der DVD einigermassen zufrieden. Der Film ist erfreulicherweise im 16:9 Format, was die Kinostimmung unterstützt. Trotz einiger überflüssiger Szenen habe ich mich beim Film gut amüsiert, obwohl ich im TV eher selten Spongebob schaue. Nur die Extras waren enttäuschend. Da merkt man einfach, dass der Film von einer Fernsehproduktionsfirma stammt und nicht aus einer grossen Filmschmiede wie zum Beispiel Pixar. Der Film selber ist jedenfalls eine gelungene Erweiterung zur TV-Serie und das ist doch eigentlich die Hauptsache.
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4.0 Sterne (76 Bewertungen) | 1 Kommentar
DVD-Infos
DVD erschienen am 23.05.2005
- Bildformat: 1.85:1
- Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch (DD 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Hebräisch, Niederländisch, Rumänisch, Türkisch, Französisch, Englisch für Hörgeschädigte
- Extras: Kinotrailer, Making Of, synchronisierte Storyboards, Doku über den Ozean, Umweltschutzwerbespot "Rettet die Wellen"



